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Gundula Meyer überreicht Bürgermeister Thomas Maack die "Löwe & Krug"-Mappe. Foto: t&w
Gundula Meyer überreicht Bürgermeister Thomas Maack die "Löwe & Krug"-Mappe. Foto: t&w

Lob und Kritik in der Löwe & Krug-Mappe

Von Dennis Thomas
Adendorf. Grundsätzlich sind die Bürger Adendorfs mit ihrer Gemeinde ganz zufrieden und würden ihr die Schulnote 2,3 geben, das geht aus der j üngsten Umfrage des „Bürgervereins Adendorf“ hervor. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten: Zusammengefasst wurden Lob, Kritik sowie Anregungen in der sogenannten „Löwe & Krug“-Mappe. Diese Mappe überreichte jetzt Vereinsvorsitzende Gundula Meyer an Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack bei der 24. Jahresversammlung mit rund 70 Vereinsmitgliedern und Gästen im großen Festsaal des Restaurants Lim‘s in Erbstorf. Zwischen Musik und Festessen leitete Meyer die Übergabe mit den Worten ein: „Jetzt kommen wir zum ernsten Teil für unseren Bürgermeister. Jetzt wird es ganz hart.“

Bevor jedoch die Gemeinde auf den Prüftstand gestellt wurde, hatte der noch junge Vorstand des rund 240 Mitglieder starken Vereins darüber kontrovers diskutiert, ob die Erstellung der „Löwe & Krug“-Mappe, benannt nach dem Adendorfer Wappen, wie bisher weitergeführt werden solle. Vorsitzende Meyer sagte nun: „Schließlich haben wir beschlossen, dass dies eine gute Gelegenheit ist, ein wenig die Stimmung im Dorf einzufangen.“ Rund 5000 Umfragebögen hatte der Verein dafür an Adendorfer Haushalte verteilt. Immerhin rund 180 Rückläufer gab es. Zwar sei das statistisch nicht unbedingt repräsentativ, zeige aber zumindest ein gutes Meinungsbild der Adendorfer, heißt es.

Manche Wünsche erledigen sich mit der Zeit von selbst

Bei der Erstellung der neuen Mappe hatte sich Meyer die Rückschaumappen der vergangenen 15 Jahre angesehen. „Es ist schon interessant, wie sich einige Anregungen der Bürger im Laufe der Zeit quasi von selbst erledigen, so zum Beispiel der Wunsch nach einer öffentlichen Telefonzelle in Erbstorf.“ Jeweils mehr als 30 Punkte für Lob als auch Kritik hat der Bürgerverein nun aktuell anhand der Umfrage zusammengestellt. Meyer fand es „erschreckend, wie viele Kritikpunkte sich seit Jahren wiederholen“.

Meyer: „Die von vielen als überdimensionierte nachverdichtete Bebauung ist hier nur ein Stichwort. Und der marode Zustand der Straßen, vor allem der Moorchaussee und des Suren Winkels, wird immer wieder kritisiert.“ Zu den am häufigsten genannten Kritikpunkten gehören zudem die insbesondere abends und am Wochenende wenigen Busverbindungen, die angeboten werden. Zudem spare die Gemeinde zu stark bei der Straßenbeleuchtung, und auch die „überflüssigen Kreisel“ stehen auf der Minusseite.

Lob für das neue Ratsinformationssystem

Positiv werden der Einsatz des Bürgermeisters für den Erhalt einer Poststelle im Dorf sowie die Schaffung eines Bahnhaltepunktes gesehen sowie das neue Ratsinformationssystem. Meyer weiter: „Als Auftrag sollten die Gemeinde, aber auch die Vereine und Verbände, den Wunsch vieler verstehen, in der Teichaue und im Walter-Maack-Eisstadion im Sommer Veranstaltungen anzubieten.“ Letzteres hat sich der Bürgerverein auch selbst auf die Fahne geschrieben, plant beispielsweise für 2017 in der Teichaue ein „buntes Picknick“.

Für musikalische Unterhaltung sorgte die Adendorfer Bürgerband, unter anderem mit einem – mit karibischen Klängen angereicherten – türkischen Liebeslied. Zum Abschluss gaben zudem Elke Tauber und Dobrinka Kojnova-Biermann Musical-Hits zum Besten, begleitet von Herbert Kauschka am E-Piano. Die nächste „Löwe & Krug“-Mappe gibt es übrigens erst wieder in zwei Jahren. Bis dahin haben Rat und Verwaltung der Gemeinde ausreichend Gelegenheit, die aktuelle Mappe abzuarbeiten.