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Die neuen Pläne der Adendorfer Verwaltung sehen vor, insgesamt 103 Lampenköpfe am Kirchweg auszutauschen. Foto: be

Adendorf: Erleuchtung am Kirchweg

Adendorf. Weg mit den altmodischen Quecksilberdampfhochdrucklampen, her mit modernen LED-Leuchten: In Adendorf werden in diesem Frühjahr genau 103 Lampenköpfe aus den 1990er-Jahren entlang des Kirchwegs ausgetauscht. Die Gemeinde erhofft sich dadurch nicht nur besseres Licht, sondern auch Einsparungen an Energie, Geld und Schadstoffen.Was gut ist für die Umwelt und das Gemeindesäckel.

An Kosten entstehen der Gemeinde durch den Austausch etwa 101 000 Euro, davon 83 500 Euro für die Maßnahme auf einer Länge von 1600 Metern am Kirchweg. Die meisten dieser Lampen waren Anfang 1993 im Zuge des Ausbaus des Kirchwegs installiert worden – 2,8 Millionen Mark wurden damals investiert.
Weitere 17 500 Euro kostet in diesem Jahr die Maßnahme am Papageienweg, wo 13 Leuchten samt Holzmasten getauscht werden. An Förderung von Seiten des Bundesumweltministeriums fließen 20 000 Euro.

Statt 40 000 Kilowattstunden jährlich für die knapp 130 Straßenlaternen wird die Gemeinde Adendorf durch den anstehenden Tausch nur noch 8000 Kilowattstunden verbrauchen, rechnet Uwe Bornholdt, Lichttechniker bei der Avacon, vor, die nach einer Ausschreibung den Auftrag zugeschlagen bekam.
Auf der Basis eines Strompreises von 25 Cent pro Kilowattstunde beträgt die Einsparung 8000 Euro pro Jahr. Bürgermeister Thomas Maack: „Da haben sich die Kosten für den Wechsel schnell amortisiert.“ Für die Umwelt wirkt sich der Lampentausch mit 19 Tonnen weniger Kohlendioxid pro Jahr aus.

„Die künftige Beleuchtung mit UV-Licht-freien LED-Leuchten bringt das Licht auch besser auf die Straße“, sagt Uwe Bornholdt. Zwei Typen von Leuchten werden im Kirchweg installiert: Rundum leuchtende in Bereichen, wo dies sinnvoll ist, etwa am Rathausplatz. Aber auch asymmetrische, die vor Wohnhäusern die Straße beleuchten, aber nicht die Vorgärten und zur Straße liegende Zimmer. Und auch der Himmel wird künftig nicht mehr unnötig beleuchtet – ganz im Sinne der Initiative gegen Lichtverschmutzung mit Namen „Dark Sky“.

Während die Austauscharbeiten am Papageienweg schon Ende März beginnen sollen, dürfte es am Kirchweg Mitte April losgehen. Anfang 2010 waren in Adendorf schon einmal insgesamt fast 800 Lampenköpfe und 50 marode Masten an den Straßen und Wegen auf Adendorfer Gemeindegebiet ausgetauscht worden. Damals wurden die „Quecksilberdampfhochdrucklampen“ entfernt und durch „Natriumdampfhochdrucklampen“ ersetzt. Die Energieeinsparung damals betrug zwischen 35 und 40 Prozent.

Von Ingo Petersen