Aktuell
Home | Lokales | Grundschule Häcklingen wird erweitert
Elternvertreter Marco Sievers, die Schüler Anna und Julian, Rettmers Ortsvorsteherin Carmen Maria Bendorf, Häcklingens Ortsvorsteherin Maria Schult, Schulleiterin Barbara Hinzmann und Oberbürgermeister Ulrich Mädge (v.l.) beim offiziellen ersten Spatenstich für den Anbau. Foto: be

Grundschule Häcklingen wird erweitert

Von Alexander Hempelmann
Lüneburg. Es war seine Anfangszeit als Verwaltungschef, Anfang der Neunziger: „Damals habe ich mit der Ortsvorsteherin von Häcklingen darüber diskutiert, die Grundschule hier zu schließen“, erinnert sich Ulrich Mädge. Längst haben sich die Rahmenbedingungen geändert. Am Freitag konnte der „ewige Oberbürgermeister“ im Stadtteil den offiziellen Spatenstich für eine neuerliche Erweiterung der Grundschule setzen. 3,47 Millionen Euro werden hier investiert.

Die Schüler sind sich schon sicher: „Das wird supertoll.“ So lautete eine Zeile des Liedes, das sie bei dem kleinen Festakt vortrugen. Um die Grundschule mit ihren aktuell 253 Schülern dauerhaft ganztagstauglich zu machen, werden vier Klassenräume mit zwei Gruppenräumen, die auch als Ruheräume genutzt werden sollen, ein Verwaltungstrakt mit Lehrerzimmer und eine Austeilküche mit Nebenräumen angebaut. In etwa drei Jahren soll der Anbau komplett fertig sein. Teilbereiche können schon im nächsten Jahr genutzt werden, wenn alles läuft wie geplant.

Platz muss erstmal geschaffen werden

Doch zunächst müssen alle etwas zusammenrücken, verdeutlicht Schulleiterin Barbara Hinzmann. Denn dort, wo der Anbau entstehen soll, muss erstmal Platz geschaffen werden. Dazu werden Anbauten aus den 50er- bis 70er-Jahren abgerissen. Die Rektorin ist zuversichtlich, dass ihr Kollegium und die Schüler diese Zeit gut überbrücken können. Sie machte den Kindern deutlich: „Unsere Schule ist schließlich etwas ganz Besonderes.“ Denn ihre Geschichte geht weit zurück, der Gebäudekern wurde schon 1793 errichtet. „Ihr erlebt hier mehr als 200 Jahre Schulgeschichte,“ sagte Barabara Hinzmann zu den Schülern.

Nicht die Fehler aus den Siebzigern wiederholen

Da wirkt selbst die Zeitspanne, die Ulrich Mädge als Oberbürgermeister für die Stadt als Träger mitzuverantworten hat, kurz. Und dennoch war es für ihn schon der vierte Termin dieser Art an der Schule, die schon Mitte der Neunziger, 2002 und zuletzt vor zehn Jahren erweitert wurde. Die Investition sei zwar hoch, doch das Geld sei gut angelegt. Denn inzwischen ist Häcklingen kräftig gewachsen. „Kinder gibt es genug , die Schülerzahlen steigen. Und wir wollen die Flüchtlingskinder künftig besser auf alle Grundschulen verteilen und nicht zu sehr an einem Standort zentrieren. Diesen Fehler haben wir in den Siebzigern gemacht und wollen ihn nicht überholen“, sagte Mädge, der an die Schüler appellierte: „Euch bitte ich schon mal, diese Kinder hier gut aufzunehmen.“

Im Zuge der Erweiterung soll auch die Heizungsanlage der Altbauten durch eine biogasbetriebene ersetzt werden, ergänzend ist ein Blockheizkraftwerk geplant.