Dienstag , 25. September 2018
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Am Sonnabend findet die offizielle Eröffnungsfeier im Libeskind-Bau statt, die letzten Arbeiten und Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren. Foto: t&w

Leuphana Universität: Zentralgebäude auf der Zielgraden

Lüneburg. Noch sieht es auf dem Campus nicht nach Eröffnung aus. Doch der Libeskind-Bau der Universität soll am kommenden Sonnabend feierlich eingeweiht werden. Container über Container, Absperrbänder, Betonplatten, Gerüste und Maschinen: Das glänzende Titanzink-Raumschiff wirkt inmitten des Bau-Endspurts noch etwas fehl am Platz. Wie es innen aussieht, darum macht die Uni noch ein großes Geheimnis, sie lässt nur Arbeiter rein – nicht die LZ. Begründung: Fußbodenarbeiten im Erdgeschoss sollen störungsfrei verrichtet werden können.

Etage für Etage wird zurzeit gereinigt

„Zurzeit werden restliche Malerarbeiten erledigt, im Erdgeschoss Sockelleisten angebracht, Reinigungstrupps sind im ganzen Gebäude unterwegs“, sagt Pressesprecher Henning Zühlsdorff beim Termin auf der Baustelle. Die Elektriker seien mit den letzten Steckdosen, Lichtschaltern und Lampen beschäftigt. „Hier wird sicher noch bis zum letzten Tag gearbeitet.“ Vor allem die Bauendreinigung sei gestuft organisiert, erklärt er, Schritt für Schritt werde jede Etage gesäubert, zuletzt der Fußboden im Erdgeschoss, der momentan abgeschliffen und poliert wird.

In den nächsten Tagen macht sich die nahende Eröffnungsfeier auch anders bemerkbar. „Es wird Proben für das Konzert geben, die Lautsprecheranlage und das technische Equipment werden getestet“, sagt Zühlsdorff. Bis zur Feier am 11. März, zu der neben Ministerpräsident Stephan Weil Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić und Architekt Daniel Libeskind anreisen, soll auch das Areal vor dem Haupteingang an der Uelzener Straße fertig sein. Dort sind zurzeit zahlreiche Matschpfützen. Der Uni-Sprecher versichert: „Wir werden dafür sorgen, dass unsere Gäste auf einem vernünftig vorbereiteten Untergrund den Eingang erreichen.“

Erste Universitätsmitarbeiter umgezogen

Dass das Ziel in Sicht ist, verdeutlicht Zühlsdorff mit den Umzügen, die bereits begonnen hätten. So hätten erste Universitätsmitarbeiter schon das Forschungszentrum bezogen. „Auch Sitzungen haben schon im Gebäude stattgefunden.“ Die Möblierung schreite voran, Teile des Gebäudes seien schon ausgestattet. Die Seminarräume sind noch nicht so weit, „aber schließlich sind zurzeit keine Studenten da“. Das werde mit dem Semesterstart im April nachgeholt.

Die Außenanlage soll zeitnah angegangen werden. Dort war einst die Haubenlerche beheimatet. Vor Baubeginn hatte sich die Leuphana mit den Naturschutzverbänden zusammengesetzt, ihnen zugesichert, dass man bei der Gestaltung des Areals die Vogelart im Hinterkopf behalten wolle. „Deshalb werden beispielsweise auch Dächer auf dem Zentralgebäude begrünt.“
Dass der Countdown läuft, sei auch an der stetig wachsenden Nachfrage zu spüren, sagt Henning Zühlsdorff. „Wir haben unheimlich viele Anfragen für Führungen, da wird viel auf uns zukommen.“

So haben beispielsweise auch die Feuerwehr und eine Abiturklasse um einen Rundgang durchs Gebäude gebeten. Ebenso möchten viele Interne gern schon Zusagen für Veranstaltungen im neuen Gebäude haben. Und auch die Veranstaltungs- und Vermarktungsgesellschaft mbH, die die externen Veranstaltungen koordiniert, hat reichlich zu tun. Zühlsdorff: „Die ersten Verträge gibt es schon“.

Von Anna Paarmann

2 Kommentare

  1. Schöne Bilder vom neuen Uni Gebäude ,aber
    Die Bausuenden werden nicht fotografiert!
    Die nach Süden gerichtete Wandverkleidung weist auch nach Monaten immer noch ein abstossendes Farbspiel auf!
    Dieser Mangel sollte bei der Abnahme nicht unterschlagen werden. Letztlich sind die Gesamtkosten zu hoch um so
    Einen offenen Mangel zu tolerieren!

  2. Das Foto ist zum Thema Unfallverhütung und Sicherheitsvorschriften in einer Hauszeitschrift der Berufsgenossenschaft gut geeignet. Ich glaube da schlägt man die Hände über dem Kopf zusammen. Schon beängstigend wie der Arbeiter da auf der Leiter steht.