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So könnte es in einem Jahr an der Adendorfer Daimlerstraße aussehen, wenn die Ortsgruppe Adendorf-Scharnebeck der DLRG ihre Pläne verwirklicht hat. Grafik: Ingenieurbüro Tischler & Verges

DLRG: Traum "Fahrzeughalle" rückt näher

Adendorf. Wenn auf einem Gewässer rund um Lüneburg Not am Mann ist, sind sie zur Stelle. Am Inselsee und im Freibad Adendorf sorgen sie für die Sicherheit der Bädegäste. Jahr für Jahr bringen sie zahllosen Kindern das Schwimmen bei – und das sind nur einige Aufgaben der Mitglieder der Ortsgruppe Adendorf-Scharnebeck in der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG).

Der Kampf um eine geeignete Halle für ihre Fahrzeuge beschäftigt die Mitglieder zur Zeit am meisten. Und auf dem Weg zum großen Traum geht es gut voran, wie jetzt bei der Mitgliederversammlung im Hotel Teichaue deutlich wurde.

Gerät bisher unterschiedlich untergebracht

Ende 2014 stellten die DLRG-Verantwortlichen ihr Projekt Fahrzeughalle der Öffentlichkeit vor, die Planungen laufen schon zwei Jahre länger. Damals hatte die Gemeinde Adendorf der DLRG ein Grundstück an der Daimlerstraße angeboten. Jürgen Schmidt, Vorsitzender der Ortsgruppe Adendorf-Scharnebeck, bei der Präsentation des Projekts: „Um künftig unsere Einsätze schneller und effektiver durchführen zu können, möchten wir unser Gerät und Material zentral an einem Ort unterbringen.“

Die DLRG-Ortsgruppe Adendorf-Scharnebeck verfügt über drei Kraftfahrzeuge, zwei Motorboote mit dazugehörigen Trailern und seit kurzem über einen Anhänger für Material – das komplette Gerät ist je nach Jahreszeit an drei oder vier verschiedenen Stellen untergebracht. Geplant ist an der Daimlerstraße eine Stahlhalle mit einer Grundfläche von etwa 400 Quadratmern und mit vier Toren, die ausreichend Raum für Fahrzeuge und Gerät bietet. Darüber hinaus soll der Komplex Sozial- und Sanitärräume sowie ein kleines Büro enthalten.

Baugenehmigung in den nächsten Monaten erwartet

Schon vor einem Jahr trafen sich die Wasserretter auf dem 2000 Quadratmeter großen Gelände an der Daimlerstraße, um die Tannen und Fichten auf dem Areal zu entfernen. Danach tat sich – äußerlich – wenig, aber dieser Eindruck täuscht. Den Stand der Planungen erläutert Jörg Verges, zweiter stellvertretender Vorsitzender der Ortsgruppe Adendorf-Scharnebeck und Projektverantwortlicher für die geplante Fahrzeughalle. So wurde laut Verges bereits im vergangenen Herbst der Bauantrag für die Halle gestellt – kein einfaches Unterfangen, weil verschiedene Besonderheiten, etwa im Bereich der Entwässerung, in Form von „Befreiungen“ gemeistert werden mussten.

Die Baugenehmigung wird in den nächsten Monaten erwartet. „Nach Möglichkeit würden wir auch gern in diesem Jahr mit dem Bau beginnen“, erzählt Jörg Verges. Das wäre nach Ende der „Wachsaison“ im Herbst, wenn die Wasserretter wieder mehr Zeit hätten. Schon weit gekommen sind die DLRG-Verantwortlichen mit der Finanzierung – von den rund 356 000 Euro, die das Vorhaben kosten soll, sind mittlerweile 80 Prozent zusammen.

Aus Zuschüssen, Spenden und aus eigenen Mitteln. Auch Eigenleistung ist eingerechnet. „Und wir planen weitere Aktionen“, sagt Jörg Verges. „Für Spenden und Unterstützung jeglicher Art sind wir weiterhin dankbar“, sagt er.

Transparenz, vor allem auch gegenüber ihren künftigen Nachbarn, sei der DLRG wichtig, erklärt Jörg Verges. Gebäudepläne, Lagepläne und Informationen über die Nutzung gibt es hier.

Von Ingo Petersen

1466 Stunden Wachdienst geleistet

Die Ortsgruppe Adendorf-Scharnebeck der DLRG leistete im vergangenen Jahr 1466 Wachdienststunden am Scharnebecker Inselsee und im Adendorfer Freibad, 65 Wachgänger waren dabei. Viele Stunden war auch die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) aktiv – bei der Suche nach vermissten Personen und den monatlichen Übungen.

Zahlreiche Schwimmabzeichen wurden abgenommen, weitere Rettungsschwimmer ausgebildet. Für besonders langjährige Mitgliedschaft geehrt wurden bei der Jahreshauptversammlung Ulrike Verges (40 Jahre) und Thilo Distler (60 Jahre).