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Hans-Hermann Fricke zeigt den Besuchern die Schätze des Rathauses. Foto: be

In Lüneburg purzeln gleich mehrere Rekorde

Von Alexander Hempelmann
Lüneburg. Die einen schätzen die historischen Giebelhäuser in der Altstadt, die anderen wollen die Rote-Rosen-Heimat mal persönlich ken nenlernen, wieder andere möchten eine Heide-Wanderung mit einem Stadtbummel kombinieren: Lüneburg ist bei Touristen enorm beliebt. Und die Zugkraft reißt nicht ab, im Gegenteil: Die Lüneburg Marketing GmbH jubelt gleich über mehrere neue Rekorde, denn das Jahr 2016 war besser als alle anderen zuvor.

Der Städtetourismus boomt generell, davon profitiert Lüneburg: Die Zahl der Gästeankünfte lag im vorigen Jahr mit 164 845 noch einmal um 7,3 Prozent über dem bisherigen Spitzenwert von 2015. Und auch bei den Übernachtungen legte die Hansestadt zu: 334 175 waren es laut Landesamt für Statistik im vergangenen Jahr – das bedeutet ein Plus von 4,8 Prozent.

„Ein Grund für den starken Zuwachs liegt sicherlich auch in der steigenden Bedeutung des Deutschlandtourismus aufgrund der unsicheren politischen Lage in bevorzugten Reiseländern“, vermutet Claudio P. Schrock-Opitz, Geschäftsführer der Lüneburg Marketing GmbH. Vor allem in den Monaten Mai bis Oktober 2016 verzeichnete die Hansestadt einen starken Besucherstrom. Auffällig war außerdem der Dezember mit einem Plus von 9,0 Prozent. „In der Vorweihnachtszeit zieht natürlich unser Produkt ,Weihnachtsstadt Lüneburg‘ mit seinen zahlreichen Besonderheiten immer wieder neue Gäste“, ist Schrock-Opitz überzeugt.

Zahl der Touristen aus dem Ausland nimmt weiter zu

Lüneburg lockt längst auch über Ländergrenzen hinweg. Die Zahl der Touristen aus dem Ausland hat weiter zugenommen, und zwar um 6,8 Pozent. Beliebt ist die Hansestadt vor allem bei Dänen (5408 Ankünfte), dicht gefolgt von den Niederländern (3307) und den Schweden (2420).

Aus Sicht von Schrock-Opitz hat sich dabei auch die Marketing-Kooperation mit den Städten Braunschweig, Celle, Göttingen, Goslar, Hameln, Hannover, Hildesheim und Wolfenbüttel sowie mit der Autostadt Wolfsburg ausgezahlt, sie werben mit einem gemeinsamen Auftritt in den europäischen Nachbarländern.

Schrock-Optitz sagt: „In Spitzenzeiten gibt es in Lüneburg kaum noch freie Zimmerkapazitäten, das ist ein erfreuliches Ergebnis für die Hansestadt.“ Gleichzeitig aber ist das auch ein Hinweis, dass Lüneburg zumindest im Sommer ein weiteres Hotel locker vertragen könnte.

Die steigenden Besucherzahlen machen sich auch bei den Stadtführungen bemerkbar. 5272 Gruppen ließen sich im vergangenen Jahr die schönsten Seiten der Stadt zeigen. Das ist ein Plus von stolzen 10,6 Prozent. Ebenso erfreut sich das Lüneburger Rathaus wachsender Beliebtheit. 23 021 Gäste nahmen 2016 an einer Führung durch die Räume des Verwaltungssitzes teil, das ist ein Rekordzuwachs von 22,41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

5 Kommentare

  1. Super jetzt braucht man nur noch daran denken das hier tatsächlich Lüneburger wohnen und sich auch bewegen in der tollen Stadt. Es kann nicht sein, das Besucher in Gruppen oder Autos in der Innenstadt und die ständigen Busse am Markt vorfahrt haben und selber muss man ständig Slalom laufen. Bitte jetzt nicht das oh wir verdienen doch alle daran nein das tun wir nicht und auf die Frage hat er Ahnung von dem was hier passiert und auch da ein ja.Ich bin hier geboren und für die älteren ja auch ich bin älter.Also bitte mehr Einnahmen des tollen Tourismus in die Stadt investieren dann hat auch jeder was davon.Das ca hundert Millionen Gebäude hat wohl mehr Geld anderer gekostet als genug da ist es echt armselig Straßen mit Sand auf zu füllen.

    • Keine Sorge! Bald wohnen sowieso keine Lüneburger mehr in der Innenstadt. Bei DER Nachfrage ist es doch viel attraktiver, Wohnungen über airbnb an Touristen zu vermieten.

  2. Wenn man erkennt, dass die Region drumherum 6% gewachsen ist, ist der Erfolg von Lüneburg eher unterdurchschnittlich. Das ist auch kein Wunder, hat man mit Herrn Schrock-Optiz ja auch einen Buchhalter eingestellt, statt einen Marketingmann. Neue Impulse im Stadtmarketing gibt es gar keine. Und für den Trend zum Deutschlandurlaub kann er ja gar nichts. Wäre dieser Trend nicht, würde es düster in Lüneburg

  3. Warum müsst Ihr immer alles mies machen, ich bin 70 Jahre, in Lbg. geboren und lebe jetzt im Speckgürtel von HH. Ich freue mich immer wenn ich mal wieder meiner Heimatstadt einen Besuch abstatte, ob im Sommer oder im Winter. Es hat sich im laufe meines Lebens sehr viel, wie ich meine, sehr viel gutes in der Stadt getan. Die Straßenführungen haben sich geändert, so dass ich mich manchmal zurecht suchen muss, was ich gut finde, denn dadurch gehe ich bewusster durch die Stadt, als mancher der dort immer lebt. Wenn ich daran denke wie es zu meiner Kindheit in manchen Straßen aussah und wie schön die Straßenzüge jetzt sind, dank der Altstadtsanierung. Die Soldaten sind weniger geworden, dadurch gibt es jetzt die Studenten, das Stadtbild ist jung, das finde ich sehr schön, wenn ich auch bedaure, dass es viele Geschäfte und Cafés nicht mehr gibt, aber das ist der Lauf der Zeit, wie trostlos war früher das Wasserviertel und wie schön ist es heute. Ich bringe oft Gäste mit in die Stadt um zu zeigen wie schön Lüneburg ist, also bitte liebe Lüneburger, freut Euch über Eure schöne Stadt und dass sie so viele Gäste begeistert.

    • Sehr geehrte Frau Bauer,

      Sie liefern auch gleich den Grund für Ihr Unverständnis mit:“… lebe jetzt im Speckgürtel von HH..“!
      Wer immer nur touristisch auf Stippvisite vorbei kommt, kann die alltäglichen Probleme dieser Stadt auch gar nicht erkennen.
      Ein paar Beispiele: mangelhafte Radverkehrsinfrastruktur, ungehemmte Versiegelung von Flächen, die Einwohnerzahl wächst aber die Stadt hat wohl vergessen die Gesamtverkehrsinfrastruktur anzupassen oder besser voraus zu Planen, erhebliche Preissteigerungen im Wohnmietenbereich, marode Straßen und, und ,und.
      Natürlich hat LG auch schöne Seiten und auch positive Entwicklungen, aber solange die Stadtverwaltung die Probleme nicht richtig anpackt, ist es doch fast eine Pflicht das wir Bürger stetig darauf hinweisen.
      Schließlich vermittelt mir unser aller Oberuli ständig, ob bewusst oder unbewusst, den Eindruck das für Neubürger und/oder potentielle Neubürger der rote Teppich ausgerollt wird und alle anderen gucken in die Röhre.