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„Migrantinnen auf Erfolgskurs“ lautet der Titel der Ausstellung über Frauen, die beruflich Fuß gefasst haben. Foto: nh

VHS-Ausstellung widmet sich Migrantinnen

Lüneburg. Welche beruflichen Wege schlagen Migrantinnen ein? Wie lange dauert es, einen Job zu bekommen oder sich selbstständig zu machen? Diese Fragen beantwortet beispielhaft eine Ausstellung vom 28. März bis zum 26. April in der Volkshochschule an der Haagestraße. Gezeigt werden Portraits von Migrantinnen aus der Region, die sich beruflich etabliert haben. Die Ausstellung wird am 27. März um 18 Uhr durch Ratsfrau Dr. Gülbeyaz Kula eröffnet. Im Anschluss gibt es eine Talkrunde, später folgen Musik- und Tanzdarbietungen.

Frauen, die sich nicht entmutigen lassen

Die Frauen, denen sich die Ausstellung widmet, kommen aus Syrien, Kenia, Chile, Griechenland, dem Iran, Russland, Pakistan, Kolumbien und China. Sie haben etwas gemeinsam: ihre Ausbildung und ihren Berufsweg in Deutschland haben sie selbst aktiv gestaltet. Schwierigkeiten wie Sprachbarrieren, Rassismus im Alltag oder nicht anerkannte Berufsabschlüsse konnten sie nicht entmutigen. Sie haben sich Beratung gesucht, kompetente Unterstützung, freundliche Kolleginnen und neue Freundinnen gefunden. Sie haben sich ihren Platz erkämpft.

Heute geben sie die Hilfe, die sie selbst erfahren haben, an andere weiter, an Migranten wie Deutsche: durch Sprachkurse und Übersetzungen, Patenschaften und Austauschprogramme oder Eltern-Kind-Gruppen. Die Kultur ihres Herkunftslandes verbinden sie mit ihrem neuen Leben in Deutschland, indem sie zum Beispiel orientalische Tanz- und Kochkurse geben, ihre Muttersprache an der Volkshochschule und der Universität vermitteln oder mit einer eigenen Musikband bei öffentlichen Auftritten begeistern.

Die Porträts zeigen: Frauen mit Migrationserfahrung sind kreativ und leistungsstark, weltoffen und risikofreudig. Die Ausstellung ist eine Kooperation der Koordinierungsstelle Frau & Wirtschaft, der Volkshochschulen in Lüneburg und Harburg. lz