Aktuell
Home | Lokales | Mehr Programm für verkaufsoffene Sonntage in Lüneburg
Machen mit „Goldburgern“ aus Lüneburg Appetit auf die verkaufsoffenen Sonntage: (v.l.) Hans-Heinrich Kruse von den Waldmärkern, Musikerin Miss Allie, Claudio Patrik Schrock-Opitz vom Stadtmarketing, Cord Wöhnecke von den Marktbeschickern, Heiko Meyer vom Lüneburger Citymanagement, Citymanager Mathias Schneider und Jochen Manske, der die Foodtruck-Aktion organisiert. Foto: be

Mehr Programm für verkaufsoffene Sonntage in Lüneburg

Lüneburg. „Wir müssen uns immer wieder neu erfinden.“ Mathias Schneider, Citymanager der Lüneburg Marketing GmbH, weiß, dass offene Geschäfte an Sonntagen Lüneburger und Besucher in die Innenstadt ziehen. Er weiß aber auch, dass das Einkaufserlebnis durch Aktionen interessanter wird. Die ersten zwei der insgesamt vier verkaufsoffenen Sonntage Lüneburgs in diesem Jahr stehen unter den Mottos „Lüneburg gibt den Ton an“ und „Lüneburg ganz kulinarisch“.

Live-Musik zum verkaufsoffenen Sonntag

Wenn die Geschäfte am 2. ­April von 13 bis 18 Uhr öffnen, gibt es an fünf Punkten im Zentrum Live-Musik. Mit dabei sind Jesse Ives sowie Miss Allie, die neben Coversongs wie „I‘m on fire“ oder „Ring of fire“ eigene Lieder von ihrem aktuellen Album spielt und singt. Joh Lowmax präsentiert Titel aus seinem gerade erschienenen Werk „Going Home“. Mit Popnummern stellt sich die noch junge Musikschule Am Sande vor.

Mit elek­tronischer Clubmusik und Saxofonsounds überzeugen will das Trio Brass Riot. Für ihre brasilianischen und lateinamerikanischen Klänge bekannt ist die Truppe Samba das Salinas. Und quer durch die Stadt zieht die Marchingband Blue Dragons. Die Musiker wechseln sich an den Standorten ab, spielen abwechselnd An der Münze, An den Brodbänken, Am Berge, in der Bäckerstraße und in der Grapengießerstraße.

Foodtrucks treffen sich am Sande

Auch die Geschäftsleute kündigen Aktionen an. Die Genusswelt beispielsweise backt Waffeln für den guten Zweck, der Erlös geht an die Kindertafel. Mathias Schneider empfiehlt den Besuch der Ausstellung „Stilblühten – Collagearbeiten und Übermalungen“ der Künstlerinnen Silvia Zschokelt und Jessica Kulp im Modecafé Aust.

„Lüneburg ganz kulinarisch“ heißt es am 28. Mai. Dann machen mehr als ein Dutzend sogenannter Foodtrucks, also Fahrzeuge mit Essensangeboten, ab 11 Uhr auf dem Platz Am Sande Station. Laut dem Organisator Jochen Manske vom Unternehmen Lunch-Karawane präsentieren die rollenden Küchen unter anderem karibisches und mexikanisches Essen, laktosefreie Crêpes, Biorindfleischburger und Sushi-Burritos.

Noch mehr Programm

Parallel präsentieren sich vor der IHK „Die Waldmärker“. Das ist die Forstwirtschaftliche Vereinigung Lüneburg GmbH, ein Verbundsystem aus Forstbetriebsgemeinschaften. Waldmärker sind alle angeschlossenen Waldbesitzer sowie die Mitarbeiter der Organisationen. Neben Informationen gibt es auf einer Bühne Kleinkunst. Zudem wird ein 40-Tonner mit Holz auf dem Markt geparkt.

Die Sonntage werden auch auf einem neuen Weg beworben, Heiko Meyer vom Lüneburger Citymanagement: „Zusätzlich zur üblichen Werbung fahren wir neu auf der Facebook-Schiene.“ Die beiden weiteren verkaufsoffenen Sonntage sind am 3. September und 29. Oktober.

Von Rainer Schubert

9 Kommentare

  1. “ Zudem wird ein 40-Tonner mit Holz auf dem Markt geparkt.“ Wow! Das ist ja geil. Die lassen sich echt was einfallen. Da muss man (nicht) hin.

    • mecker mecker mecker … Ob man jetzt einen verkaufsoffenen Sonntag für sinnvoll hält oder nicht. Aber die Bemühungen auf einen „40-Tonner Holz“ zu beschränken, finde ich schon sehr unfair !! Wird ja keiner gezwungen hinzugehen … und jetzt stellen Sie sich mal vor .. jeder der nicht hingeht (aus welchen Gründen auch immer) schreibt hier einen Post.. 😉

      • Das wärn dann allein in LG schon 76 789 Postbeamte. Genau 147 mehr als Einwohner. Weil die hättn noch schnell geschrieben, bevor se weggezogen sind … Da würd Klaus Mertens denn aber kucken…

  2. Heiko Meyer vom Lüneburger Citymanagement: „Zusätzlich zur üblichen Werbung fahren wir neu auf der Facebook-Schiene.“

    Womit nur? Wird der Goldburger „aufgegleist“?

    Das weckt Erinnerungen: Gut zwanzig Jahre nach den massenhaften Ufo-Sichtungen in Belgien konnten in Lüneburg noch immer außergewöhnliche Phänomene beobachtet werden. So etwa im Coffee Shop No. 1, den ich seit Jahren aufsuche, weil man dort nicht von viel zu lauter Musik belästigt wird. Eines Nachmittags, als ich dort als einziger Gast saß und Kuchen mit viel Schlagsahne verzehrte, benahmen sich die Serviererinnen plötzlich seltsam. Sie standen beieinander und starrten ratlos in die Höhe. Ihrem aufgeregten Flüstern und Raunen entnahm ich, daß ihnen an der Decke des großen Raums runde Lichterscheinungen aufgefallen waren, die sie sich nicht erklären konnten. Den Blick hebend, sah ich, was sie meinten. Zunächst vermutete ich Reflexionen von Geschirr, Zuckerstreuern oder anderen in Frage kommenden Gegenständen, doch die Serviererinnen, denen ich meine naheliegende Hypothese nannte, konnten dieselbe schnell widerlegen. Nun starrte auch ich ratlos in die Höhe. Der herbeigerufene Geschäftsführer konnte ebenso wenig zur Lösung des Rätsels beitragen und suchte unter fadenscheinigen Reden schnell das Weite. Weil die Lichterscheinungen an der Decke keinen nachteiligen Einfluß auf den Kuchen zu haben schienen, wollte ich ein zweites Stück bestellen. Da kam der Oberbürgermeister herein und wußte sofort genau Bescheid.

    • Was reden Sie da? Und was hat das mit dem verkaufsoffenen Sonntag zu tun?

      • João José Werzbitzki

        Tja, mein lieber Danielé, wenn Sie das wirklich nicht selbst rausfinden können, hilft nur, schnell mal Heiko Meyer oder den OB zu kontaktieren, würde ich sagen.

        Für mich als alteingesessenen Stadtmarketingfuchs war es ganz leicht, die Botschaft und den Zusammenhang zu erkennen.

  3. Selten bescheuert ist es freilich, die an Karstadts Süßwarenstand gekaufte Tafel »Feodora Edelbitter Sahne« zusammen mit dem an Karstadts Grilltheke gekauften halben Hähnchen im vollgepackten Rucksack zu verstauen, es sei denn, man hat nach der Heimkehr gleich Lust auf einen schönen Schluck heiße Schokolade.

    Meine Meinung!

  4. verkaufsoffene sonntage gehören zur volksverdummung eben dazu. schmunzel.

    • Nicht imma so neckativ, Bruns! Sie könnten von Glühweintrinkern lernen, was jeder weiß, der einmal Kind war: laktosefreie Crêpes und Sushi-Burritos schmecken wirklich gut, und Schenken macht glücklich.