Mittwoch , 19. September 2018
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Die Tagung der Fachkommission unter Leitung von Karl Jasper hatte Dr. Frohmute Burgdorf sozusagen nach Lüneburg gelenkt. Foto: sp

Städtebauförderer loben Lüneburg

Lüneburg. „Die mittelfristige Finanzplanung des Bundes geht davon aus, dass mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr für die Städtebauförderung bereitgestellt werd en. Davon profitiert auch die Hansestadt Lüneburg. Bei einem Rundgang haben wir einen guten Eindruck gewonnen, was die Stadt bereits mit Fördermitteln zum Beispiel in der Westlichen Altstadt und im Wasserviertel realisiert hat“. Das sagte Karl Jasper, Vorsitzender der Fachkommission Städtebau, am Rande einer zweitägigen Tagung in Lüneburg.

Der Fachkommission Städtebau gehören Experten aus den 16 Bundesländern an, die der Bundesbauministerkonferenz beratend bei Entscheidungen für das Städtebau, Bau- und Wohnungswesen zur Seite stehen. Zweimal pro Jahr treffen sie sich in unterschiedlichen Städten. Der Tagungsort Lüneburg war diesmal unter Federführung von Dr. Frohmute Burgdorf, Leitende Ministerialdirigentin im Referat Recht und Förderung des Städtebaus im niedersächsischen Sozialministerium, gewählt worden, weil Lüneburg beispielhaft ist bei der Umsetzung von Städtebauförderung. Anfang März hatte bereits der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil mit seinem Kabinett zu diesem Thema in der Hansestadt getagt.

Diskutiert habe man unter anderem den aktuellen Stand der Novelle des Baugesetzbuches, so Jasper. Außerdem habe man sich mit dem Thema Wohnraumbeschaffung auseinander gesetzt. Dazu müsse mehr Bauland zur Verfügung gestellt werden. Doch nicht jeder Eigentümer von Flächen sei dazu bereit. Diskutiert wurden Instrumente, um Rahmenbedingungen zu schaffen, die Eigentümer besser überzeugen.

Stadtbaurätin Heike Gundermann informierte über die Sanierungsgebiete

Ein weiteres zentrales Thema war das neue Städteförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“, das Bundesbauministerin Barbara Hendricks auf den Weg bringen will. „Das ist ein wichtiger Baustein für die moderne Stadtentwicklung“, sagt Jasper. Gefördert werden damit neue Parks, kleinteilige Grünflächen, die Renaturierung von Wasserläufen oder die Herrichtung von Uferzonen. „Das sind wichtige Maßnahmen für die Aufwertung öffentlicher Räume und ein Zeichen dafür, dass wir Lebensqualität mit mehr Grün erreichen müssen.“ Gleichzeitig bedeute das aber auch, dass Nachverdichtung nur mit Maß gemacht werden dürfe.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge hatte die Fachkommission zum Auftakt begrüßt. Stadtbaurätin Heike Gundermann informierte über die Sanierungsgebiete und die Verwendung der Städtebaufördermittel. as