Donnerstag , 15. November 2018
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Blumen für den Wahlsieger: Alexander Schwake setzte sich beim Nominierungsparteitag des CDU-Kreisverbands Lüneburg gegen Niels Webersinn (l.) und Evelin Tiedemann durch. Kreisvorsitzender Günther Dubber gehörte zu den Gratulanten. Foto: us

Landtagswahl: Alexander Schwake ist CDU-Direktkandidat

Von Ulf Stüwe
Handorf . Es war knapp geworden in Handorf, knapper, als manch einer der Teilnehmer der CDU-Nominierungsveranstaltung am Freitagabend in Beneckes Gasthaus wohl erhofft hatte. Zwar sah es nach dem ersten Wahldurchgang für Niels Webersinn, der gefühlt von vielen als heimlicher Favorit des CDU-Kreisverbands Lüneburg für die Wahl des Direktkandidaten zur Landtagswahl 2018 gehandelt wurde, noch gut aus. Auf ihn entfielen mit 34 die meisten der 80 abgegebenen Stimmen, doch Alexander Schwake und Evelin Tiedemann waren mit 25 und 21 Stimmen dichtauf. Im zweiten Wahlgang dann die Überraschung: Mit 42 von 77 gültigen Stimmen setzte sich Alexander Schwake deutlich gegen Niels Webersinn durch, der es bei einer Enthaltung auf 34 Stimmen brachte.
„Ich bin selbst immer noch überrascht“, sagte Schwake nach seiner Nominierung. Der 25-Jährige ist damit stärkster Herausforderer von Andrea Schröder-Ehlers, die bereits 2013 für den Wahlkreis 49 mit Lüneburg und den Samtgemeinden Amelinghausen, Gellersen und Bardowick als Direktkandidatin der SPD in den Landtag eingezogen war.
„Ich möchte den Menschen in der Region ein gutes Leben ermöglichen!“, rief Schwake den Parteimitgliedern in seiner Rede zu, in der er den Bogen weit spannte: Der reichte von der Förderung des Heidetourismus und mehr Polizisten für die Region über verbesserten Lärmschutz, den Bau der Elbe-Brücke bis zu mehr Kontinuität im Bildungssektor und stärkerem Vorgehen gegen den Wolf. „Und ich werde das Lüneburger Direktmandat zurückholen“, versprach der gelernte Betriebswirt seinen Parteifreunden.
Evelin Tiedemann setzte auf eine Stärkung der Frauen in der Politik, sie selbst sah sich als „Alternative gegen die Männlichkeit“. Ein Gleichgewicht der Geschlechter in der Landtagsfraktion sei wichtig, „Frauen reagieren anders als Männer“. Aber auch sie hob die klassischen CDU-Politikfelder Bildung, Sicherheit, Internet und Bürokratieabbau hervor.
Ebenso warb Niels Webersinn, der sich vom Wahlausgang sichtlich überrascht zeigte, um die Stimmen der Basis. Ob aber dessen umfangreiches Bündel an Maßnahmen und Zielen bei den Parteimitgliedern nicht griff oder parteiinterne Querelen den Ausschlag gaben, blieb an dem Abend offen. Webersinn wie auch Evelin Tiedemann sicherten Schwake aber ihre Unterstützung im kommenden Landtagswahlkampf zu.

11 Kommentare

  1. den Bau der Elbe-Brücke bis zu mehr Kontinuität im Bildungssektor und stärkerem Vorgehen gegen den Wolf.dieses reicht schon,ihn nicht zu wählen. er läuft seinem alten kader nur hinterher. neue ideen fehlanzeige.

    • Liebe Herren Schwake und Webersinn

      Über die Handorfer Ereignisse, ihre Vorgeschichte und ihre möglichen Folgen wird bereits seit zwei Tagen kenntnisreich diskutiert. Vielleicht haben Sie Lust (oder sehen die Notwendigkeit) auch an der Debatte mit Ihren jüngeren und älteren Wähler*inne*n teilzunehmen, Ihre Sicht darzulegen oder einfach zu erklären, was Sie ab nun für einen guten christdemokratisch-unionistischen Kurs halten. Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören!

      Hier gelangen Sie ins Forum: https://jj12.wordpress.com/2017/04/02/das-u-verdient-bei-der-lueneburger-cdu-mehr-beachtung/

      MfG, Ihre Gabriele Obermann

      • Hallo Herr Schwake und Webersinn

        Fänden wir auch prima, wenn Sie sich dazu herbeiließen! Aktiv an der politischen Aufklärung mitarbeiten! Das ist immer eine gute Sache.

        Ihre Leuphana-Combo

      • Hallo Herr Schwake und Ratsherr Webersinn

        haben Sie den Bürger-Dialog aufgegeben oder kommt da noch was bei Blog.jj von Ihnen?

        LG, Ihre Leuphana-Combo

    • Alexander Schwake ist Digitalisierungseuphoriker. Ist das okay? Und passt das zu einem, der den Menschen in der Region ein gutes Leben ermöglichen möchte?

      Zwar, das Dasein im mittelalterlichen Lüneburg war schon eine rechte Plackerei. Von Sonnenauf- bis -untergang malochten die Menschen damals auf den roten Feldern und in den engen Schächten der Manzkeschen Tiefgaragen, nur um gerade so über die Runden zu kommen, und litten gleichwohl unter Hunger und Mangelernährung aufgrund wetterbedingter Mißernten. Die Sterblickeit war hoch, die Lebenserwartung gering. Ja, es muß wahrlich ein Jammertal gewesen sein. Auf der anderen Seite: Es fehlten jegliche moderne Kommunikationsmittel. Das bedeutete: Keine ständige Erreichbarkeit durch den Lehnsherren!

    • Liebe Herren Schwake und Webersinn

      Es ist hohe Zeit, sich in die Debatte einzuschalten: https://jj12.wordpress.com/2017/04/02/das-u-verdient-bei-der-lueneburger-cdu-mehr-beachtung/

      Sonst verfestigt sich in den Köpfen womöglich ein Bild von Ihnen, das bei den allmählich aus den Semesterferien zurückflutenden Jungwählerscharen auf Jahre hinaus nicht mehr zu korrigieren sein wird.

      Ihre Gabriele Obermann (Ersti, KuWi, Läufi)

    • Schwake und Webersinn haben einfach nichts zu sagen.

      Meine Erhlärung von den ihren Stillschweigsamkeitsverhalten!

  2. Wenn das ein Foto mit Ton wäre könnte man das Zähne knirschen von Herrn Webersinn hören. Er wirkt doch sichtlich geschockt und irritiert. So schnell können Träume platzen. Vielleicht war er in seiner bisherigen Selbstinszenierung doch etwas zu forsch und selbst verliebt.

    • Lustig!
      Ist der Alex so ein Aufrüstungsleuphanatiker? Rheinmetall und Rausmetall? Hat er denn selbst auch schon gedient? Weiß er aus eigener Erfahrung, zu welchem Thema er am Marktplatz Jubelkartons über seiner gewaltigen Kastenbrille schwenkt?