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Die Landesstraße zwischen Lüneburg und Sülbeck muss an einigen Stellen erneut saniert werden. Foto: t&w

Wieder Reparaturen auf der L221

Lüneburg. Die marode Landesstraße 221 von Lüneburg in Richtung Bleckede empfanden viele Verkehrsteilnehmer als Ärgernis, die Schlaglöcher li eßen die Fahrbahn zur Holperstrecke werden. Im vergangenen Jahr sanierte die Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr einen Teilbereich. Und nicht einmal sieben Monate später müssen die Arbeiter wieder ran, auf LZ-Nachfrage kündigt Dirk Möller, Geschäftsbereichsleiter der Behörde, Nachbesserungen an: „Sie laufen voraussichtlich in der 20. Kalenderwoche, also ab dem 15. Mai – das ist allerdings witterungs- und temperaturabhängig.“ Eine Vollsperrung aber werde es nicht geben: „Die Arbeiten erfolgen in Abschnitten bei halbseitiger Sperrung.“

Straße war bereits Oktober 2016 gesperrt

Die L 221 war vom 3. bis 19. Oktober 2016 in Richtung Bleckede zwischen Lüneburg und Neu Wendhausen voll gesperrt, fünf Tage länger als zunächst geplant. Der Verkehr aus Richtung Lüneburg wurde über eine Umleitungsstrecke auf die Bundesstraße 216 über Barendorf geleitet und aus Richtung Bleckede umgekehrt. Die Zu- und Abfahrten aus dem Gewerbegebiet Hafen waren während dieser Bauphase in beiden Richtungen gesperrt.

Einer, der sich über die Strecke aufregt, ist LZ-Leser Heinrich Steep aus Bleckede. Nach der längeren Bauzeit habe er „14 Tage lang den Rollsplitt genossen und dabei die Fahrbahn geglättet und zwei Wochen danach wurden endlich die Fahrbahnmarkierungen aufgemalt“. Steep kritisiert: „Die Schlaglöcher sind überwiegend noch vorhanden – allerdings nicht mehr so tief wie früher.“
Den Grund dafür kennt Dirk Möller: „Punktuell haben sich von der unter dem neuen Asphaltbelag liegenden alten Asphaltschicht Bereiche gelöst, die zu den Schäden an der Oberfläche führen.“

L221 soll in diesem Jahr als Ausweichstrecke dienen

Die Maßnahme inklusive der Oktober-Arbeiten habe eine Auftragssumme von 276 000 Euro: „Sie ist aber noch nicht abgerechnet.“ Bereits fünf Jahre zuvor waren die Schlaglöcher der Landesstraße mit einem sogenannten Dünnschicht-Belag aufgefüllt worden. Der Zeitpunkt für die Sanierung im Herbst 2016 wurde laut der Landesbehörde aus zwei Gründen gewählt: Die Straße sollte für den Winter verkehrssicher gemacht und so weit hergerichtet werden, dass sie in diesem Jahr als Ausweichstrecke genutzt werden kann. Denn voraussichtlich ab Anfang Mai wird die Ortsumfahrung Dahlenburg ausgebaut, hier ist mit mindestens vier Monaten Bauzeit zu rechnen.

Die Arbeiten an der L 221 im Mai sind nicht die letzten. Bereits im September hatte Gesa Schütte, Leiterin des Bereichs Bauen, angekündigt: „Möglicherweise werden wir an diesen Straßenabschnitt in absehbarer Zeit nach Fertigstellung der Dahlenburger Ortsumgehungs-Erweiterung noch einmal rangehen müssen.“ Aus dem „möglicherweise“ ist ein „sicher“ geworden, denn Dirk Möller sagt: „Mittelfristig müssen wir dort grundlegend reparieren.“ Denn unter dem maroden Asphalt befänden sich auch noch Betonplatten – mit ein Grund dafür, dass die Asphaltschicht immer wieder brüchig werde. Ein Termin steht allerdings noch nicht fest.

Von Rainer Schubert

Reparaturen auf der L221

Saniert worden ist die Landesstraße 221 schon mal vor knapp sechs Jahren. Im Oktober rückten die Arbeiter erneut an und müssen nun im Mai wieder kommen, dann wird die Strecke zwischen Lüneburg und Neu Wendhausen immer abschnittsweise auf einer Fahrspur gesperrt.
  Grafik: ck