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So soll die neue Sporthalle der BBS am Schierbrunnen aussehen. Das Architektenbüro ist dasselbe, das auch die Multifunktionshalle „Arena Lüneburger Land“ plant. Grafik: architektenbüro brocklage + buddelmeyer

Landkreis Lüneburg: Millionen fließen in die Schulen

Lüneburg. Die Mitglieder des Kreistagsausschusses für Hochbau und Energiesparmaßnahmen sind es gewohnt, mit hohen Millionenbeträgen zu jonglieren. Bei der jüngsten Sitzung im Kreishaus trug Detlef Beyer, Leiter der Gebäudewirtschaft des Landkreises, die für das Haushaltsjahr 2017 geplanten Baumaßnahmen vor.

Das Investitionsvolumen in diesem Jahr: rund 11,14 Millionen Euro. „Im vergangenen Jahr waren es rund 11,9 Millionen Euro“, erklärte Beyer. Der weitaus größte Teil der Investitionen fließt in umfangreiche Maßnahmen an den Schulen des Landkreises.

Nur fünfstellige Beträge investiert der Landkreis dagegen in andere Bereiche, etwa 72 000 Euro in die Umgestaltung des Michaelisgeländes zu Füßen der Michaeliskirche oder 44 000 Euro in die Schaffung neuer Büroräume im Gebäude der Kfz-Zulassungsstelle.

Detlef Beyer trug auch die im vergangenen Jahr durchgeführten Baumaßnahmen vor – zu den größten zählten die Sanierung des vom Gymnasium genutzten Gebäudetrakts 4 am Schulzentrum Oedeme für zwei Millionen Euro sowie der Bau einer Asylbewerberunterkunft in Embsen für 1,5 Millionen Euro.

Die größten der 2017 vorgesehenen Projekte:

Schulzentrum Oedeme, große Sporthalle: 2,17 Millionen Euro sind eingeplant für die Sanierung von Decken, Fassaden und Haustechnik. Die Arbeiten sollen noch in diesem Monat beginnen. Die Arbeiten finden in den Bereichen statt, die nicht von der 2008/2009 durchgeführten Sanierung betroffen waren.

Berufsbildende Schulen auf dem Schwalbenberg: 2,08 Millionen Euro plant der Landkreis Lüneburg im laufenden Jahr ein für die Errichtung einer neuen Schulsporthalle im Bereich Schierbrunnen, die auch noch vier allgemeine Unterrichtsräume enthalten soll (Gesamtinvestition: 2,65 Millionen Euro). Die Erdarbeiten dort sind bereits im Gange, die Erstellung der Fassade erfolgt in Industriebauweise.

Schulzentrum Scharnebeck: 730 000 Euro sollen fließen für die Sanierung und Modernisierung des Ostflügels der Oberschule, den insgesamt achten Bauabschnitt bei der gründlichen Sanierung des Schulzentrums. Das Schulzentrum wird mit Fertigstellung der Maßnahme komplett saniert sein – es fehlt noch die große Sporthalle.
Berufsbildende Schulen III und II: 368 000 Euro für die BBS III, 363 000 Euro für die BBS II – an beiden Schulen investiert der Landkreis weiter in den Bereichen Brandschutz und Elektro­sanierung.

Schulen allgemein: 200 000 Euro sind für verschiedene Schulen im Landkreis vorgesehen, um dort die baulichen Voraussetzungen für die inklusive Beschulung zu schaffen oder zu verbessern.
Berufsbildende Schulen III: 212 000 Euro sollen fließen in die Neuausstattung von zwei Hauswirtschaftsküchen, weitere 100 000 Euro als Planungskosten in den vorgesehenen Bau eines „Grünen Hauses“ fließen, der das bisherige „Gewächshaus“ ersetzen soll (Gesamtkosten: 400 000 Euro).

Berufsbildende Schulen I: 180 000 Euro plant der Landkreis im laufenden Jahr für die Erweiterung und den Umbau des Verwaltungsbereichs ein.
„Eine gelungene Sache“, lobte Ausschussmitglied Rolf Rehfeldt (Grüne) das Programm des Landkreises, dem der Ausschuss auch einstimmig zustimmte.

Sporthallenpfusch

Die Dreifeldsporthalle der Berufsbildenden Schulen (Spillbrunnenweg) wurde 1979 errichtet, nach einem Wasserschaden im Jahr 2000 wurden Schadstoffe festgestellt, die Halle wurde in wesentlichen Teilen zurückgebaut und neu errichtet. Ruhe hat der Landkreis mit der Halle aber dennoch nicht: Erneut traten Wasserschäden auf. Vor zwei Jahren belegte ein Gutachten, dass beim Wiederaufbau der Halle Teile der Dacharbeiten nicht fachgerecht ausgeführt worden waren.

Während des Baus, berichtete Daniel Bentlage von der Gebäudewirtschaft, sei das Dach­deckerunternehmen in Konkurs gegangen, eine am Bau beteiligte Metallfirma übernahm die Arbeiten. Das Ergebnis ist offensichtlich mehr als mangelhaft. 275 000 Euro werden den Landkreis die notwendigen Sanierungsarbeiten kosten, die für die Sommerferien geplant sind. Bentlage: „Das komplette Dach muss geöffnet werden.“

Damit, dass der Landkreis auf den Kosten sitzen bleibt, wollten sich Ausschussmitglieder aber nicht abfinden. „Bei solchen Mängeln müsse es doch auch nach 17 Jahren noch eine Haftung geben“, meinte Wolfgang Marten (SPD). Hans-Richard Maul, Servicebereichsleiter beim Landkreis Lüneburg, sicherte zu: „Das prüfen wir.“

 

One comment

  1. Warum kann denn in Oedeme und in der BBS eine Deckenhöhe eingeplant werden, die es den Volleyballern ermöglicht dort Bundesliga Volleyball zu spielen? Dann kann sich Hoppe seine Disko selber bauen, die Stadt hält in der Leuphana ihre Veranstaltungen ab und alle sind glücklich. Oder wäre das zu preiswert? Wenn die Stadt und der Landkreis mehr ausgeben wollen können sie ja noch einen Kunstrasenplatz und einen Rasenplatz mit ein paar Zuschauerrängen bauen und es sind noch mehr zufrieden.