Dienstag , 17. September 2019
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Erst getrunken, dann gestritten: Ein 23- und ein 31-Jähriger gerieten stark alkoholisiert aneinander. Dabei verletzte der Jüngere den Älteren mit einem Messer schwer. (Foto: A/t&w)

Bundeskriminalamt warnt vor gefälschten Briefen

Lüneburg. Das Bundeskriminalamt warnt vor einer neuen Betrugsmasche: Derzeit würden bundesweit Briefe verschickt, die durch ihre Aufmachung scheinbar vom Bundeskriminalamt (BKA) stammen. Mit einem angeblichen BKA-Logo und dem entsprechenden Briefkopf wirken sie auf den ersten Blick seriös.
Auch in Lüneburg und Umgebung seien solche Briefe bereits aufgetaucht, erklärt die Polizei. In ihnen berichten die Verfasser von Wohnungseinbrüchen organisierter Banden in der unmittelbaren Nachbarschaft und warnen vor verschiedenen Betrugsmaschen. Außerdem sei darin eine angebliche BKA-Telefonnummer (0611/14717446) angegeben.

Dahinter verbergen sich laut BKA jedoch Betrüger in Call-Centern im Ausland. Diese Nummer sollte nicht gewählt werden! Wählen die Opfer diese Nummer, würden sie von den Tätern in ein Gespräch verwickelt werden, in dem ihnen geraten werde, ihr Vermögen vor Einbrechern zu sichern. Hierfür solle man Schmuck, Bargeld und andere Wertgegenstände außerhalb der Wohnung deponieren, damit BKA-Beamte die Wertsachen unbemerkt zur „Vermögenssicherung“ abholen und aufbewahren können.

Täter organisieren so Einbrüche

Hat diese Masche Erfolg, würden sie sich unter der gleichen Nummer sogar zurückmelden und von den Opfern fordern, sich zu ihrem eigenen Schutz in Sicherheit zu bringen oder ihre Wohnungen für bestimmte Zeit zu verlassen. In der Zeit brechen Komplizen in die Wohnungen ein.

BKA und Polizei raten: Wenn Sie solche Schreiben erhalten, reagieren Sie nicht darauf! Rufen Sie die angegebene Nummer (0611/14717446) nicht an! Das BKA würde Sie niemals unaufgefordert mit einem solchen Brief persönlich an Sie wenden. Das BKA würde Sie nie auffordern, Geld oder Wergegenstände zur „Vermögenssicherung“ herauszugeben. Und Sie auch niemals telefonisch zum Verlassen Ihrer Wohnung auffordern.

Wenn Sie von der genannten Nummer angerufen werden, lassen Sie sich nicht in ein Gespräch verwickeln, legen Sie einfach auf. Auch wenn Sie unter Druck gesetzt und Ihnen mögliche staatliche Konsequenzen angedroht werden: Lassen Sie sich nicht verunsichern. Brechen Sie den Kontakt ab. Wer bereits Opfer geworden ist, wird gebeten, eine Strafanzeige bei seiner örtlichen Polizeidienststelle zu erstatten. Auf der Website www.polizei-beratung.de, sowie bei jeder Polizeidienststelle finden Sie weitere Informationen zu Formen des Betruges. lz