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Warnstreik bei Coca-Cola in der Goseburg in Lüneburg: Die Mitarbeiter fordern mehr Geld.

Lüneburg: Kampf für mehr Lohn bei Coca-Cola

Lüneburg. „Coca-Cola will seine Beschäftigten mit einer Entgelterhöhung von 1,3 Prozent abspeisen. Das macht gerade mal ein Plus von 31 bis 35 Euro brutto monatlich. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Mitarbeiter“, findet Manuela Schäffer, Sekretärin der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Mit einer Demonstration und einem Warnstreik verliehen die Gewerkschafter gestern ihren Forderungen Nachdruck. Am Vormittag fuhren 44 der 200 Lüneburger Mitarbeiter zu einer Demo nach Hamburg, an der rund 500 Mitarbeiter aus norddeutschen Coca-Cola-Betrieben teilnahmen. Ab kurz vor 13 Uhr lief dann der Warnstreik vor den Toren des Unternehmens in der Goseburg.

Arbeitsbelastung kontinuierlich steigend

Der Arbeitgeber hatte am 24. Januar den Vorschlag mit den 1,3 Prozent präsentiert. Manuela Schäffer sagt: „Die NGG fordert in der Tarifrunde eine Erhöhung aller Entgelte um 160 Euro sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro im Monat.“ Für die Auszubildenden habe Coca-Cola gerade mal eine Erhöhung um 30 Euro brutto monatlich angeboten.

Die Arbeitsbelastung der Beschäftigten sei in den vergangenen Monaten kontinuierlich gestiegen. „Während Coca-Cola bundesweit Standorte abgebaut und Leute entlassen hat, wurde das Produktionsvolumen sogar erhöht. Vergangenes Jahr wurden zwölf Millionen Unit-Cases (Verkaufseinheiten mit jeweils 24 Flaschen oder Dosen) mehr produziert als im Jahr 2015 – das ist eine Steigerung um 1,8 Prozent. Die Beschäftigten aber, die diese Mehrleistung erbracht haben, sollen persönlich davon nicht profitieren.“

Bundesweit beschäftigt Coca-Cola etwa 8000 Mitarbeiter. Gewerkschaftssekretärin Manuela Schäffer sagt: „Jahrelang sind die Kollegen dem Arbeitgeber entgegengekommen und haben für die Sicherung von Arbeitsplätzen für eine Zukunft des Unternehmens Einkommenseinbußen hingenommen. Jetzt müssen die Beschäftigten auch mal wieder dran sein.“ Sollte der Arbeitgeber nicht „zügig ein neues und vernünftiges Angebot vorlegen“, drohe ein Arbeitskampf. rast

6 Kommentare

  1. Den Lohn/Gehalt der Arbeiter an die Steigerung der Managergehälter koppeln. Genauso wie Renten, Diäten, ALG II, etc.

  2. coca cola lacht sich jetzt schon schlapp über diese streikbereiten. ein weltkonzern kann ein getränk weltweit herstellen und vertreiben.

    • VIO nicht. Das wird in Lüneburg gefördert. Das wird nicht „hergestellt“ (im klassischen Sinn)

      • Ron
        sie werden es kaum glauben, aber ein kind bekommt einen namen und wird laufengelassen. wenn es nicht mehr läuft, wird ein neues kind geboren und bekommt einen neuen namen, oder manchmal sogar den gleichen namen.

        • Auf der Überholspur

          So ist es, Herr Bruns. Alles fließt, alles ist in Bewegung. Vor knapp zwei Jahren wurde ich von diesem großen Unternehmen angeworben und zum CEO ernannt. Schnell erkannte ich die Konzernstrukturen. Der Vorstand war träge und abgehoben, weshalb ich mich kurzerhand auf Managementebene downgraden ließ. Als mir dort die untergebene Senior Associate schöne Augen machte, fackelte ich nicht lange. Ich nutzte die Affäre, um mich auf ihr Kompetenzniveau runterzuskillen. Das heiße Intermezzo war allerdings schnell vorbei, als mich ihre Sekretärin mit der Kantinenleiterin bekannt machte, der ich mit offensivem Charme eine Position bei der Essensausgabe abzwang. Spätestens seit ich letzte Woche mein Praktikum in der Hausmeisterei angetreten habe, ist wirklich allen klar: Ich habe mich binnen kürzester Zeit bis nach ganz unten geschlafen.

          Leo

  3. Ron
    so wie mir bekannt ist, hat coca cola es schon mal fertig gebracht, ein sogenanntes luxuswässerchen abzufüllen, es einen klingenden namen zu geben. es kam aus einer wasserleitung aus england.