Aktuell
Home | Lokales | Lüneburg: 87-Jähriger bei Unfall schwer verletzt
Ein Senior hat am Dienstagnachmittag bei der Ausfahrt aus dem Karstadt-Parkhaus die Kontrolle über seinen Toyota verloren, ist durch die Hofeinfahrt des Izmir-Marktes geschossen und hat dann eine Mauer gerammt. Foto: ca

Lüneburg: 87-Jähriger bei Unfall schwer verletzt

Lüneburg. Der Kunde konnte sich nur durch einen beherzten Sprung zur Seite retten: Ein 87-Jähriger hat am Dienstagnachmittag bei der Ausfahrt aus dem Karstadt-Parkhaus die Kontrolle über seinen Toyota verloren. Das Auto schoss über die Straße, am türkischen Gemüsegeschäft Izmir-Market vorbei durch eine Hofeinfahrt und krachte gegen eine Mauer. So schildert Augenzeuge Rade Drinisch den Unfall.

Kunde am Gemüsemarkt knapp verfehlt

Die Polizei vor Ort vermutete, dass der Rentner möglicherweise Gas- und Bremspedal verwechselt habe. Der Senior erlitt unter anderem Kopfverletzungen und kam schwer verletzt ins Klinikum. Ali Dömnez, der das kleine Gemüsegeschäft seit Jahrzehnten betreibt, sagte: „Ein Kunde stand an den Auslagen, er konnte sich in Sicherheit bringen. Wir haben es im Laden scheppern und krachen gehört.“

Es sei großes Glück, dass nicht noch mehr Passanten verletzt wurden: „Da stehen oft Leute an den Auslagen. Auch Kinder spielen hier.“ Helfer vom Rettungsdienst und von der Feuerwehr hatten den Mann aus dem Auto gehoben und ihn versorgt.

Teenager bestehlen Seniorin

Bardowick. Die beiden 15-Jährigen nutzten die Hilfsbereitschaft der Seniorin aus. Sie klingelten am Ostermontag an der Tür der 89-Jährigen und baten die Bardowickerin, Geld zu wechseln. Als sie einen Zehn-Euro-Schein in der Hand hielt, griffen die Jungs zu und liefen davon. Allerdings hatte ein Anwohner den Vorfall beobachtet, der 38-Jährige ist offenbar besser im Training als die Jugendlichen – er verfolgte und stellte das Duo. Die alarmierte Polizei kümmert sich um die  Jugendlichen.

Täter in der Psychiatrie

Adendorf. Der mutmaßliche Reifenstecher von Adendorf ist in der Psychiatrie untergebracht worden. Wie berichtet, hatten Anwohner den 18-Jährigen auf frischer Tat gestellt. Bei der Vernehmung durch die Polizei räumte der Jugendliche ein, in den vergangenen Tagen mehrere Taten im Bereich Waldwinkel begangen zu haben. Die Polizei schätzt, dass mehr als 30 Autos betroffen sind, der Schaden geht in die Tausende. Der junge Mann habe seelische Probleme, hieß es gestern von den Ermittlern. ca

Den ausführlichen Polizeibericht lesen Sie morgen in der LZ

8 Kommentare

  1. Wann kommt endlich der Führerschein-Test für älter Mitbürger ? z.b. ab 70 alle 5 Jahre zu einem kurzen Test. Das soll ja nicht heißen das die Senioren kein Auto mehr fahren sollen … sie können es ja bis 100 .. wenn die Fahrtüchtigkeit gegeben ist. Gerade Karfreitag ist ein 87 jähriger in der Soltauer Strasse über eine Verkehrsinsel gefahren, hat die Fahrt fortgesetzt und ist in Rettmer in einen Graben gefahren (LZ berichtete). Nicht auszudenken wenn er durch eine Spielstrasse gefahren wäre oder mit 120km/h auf der Autobahn. Ich selber wurde von einem Senior auf einem Parkplatz fast angefahren, danach hat er meinen Wagen gestreift und ist weiter gefahren. Diese Fahrtüchtigkeit-Test gibt es übrigens schon in vielen europäischen Ländern. Warum nicht auch hier ? Steht da vielleicht die Auto-Lobby dahinter ? Wie gesagt .. es soll niemandem pauschal der Führerschein entzogen werden .. aber es gibt (Sicherheits-)Standards in Strassenverkehr und die müssen (!) eingehalten werden. Und jetzt bitte nicht der Einwand „Fahranfänger sind gefährlicher“ … das ist ein anderes Problem (was auch angegangen werden muss).

    • Halten Sie mal die 87jährigen gegen die 22jährigen Unfallverursacher, denen die Kontrolle über ihre Möhre entgleitet. Ihnen werden die Augen übergehen. Auf einen 87jährigen kommen ca. 10.000 22jährige! Warum wird über deren Fahrtüchtigkeit eigentlich nicht in LZ-Posts salbadert?

  2. Ron, junge Erwachsene sind immer noch die mit Abstand am stärksten gefährdete Altersgruppe im Straßenverkehr. Im vergangenen Jahr war nach Destatis-Angaben jeder siebte Getötete (14 Prozent) und jeder sechste Verletzte (17 Prozent) zwischen 18 und 24 Jahre alt. Dabei gehört nur jeder Dreizehnte in Deutschland dieser Altersgruppe an. 473 der 3.459 Getöteten waren junge Erwachsene, zum großen Teil (knapp 80 Prozent) Männer.

    Häufiger als andere Altersgruppen verunglücken 18- bis 24-Jährige in einem Pkw. 2015 waren es mehr als zwei Drittel, in den übrigen Altersklassen war es nur gut die Hälfte. Häufigster Fehler bei Unfällen: Die Pkw-Fahranfänger fuhren zu schnell. Nicht angepasste Geschwindigkeit wurde jedem fünften Unfallbeteiligten (20 Prozent) vorgeworfen. Danach kamen Abstandsfehler mit einem Anteil von 16 Prozent.

    • schmunzeln, manchmal müssen wir alten auf der autobahn mit vollgas rückwärts fahren, damit man den sicherheitsabstand auch einhalten kann. wehe ,man lässt tatsächlich einen vorgeschriebenen sicherheitsabstand zum vordermann frei, schwupps, schon ist wieder einer drin.

    • Hallo Sigurd, ja.. das hat auch niemand bestritten. Aber wie gesagt .. „Das ist ein anderes Problem (was auch angegangen werden muss)“. Das eine Problem legitimiert nicht das andere Problem.

  3. Die Gesellschaft wird halt älter und muss sich darauf einstellen, dass mehr unsichere Verkehrsteilnehmer unterwegs sind. Die älteren, die ich kenne kompensieren das durch vorsichtigere und langsamere Fahrweise. Das Ziel sollte sein, dass alle mehr Rücksicht nehmen. Vielleicht sollte man die Fahrzeuge von älteren einfach markieren, so wie manche Länder das mit Fahranfängern machen.

  4. Detlev Behrens

    Warum haben eigentlich alle solche Angst vor einem simplen Test der Sehkraft und der Reaktion in regelmäßigen Intervallen? Es sollte auch nicht erst ab 70 eingeführt werden, sondern ab 50 – und ja, wäre auch betroffen!
    Es mit Hinweis auf eine andere Gruppe, die auch ein erhöhtes Risiko darstellt, abzulehnen, ist doch kein wirkliches Argument. Die Fahrerlaubnis ist ein Privileg, welches auch wieder weggenommen werden kann…

    • Ähnlich wäre es wenn ich mit meinem Auto nur 1x zum TÜV muss. „Warum denn alle 2 (3) Jahre ?! War doch alles in Ordnung als ich das Auto gekauft habe (vor 49 Jahren).“