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Seit einigen Jahren lädt der Amelinghausener Burkhard Ebel (Mitte) seine Familie und Freunde regelmäßig zu einer großen Pflanzaktion in seinen Forst ein. Foto: bau

Amelinghausen: Ein Wald für die ganze Familie

Amelinghausen. Burkhard Ebel freut sich auf ein besonderes Ritual. Seit einigen Jahren lädt der 60-jährige Amelinghausener seine Familie und Freunde zu einer großen Pflanzaktion in seinen Forst ein. Jetzt ist es wieder so weit. „1986 habe ich die etwa zehn Hektar große Forst von meinem Vater übertragen bekommen und mich jahrelang nicht um den Wald gekümmert“, sagt Ebel. „Doch vor zehn Jahren habe ich Lust bekommen, am und im Wald etwas zu machen.“

Inspiriert und beraten durch seinen Nachbarn Jörg Hüsemann, der beim Ökobetrieb Bauckhof die Forst unter sich hat, kam bei Ebel auch die Idee auf, am Wald nicht nur Pflegemaßnahmen vorzunehmen, sondern etwas Neues entstehen zu lassen. „Wir wollen die Monokultur Kiefer langsam auf einen Mischwald umstellen“, sagt Ebel.
„Mittlerweile haben wir fünf Neuanpflanzungen auf etwa 7000 Quadratmetern vorgenommen.“ Da Ebel im Vergleich stets nur kleine Flächen aufforstet, erhält er keine Förderung vom Staat. „Die Mindestgröße dafür beträgt 3000 Quadratmeter. Für uns ist aber wichtig, dass wir die 1000 bis 1500 Meter Flächen sauber halten können und deshalb auch keine größeren Flächen bearbeiten wollen.“

Die Kinder des Waldkindergartens mit ihren Urkunden nach der erfolgreichen Baumpflanzaktion. Foto: nh

Bei der Aktion hilft die gesamte Familie von Burkhard Ebel mit. „Alle sind mit Begeisterung dabei, auch die Kleinsten, die wir so schon an den Wald gewöhnen können“, freut sich der 60-Jährige. Es geht los bei der Vorbereitung: Bäume fällen und aufarbeiten, Pflanzflächen vorbereiten und Wildzäune aufstellen. Dann das Pflanzen. Nicht nur die Familie ist anwesend, sondern auch Freunde und Bekannte wie Familie Brunke aus Wetzen.

Dazu gehört auch, dass Jörg Hüsemann vor dem Pflanzen etwas über den Wald und seine Strukturen erzählt, und Familie Ebel von ihm eine Einweisung bekommt. „Jede Pflanze hat ihre Besonderheit beim In-die-Erde-bringen“, so der Amelinghausener. Und nach der Arbeit findet stets ein Grillfest statt. Doch auch im Laufe des Jahres besucht Ebel mit den Enkelkindern seinen Wald. „Dann holen wir unseren Trecker und Anhänger raus, fahren zu den Flächen und bestaunen unser Werk.“

Von Marcel Baukloh

Waldkindergarten Boltersen macht mit bei der Naturverjüngung

Auch für die Jungen und Mädchen des Waldkindergartens Boltersen ist es eine Selbstverständlichkeit, schon heute an den Wald von morgen zu denken. Deshalb haben jetzt auch wieder 13 Kinder Roteiche, Buche, Tanne und Douglasie gepflanzt. Jedem Kind sein eigenes Bäumchen. Die Pflanzlöcher hatten Helfer vom Kreisverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald vorbereitet.

Die beiden Erzieherinnen Anna Kosch und Janet Voigt unterstützten mit der Waldbesitzerin Roswitha Gerlach die Kinder beim Pflanzen. Jedes Bäumchen wurde mit einem wasserfesten Zettel und dem Namen des Kindes gekennzeichnet. Zum Abschied gab es etwas Schokolade. Roswitha Gerlach bedankte sich bei den fleißigen Kindern und überreichte allen eine Urkunde – als Erinnerung an diese gelungene Pflanzaktion im Boltersener Forst. lz