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Die Lüner Straße ist eng, da müssen sich Radler schon mal zwischen den Autos hindurchschlängeln. Foto: A/t&w

Radeln in beide Richtungen in der Lüner Straße

Lüneburg. Es ist ein Dauerthema in Lüneburg, jetzt deutet sich eine Veränderung an. Die Lüner Straße soll für Fahrradfahrer künftig durchgängig in beiden Richtu ngen befahrbar sein. Bislang ist die Straße entlang der Nicolaikirche auch für Radfahrer eine Einbahnstraße, zwischen Bardowicker Straße und Rotehahnstraße dürfen sie nur in Richtung Stint radeln.

Die Lüner Straße und das Radfahren – seit Jahren beschäftigt das Thema die Stadt. So hatte zum Beispiel im Jahr 2011 der Verkehrsclub VCD eine Freigabe für Radler in beide Fahrrichtungen gefordert, weil es für viele der kürzeste Weg vom Bahnhof zur Innenstadt sei. Damals hatte Verkehrsdezernent Markus Moßmann noch argumentiert, dass die Voraussetzungen dafür mehrmals geprüft worden seien, die Rechtslage eine konfliktfreie Lösung aber nicht hergebe.

Der jüngste Vorstoß kommt von der Jamaika-Gruppe, dem Zusammenschluss von Grünen, CDU und FDP. Ihr Antrag war in der Ratssitzung im März bei allen Fraktionen auf ein positives Echo gestoßen. Entschieden wurde damals aber noch nichts. Nun serviert die Verwaltung für den Verkehrsausschuss am Mittwoch, 3. Mai, einen Vorschlag, der die durchgängige Freigabe in zwei Etappen vorsieht.

Zunächst soll an der Einmündung der Bardowicker Straße ein sogenannter Tropfen auf der Fahrbahn aufgebracht werden, der dem in die Lüner Straße einfahrenden motorisierten Verkehr signalisiert, dass im Einmündungsbereich mit entgegenkommenden Radfahrern zu rechnen ist. Zusätzlich wird es vor dem Schuhaus Schnabel in der Lüner Straße einen kurzen Schutzstreifen für Radler geben, die auf die Bardowicker Straße fahren wollen. Parallel müssen auf der gegenüberliegenden Seite drei der acht Parkplätze wegfallen, da die Straße hier sonst nicht breit genug für Gegenverkehr wäre. Diese kleine Lösung ist für schmales Geld zu haben und soll etwa 2000 Euro kosten.

Vom zweiten Schritt würden Fußgänger profitieren, dann soll der Gehweg in der Lüner Straße von 1,40 auf 2,50 Meter verbreitert werden. Das würde die Stadt im nächsten Jahr in Angriff nehmen, wenn auch die Bardowicker Straße umgestaltet wird. Das kostet einen oder zwei weitere Parkplätze. Für diesen Umbau kalkuliert die Verwaltung mit rund 10.000 Euro.

Von Alexander Hempelmann

Aktion im August geplant

Kampagne Stadtradeln

Die Stadt möchte auch 2017 an der Kampagne „Stadtradeln“ teilnehmen. Dabei handelt es sich um eine Initiative des Klima-Bündnisses. Es ist das größte Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas. Ziel ist es, Bürger für die Benutzung des Fahrrads im Alltag zu sensibilisieren und damit die Fahrradnutzung zu erhöhen. Deutschlandweit werden an 21 zusammenhängenden Tagen Aktionen wie geführte Radwanderungen stattfinden. Der Zeitraum ist von Mai bis Ende September frei wählbar. Für Lüneburg schlägt die Verwaltung den August vor. Die Teilnahme kostet die Stadt 1000 Euro, der Verkehrsausschuss soll seinen Segen geben.

Die Politiker sollen Vorbild sein, deshalb radeln Mitglieder der kommunalen Parlamente in Teams mit den Bürgern, Vereinen oder Schulklassen um die Wette. Wer im Aktionszeitraum, beruflich oder privat, die meisten Fahrradkilometer sammelt, gewinnt.

4 Kommentare

  1. Hi !
    Die Radfahrer fahren da doch eh schon in beide Richtungen in der Lüner Strasse. Egal ob es erlaubt ist oder nicht das stört die nicht .

  2. Werner Schneyder

    Die Lösung ist einfach: Autos raus aus diesen engen Straßen.

    • die Lösung ist einfach: Autos raus aus diesen engen Straßen.
      wohin dann? die stadt lüneburg versagt bei parkplätzen. da ist es angenehmer in nachbarorte einzukaufen.

      • Stimmt …. ab in die Nachbarorte und diese mit meinem Auto „belästigen“. Ist ja dann nicht mehr in Lüneburg oder Reppenstedt. Die anderen Orte/Städte wollen ja den Autoverkehr. Das denkt übrigens auch Winsen .. Uelzen .. Buchholz über Lüneburg 😉