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Hund bei der Übung „Sprung und Apport über die Kletterwand“. Foto: nh/DG

Wettkampf auf vier Pfoten

Brietlingen. Am Wochenende verwandelt sich Brietlingen in eine Hochburg der Hundefreunde. Von Freitag bis Sonntag, 23. April, hecheln hier die landesbesten Vier beiner bei der Bundessiegerprüfung im Gebrauchshundesport des Deutschen Verbandes des Gebrauchshundesportvereine (DVG) um Punkte und Pokale. Wer sich beim Bundeswettbewerb qualifiziert, kann bei der gesamtdeutschen Meisterschaft in Gelsenkirchen mitmischen und hat Chancen auf die Weltmeisterschaft in Rheine.

„Wir erwarten bis zu 1000 Besucher am Tag“, sagt der Vorsitzende des TuS Brietlingen, Frank Hahn, der zum ersten Mal Ausrichter dieser Veranstaltung ist. Das gesamte Sportgelände des TuS steht Hunden und Haltern zur Verfügung. „Wir werden alles Erdenkliche unternehmen, um den Hundeführern und den zahlreichen Zuschauern ein erlebnisreiches, spannendes Wochenende zu bieten“, versichert Hahn.

Jedes Bundesland schickt seine besten Tiere ins Rennen. „Alle haben sich in den Landesausscheidungen des DVG qualifiziert“, sagt Wolfgang Pahl, Vorsitzender des DVG-Hamburg, der die Bundessiegerprüfung mit dem TuS Brietlingen organisiert. Insgesamt nehmen 55 Hunde teil, zwei davon reisen sogar aus Amerika an, wo der DVG eine eigene Landesgruppe hat – einst von Auswanderern gegründet.

Der Gebrauchshundesport ist die älteste Sportart im Deutschen Verband für Gebrauchshundesportvereine (DVG). Er wurde vom Polizeihundewesen auf die sportlichen Interessen der Hundesportler abgewandelt. Fährtenarbeit, Gehorsam und Schutzdienst sind die Kernkompetenzen, denen Hunde und Halter gerecht werden müssen. In allen drei Disziplinen wird am Wochenende geprüft. Während die eine Gruppe bei der Fährtenarbeit auf benachbarten Feldern unterwegs ist, zeigt die andere Gruppe auf dem Sportgelände vor Zuschauern ihr Können und Gehorsam und Schutzdienst.

Wettkämpfe beginnen am Sonnabend um 6 Uhr morgens

Die zwei- und vierbeinigen Wettkämpfer treffen bereits am Freitag ein. Sie nutzen den Tag, um sich und ihre Tiere mit dem Gelände vertraut zu machen und noch ein letztes Mal zu üben. Die Wettkämpfe selbst beginnen dann am Sonnabend um 6 Uhr morgens. Den ganzen Tag über bis etwa 19 Uhr können sich die Zuschauer vom Können der Teams überzeugen.

„Unsere Vereinswirtin wird die Besucher mit Getränken und Speisen versorgen“, kündigt Hahn an. Auch eine Tombola ist organisiert. Der Eintritt kostet für beide Tage acht Euro.

Der Sonntag beginnt schon um 6 Uhr, endet um 16 Uhr mit der Siegerehrung. „Die fünf besten Teams vertreten den DVG bei der Gesamtdeutschen Meisterschaft in Gelsenkirchen“, verdeutlicht Pahl. Insgesamt gibt es in Deutschland neun Gebrauchshundesportverbände, von denen aber nur der DVG rasseunabhängig ist. Bei der Deutschen Meisterschaft treten die Besten der neun Verbände an, um sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren.

Von Claudia Wesch

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