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So soll die geplante Arena Lüneburger Land aussehen. Grafik: bocklage + buddelmeyer gmbh

Arena Lüneburger Land: Die Baugenehmigung ist auf dem Weg

Lüneburg. Einen Tag nach dem Gespräch mit Chefplaner Jürgen Krumböhmer liefert der Landkreis nun reichlich Fakten zur Arena, die er zuvor der LZ gegenüber nicht preisgeben wollte. Die Planungen stünden nicht erst am Anfang. Der Landkreis habe auch schon die Baugenehmigung bei der Stadt beantragt. Und die sei auf dem Weg, heißt es aus dem Rathaus. Stadtpressesprecherin Suzanne Moenck: „Es kann im Prinzip losgehen.“

Und die Sprecherin des Landkreises, Katrin Holzmann, sagt: Die Ausführungsplanung – letzter Schritt, bevor die Auftragsvergabe vorbereitet wird – habe begonnen, die Tragwerksplanung sei „so gut wie fertig. Das Brandschutzkonzept ist bereits abgestimmt, das ist insbesondere für die Besucherplätze wichtig.“

Auch der Zeitplan ist mittlerweile konkreter: Nach Auskunft des Architekten beträgt die Bauzeit neun Monate. Holzmann: „Wenn die Vertragsverhandlungen so laufen wie geplant, der Kreistag am 19. Juni 2017 grünes Licht gibt und der Landkreis zügig die Bauaufträge vergeben kann, können die Bauarbeiten im Herbst 2017 beginnen.“ In der zweiten Hälfte des kommenden Jahres wäre die Halle dann bezugsfertig.

Gespräche mit potentiellen Betreibern folgen

Die Gespräche mit potenziellen Betreibern hat der Erste Kreisrat Jürgen Krumböhmer nun auch vereinbart: Sie stehen in der nächsten Woche an. Was sich daraus ergibt, hilft dabei, dem Kreistag im Juni eine „genaue Kostenschätzung“ vorlegen zu können. 4,9 Millionen Euro seien für einen möglichen Baustart 2017 schon im Haushalt vorgesehen. Damit ist ein Teil der Summe abgedeckt, die reinen Baukosten dürften bei insgesamt 12,5 Millionen Euro liegen.

An den Planungen sei auch noch immer das Architekturbüro Bocklage & Buddelmeyer beteiligt, das arbeitet aber auf dem Papier noch für den Grundstückseigentümer Jürgen Sallier, betont Holzmann. Den bisherigen Planungsstand möchte der Landkreis übernehmen, das sei Teil der Verhandlungen mit der Sallier Bauträger- und Verwaltungsgesellschaft. So soll die Dreifeldhalle über eine Größe von 1600 Quadratmeter, innen über eine Höhe von 12,50 Meter verfügen, bei Volleyballspielen rund 3500, bei einer reinen Stehveranstaltung sogar 4800 Plätze bieten. Möglich machen das variable Teleskoptribünen. Zudem sollen insgesamt 520 Parkplätze, davon rund 270 auf dem bestehenden Grundstück, geschaffen werden.

Neben dem Architekten Herbert Buddelmeyer wird der Kreis von zwei weiteren Fachplanern beraten: Architekt Jörg Junker aus Schenefeld begleitet das Projekt, zudem ist die Firma Bevenue mit Sitz in München im Boot. Die Konstellation wird wohl nicht bis zum Abschluss des Projekts so bestehen bleiben: Denn der Landkreis ist verpflichtet, weitere Architektenleistungen auszuschreiben. ap

8 Kommentare

  1. Wie können zur „Arena Lüneburger Land“, über die der Kreistag erst am 19. Juni befinden wird, schon so viele detaillierte Festlegungen (Sachzwänge) hinsichtlich Standort, Finanzierung, Anlage, Maße, Ausstattung und Betreiber (nächste Woche) getroffen worden sein? Was sind Gespräche mit „potentiellen Betreibern“? Sind das Gespräche mit Freunden und Bekannten (Buddies)? Von einer ordnungsgemäßen Ausschreibung ist mir nichts bekannt. Die kann ja juristisch korrekt auch erst folgen, wenn der Kreistag beschlossen hat. Wird hier wieder einmal der Hund mit dem Schwanz gewedelt? Wieso wird an Planungen (und Vorgaben) des Architekturbüro Bocklage & Buddelmeyer angeknüpft, das auf dem Papier (also de facto UND de jure) „noch“ für den Grundstückseigentümer Jürgen Sallier arbeitet? Sollen die Mitglieder der Kreistages ihren eigenen Vorstellungen (und denen der Bürger) folgen — oder denen von Herrn Jürgen Sallier, also den im spekulativ auf feine Gewinne schielenden Voranspringen, aber leider übereilt – und an einem weitgehend unbrauchbaren Ort – auf rein privates unternehmerisches Risiko geschaffenen Fakten?

    Mehr dazu erfährt man in der hochemotionalen und zugleich hochklassigen Debatte mit Wortmeldungen von mehreren Kreistagsabgeordneten, Stadträten und SVG-Mitarbeitern in Jenckels aktuellem Blog.jj:

    https://jj12.wordpress.com/2017/04/25/die-arena-ein-landkreis-unter-druck/#more-168

    • Vielen Dank für den Hinweis! Ja, Debatten im Hause Jenckel sind immer hochklassig und hochemotional. Wenn ich als Kamel erscheinen wollte, welches das Gras frisst, das eben frisch über dessen Fall gewachsen ist, würde ich an Herrn Meihsies erinnern. Der kann ein Lied über die ganz großen Blog.jj-Gefühle singen.

      • Anja Krämer

        Haha, ja, Andreas Meihsies und Hans-Herbert Jenckel, das war immer ein buntes Treiben. Ich sehe noch vor mir, wie sich Bürgermeister Meihsies und Ulrich Blanck, sein erztreuer Husar, vor dem LZ-Vize in Pose setzen und fotogen mit Legosteinen auf den Blaupausen fürs Postgelände herumfuhrwerken, das sie nach ihren Vorstellungen zu »gestalten« dachten. Als professioneller Parkplatznutzer an der Lüner Rennbahn »verfolgt Meihsies jetzt mit Sorge die Planungen für die Sport- und Eventhalle an der Lüner Rennbahn.  ›Was ist, wenn die fertig ist?‹, fragt der ehemalige Ratsherr, der sich sicher ist, dass dann viele Besucher der Hallenevents ihre Autos über Nacht stehen lassen. Schon im Oktober habe er der Stadt das Problem geschildert — ohne Rückmeldung. Er ist überzeugt, dass der ruhende Verkehr in der Straße neu geordnet werden müsse — unter Einbeziehung der Firmen.« https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/405425-wettstreit-um-parkplaetze

        • OHNE RÜCKMELDUNG ?

          Der arme Andreas Meihsies! Jetzt wird er wohl genauso behandelt, wie die Leute, auf deren Petitionen er als Bürgermeister nie reagiert hat?

          Eine unfaire Welt ist das!

  2. Wo kann man sich als Interessent an der Betreibung bewerben? Wo kann die Ausschreibung angesehen werden oder werden nur zwei schwache Potentaten und Klaus Hoppe angeschrieben, um die Syche im Griff zu haben?

    • Klaus, bei Herrn Jenckel von der LZ oder vielleicht beim Landkreis Lüneburg? Versuchen Sie es:

      Jürgen Krumböhmer
      Raum 12, Gebäude 1, Eingang A
      Auf dem Michaeliskloster 4
      21335 Lüneburg

      Telefon: +49 4131 26 – 1212

      Telefax: +49 4131 25 – 2212

  3. Im Blog von LZ-Boss Jenckel ist Andreas Meihsies seit September 2016 aber nicht Mahr aktiv. Oder weiß da jemand Gegenteiliges? Bitte um Hinweise auf den Einsatz des Ex-Grünen an der Meinungsfront.