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So soll die geplante Arena Lüneburger Land aussehen. Grafik: bocklage + buddelmeyer gmbh

Arena Lüneburger Land: Kreistag steht zum Bau

Lüneburg. Die Mehrheit der Politiker will die neue Halle, sie ist auch dafür, dass der Landkreis als Bauherr auftritt. Dass ein privater Investor wieder übernimmt, sei für sie keine Option. Trotzdem sind noch viele Fragen offen. Kritische Stimmen kommen noch immer von FDP und AfD. Das zeigt eine Meinungsumfrage der LZ unter den jeweiligen Vorsitzenden der Fraktionen und Gruppen im Kreistag. Die entscheidende Sitzung ist für den 19. Juni angesetzt, da könnten die Kreistags-Politiker das Projekt „Arena Lüneburger Land“ endgültig auf den Weg bringen.

Von Anna Paarmann

Alexander Blume (CDU): Wir stehen zu unserem politischen Ziel einer Sport- und Veranstaltungshalle. Wir sehen in einer solchen Halle eine für die weitere Entwicklung der Region Lüneburg wichtige Infrastruktureinrichtung. Vor einer abschließenden Entscheidung benötigen wir (nach wie vor) Informationen, z.B. über die voraussichtlichen Kosten, Betriebskostenrisiken, Finanzierungsmöglichkeiten, die Auswirkungen auf die kommenden Kreishaushalte und auch eine Einschätzung der Verwaltungsleitung zur Tragfähigkeit der Kosten und Risiken. Wichtige Informationen dürften die bevorstehenden Gespräche des Ersten Kreisrates mit den Bietern/potenziellen Betreibern bringen. Wenn alle Informationen auf dem Tisch liegen, werden wir sie – wie alle anderen Fraktion auch, wie ich annehme – beraten.
Franz-Josef Kamp (SPD): Es ist wichtig, dass der Landkreis als Bauherr auftritt. Ein privater Investor möchte nur sein Geld verdienen. Finanziell leistbar ist es nur dann, wenn es der Landkreis in die Hand nimmt. Wir gehen davon aus, dass das Grundstück noch im Mai gekauft wird, der Kreistag die weiteren Pläne im Juni verabschiedet. Denn wir wollen die Halle und wir wollen sie möglichst schnell. Für das Veranstaltungsmanagement braucht es einen Profi, aber da gibt es gute Bewerbungen. Es wird vermutlich am Ende schwer, sich zu entscheiden. Die Pläne haben sich jetzt von einer Sport- hin zu einer Veranstaltungshalle entwickelt, in der natürlich auch Sport möglich ist. Trotzdem ist das ein großer Unterschied, deshalb musste man beispielsweise beim Brandschutz nochmal nachrüsten. Wir haben aber mittlerweile den Eindruck, dass Fragen bezüglich der Park- oder Verkehrssituation geklärt sind, deshalb ist unsere Stimmung gut.
Petra Kruse-Runge (Grüne): Wir Grünen stehen zu der Arena und dem angestrebten Ziel, für den Landkreis Lüneburg eine angemessene Eventhalle zu errichten. Der Landkreis und die Stadt Lüneburg sind seit langem und ungebrochen attraktive Zuzugsregion. Hier hält das kulturelle und sportliche Angebot aus unserer Sicht derzeit nicht mit, das heißt bestimmte Veranstaltungsformate sind nicht realisierbar. Eine Entlastung im Schulsportbereich wäre ebenso weiter sehr wünschenswert. Viele Planungsschritte sind bereits erfolgt. Angesichts des Investitionsvolumen erwarten wir zur Risikominimierung Gründlichkeit vor Schnelligkeit bei der weiteren Planung. Wir hoffen, das die schlussendlichen Verträge in ihrer Ausformulierung insbesondere bezüglich der Kostenverteilung und der Nutzungsrechte bis zum Frühsommer zustimmungsfähig vorgelegt werden.
Frank Stoll (Linke): Wir warten die weitere Entwicklung ab, geben eine endgültige Entscheidung erst ab, wenn wir zum Beispiel wissen, wie die Gespräche mit den Betreiber-Bewerbern ablaufen und wie der Vertrag mit Sallier aussieht. In der Fraktion wird das Thema kontrovers diskutiert. Unsere Position ist aber nach wie vor, dass Lüneburg die Halle braucht – aber nicht als PPP-Projekt, nicht zu jedem Preis und allen Bedingungen. Wir sehen durchaus auch noch kritische Ansatzpunkte, sind aber dennoch zu 100 Prozent dafür, dass der Landkreis das Projekt stemmt.
Gisela Plaschka (FDP/Unabhängige): Die Abstimmung zur Arena war innerhalb unserer Gruppe zur letzten Kreistagssitzung frei gegeben. Es musste also jeder in sich gehen und Gefühl und Gewissen sprechen lassen. Ich habe auf der letzten Kreistagssitzung gegen die Arena gestimmt und bin dafür auch ziemlich kritisiert worden. Für mich war das Ganze aber noch nicht in trockenen Tüchern und konzeptionell unausgegoren. Es hieß bis dahin immer Sport- und Eventhalle und kurz vor der letzten Kreistagssitzung dann nur noch Eventhalle. Und so schleppend wie die Angelegenheit vorangetrieben wird, sehe ich auch jetzt noch nicht, dass wir diese Halle realisieren können. Ich bin grundsätzlich für eine solche Halle, möchte aber erstmal wissen, wie sie finanziert werden soll, welche Folgekosten entstehen werden, wie die Verkehrsströme laufen sollen, wie die Auslastung aller Wahrscheinlichkeit aussehen wird und insbesondere möchte ich wissen wie hoch der Anteil von möglichen Events sein wird. Ursprünglich sollten ja die Volleyballer sowie Schul- und Vereinssport gefördert werden und mögliche Events eher nebenbei laufen. Anscheinend geht es jetzt aber eher um eine Art Barclaycard-Arena in klein. Ich frage mich auch, ob man in Lüneburg mit der Arena überhaupt Geld verdienen kann.
Stephan Bothe (AfD): Wir haben uns bereits in der letzten Kreistagssitzung klar gegen das Projekt gestellt, weil alles so eingetreten ist, wie wir es geahnt haben. Die spätere Nutzung ist unklar, die Kosten explodieren schon vor dem ersten Spatenstich. Wir liegen jetzt schon bei 15 Millionen Euro, wo soll das enden? Das aktuelle Chaos haben Landrat, CDU und SPD zu verantworten. Ich bin mir nicht mal sicher, ob der Beschluss am 19. Juni gefällt werden kann. Der Baufortschritt ist minimal. Grundsätzlich waren wir immer bereit, an dem Projekt mitzuarbeiten, wir sehen auch, dass Lüneburg eine Stadthalle braucht. Aber das hat sich in die völlig falsche Richtung entwickelt.

25 Kommentare

  1. Bei Blog.jj werden all die vielen Kritikpunkte und das Wenige, das zugunsten des Projekts in dieser Form spricht (und noch einiges mehr), gerade heftig diskutiert:

    https://jj12.wordpress.com/2017/04/25/die-arena-ein-landkreis-unter-druck/#more-168

    • Ist so. Herr Jenckel verteidigt „das Wenige, das zugunsten des Projekts in dieser Form spricht,“ und von allen anderen „werden all die vielen Kritikpunkte heftig diskutiert“.

  2. Liebe Frau Paarmann,

    beim Formulieren Ihrer Überschrift scheint Ihnen das Wünschen die Feder geführt zu haben.

    Erstens „steht“ NICHT „der“ Kreistag zum Bau, sondern es äußern bloß sechs von 59 Mitgliedern ihre persönlichen Ansichten, die über das Denken der frei und nur ihrem Gewissen unterworfenen 53 anderen EHRENämtler keinerlei Aufschluss geben und vor allem deren Abstimmverhalten nicht präjudizieren (= es im Vorgriff festlegen) können!

    Zweitens erkenne ich trotz des prinzipiellen Votums für EINE Halle nirgends das vorbehaltlose Befürworten DIESER Halle! Im Gegenteil, alle sechs Kreistagsabgeordneten, die beiden Damen und die vier Herren, haben manche starken Zweifel und benennen unabhängig voneinander jeweils eine Reihe gravierender Risiken, Versäumnisse und Mängel im Hinblick auf die Eignung des vorgesehenen Standorts, auf die Umstände seines Erwerbs, auf die Planungsqualität in praktisch allen Aspekten und (vollkommen zu Recht) im Hinblick auf das fragwürdige und noch von vielen Unbekannten durchlöcherte „Finanzierungskonzept“.

    Daher dürfte der Titel über Ihrem – wertvollen – Dokument dieses Meinungspotpourris, das einen KLEINEN Ausschnitt eines viel größeren Ganzen (zu dem auch die mit ihren kommunalen Vertretern debattierenden Bürgerinnen und Bürger Lüneburger Land gehören) darstellt und für das ich mich bedanke, wohl allenfalls lauten: „Arena Lüneburger Land: Kreistag denkt über Bau nach“. Was meinen Sie?

    • Alfred Bauer

      Sehr gut! Habe exakt dasselbe gedacht, aber nicht rechtzeitig die richtigen Worte gefunden, wie Sie es konnten. Bei Jenckel im Blog wird hochwertigst gefightet. Der Onlinechef und diverse Volksvertreter mittendrin. Verglichen mit der Hannoverschen Allgemeinen und dem Hamburger Abendblatt ist die Diskussionskultur der Landeszeitung schon erstaunlich hoch!

      • Alfred Bauer, die diskussionskultur könnte ohne vorurteile noch besser sein. bei dieser ,,arena,, sehe ich nur das übliche geldausgeben, was man nicht hat. wie war dass noch mit der schuldenbremse? wer bremst da? wer gegen langeweile und tristesse ist, sollte auch das geld haben, es zu ändern. die nachfolgende generation würde es danken.

      • Diskusionskultur? Herr Jenckel kanzelt Poster da auch ganz schön ab wenn die nicht seine Meinung sind. das führt zu Frust und viele Fragen ohne richtige Antworten. Sogar Herr Fahrenwald von den Roten kriecht nix zurück geschrieben.

    • Heiko Werning

      @Klaus Bruns und Jürgen, Jenckel ist schlecht gelaunt, weil er die kritischen Geister, die er gerufen hat, nun nicht mehr los wird. Mein Eindruck: er will die Halle um jeden Preis, auch wenn er sieht, dass nicht alles (oder besser: kaum etwas) koscher läuft, weil er – wie Klaus Hoppe und Andreas Bahlburg und der vorgepreschte „Investor“ (der nun die Ausgangsbedingungen bestimmt) – befürchtet (oder zumindest diesen Teufel gern an die Wand malt), sonst kommt sie erst in ein, zwei oder drei Jahren, oder noch später.

      Also geht´s wie immer: (1) nicht vorher nachgedacht, (2) im Schlamassel gelandet, (3) Märchen gedichtet, (4) „Augen zu und durch“ verlangt, (5) Geld verbrannt, (6) Murks fabriziert, (7) Gratulationen verteilt und eingeheimst, (8) laufende Kosten in die Haushalte der nächsten fünfzig Jahre „integriert“, (9) nachgebessert, nachgebessert, nachgebessert …

      • Schlecht gelaunt? Ich? Aber nein, ich bin bestens gelaunt, weil mich Neiddebatten und Verschwörungstheorien höchstens belustigen. Aber das Schöne ist ja, dass Sie auch künftig die Fakten einfach ausblenden dürfen und fröhlich spekulieren können. Viel Spaß. lg

        • mein lieber herr jenckel, sie sind doch öfters mal genervt, oder? schmunzeln. neiddebatte sehe ich hier nicht, oder wer soll hoppe denn ersetzen?die hier seinen namen nennen? sie wissen doch über den klüngel in lüneburg bescheid. stichwort schnäppchen am sande.(wenn es ums geld geht:sparkasse)
          ich kenne keinen neid. und was verschwörungstheorien betrifft, da ist ein journalist auch nicht vor gefeit. fakten können sich schnell ändern, auch das wissen sie. und oft ist der klüngel daran schuld. parteibücher sollen dabei sehr behilflich sein. ich hoffe, ich habe ihre laune hier und jetzt mit meinem beitrag noch verbessern können. schmunzeln.

        • Wieso Neiddebatten? Herr Jenckel, ich denke die meisten möchten eine Halle, aber nicht diese unter diesen Umständen vor allem an diesem nachteiligen Ort. Die meisten gönnen auch der SVG eine Bundesligataugliche Halle aber wünschen sich ein vernünftiges Konzept welches nicht nur isolierte Interessen eines betreibenden Privatunternehmers dient und vor allem kein Gemauschel. Woran machen Sie denn Neid aus? Daran das man berechtigte Fragen beantwortet sehen möchte?
          Seit langem wird Politik in Lüneburg nicht mehr an den Bedürfnissen und Erfordernissen ausgerichtet, sondern daran welcher Geldtopf gerade angezapft werden kann und dann wird geklotzt egal ob es passt. Daa Ergebnis sind einzeln hingewürfelte Projekte ohne einen Gesamtrahmen für die Stadt. Das sie ein Befürworter dieser Politikart sind ist sehr bedauerlich, da sie an entsprechender Stelle bohren und passende Fragen stellen könnten und auch die Managementfehler vor Vollendung und die begleitenden Begünstigungen anprangern könnten. So bleibt es bei ihrem Motto:“Wir beide unterhalten uns Ende des Jahres, dann schauen wir, wer richtig lag.“ Hurra alles ist gelaufen.

      • Denise Schmitt

        Lieber Herr Jenckel, „Neiddebatten und Verschwörungstheorien“ ist starker Tobak! Ihr Vorwurf an Ihre Leser erscheint mir in seiner Pauschalität überzogen und ungerecht. Wer sollte denn hier wem etwas „neiden“? Und wo sehen Sie „Verschwörungen“, um die herum „Theorien“ gefertigt werden? Wer die LZ und die Lünepost regelmäßig studiert, kann der überhaupt anders, als die Namen „Arena“, „Hoppe“, „SVG“, „Mädge“, Vamos und „Nahrstedt“ als Syndrom einer Erscheinung wahrzunehmen? Haben deren Träger nicht praktisch alles getan, um öffentlich als ein Solidarverband zu gelten? Und haben nicht Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen immer selbst eifrig darüber berichtet? Wenn Sie von „Fakten“ schreiben, die „auch künftig einfach ausgeblendet werden“, um „fröhlich spekulieren können“, an welche denken Sie da? Dass der Stab von der Stadt an den Kreis übergeben wurde? Dass statt zwölf als „einmalige Zuwendung“ nun zwanzig Millionen oder mehr als Dauerbelastung verbraten werden? Dass der talentierte Herr Hoppe jetzt mit dem Zeugnis, eine „Ausschreibung gewonnen“ zu haben, der Hallenbetreiber wird?

        Sind skeptische Bürger, die mit dem Libeskind gebrannt sind, und die Fragen stellen, was da jetzt wohl wieder Feuriges arrangiert wird, sofort Spinner, die undifferenziert auch als solche bezeichnet und mit der Eselskappe versehen en bloc in die Narrenecke geschickt gehören?

        • Hallo Frau Schmitt, sehr schöner Kommentar, vielen Dank.

        • Uwe Schneider

          Ja, Falk, ich stimme Ihnen zu. Guter Kommentar von Frau Schmitt! Nur, weil jeder seit knapp vier Jahren befürchten muß, einen Teil des Beifalls immer von der falschen Seite zu bekommen, wenn er seinen Finger in schwärende Wunden legt, sollte sich eine aufmerksame und nachdenkliche LüneBürgerin respektive ihr männliches Pendant nicht davon abbringen lassen, Einspruch anzumelden, wo Einspruch so unübersehbar angebracht ist wie im Hallenfall an der Lüner Rennbahn, wo schon Pickenpack auf den alten Schlachthof gekommen ist.

        • Egbert Furhop

          Hallo Herr Jenckel, ich erinnere an die wissenschaftliche Mitarbeiterin von Frau MdL Schröder-Ehlers, d. h. an die Kreistagsabgeordnete Frau Brigitte Mertz aus Neetze, die Anfang Juni vor zwei Jahren im ganzen Landkreis das erste von beiden Malen schlagartig Berühmtheit erlangte, als sie nämlich beim Frühschoppen in unserer Milchbergsiedlung verkündete:

          „Demokratie heißt, dass ihr alle fünf Jahre wählen geht, den Rest überlasst ihr uns“!

          Diese Haltung scheint weiter verbreitet, als wir beide vermuten würden. Finden Sie nicht auch?

      • Heiko Werning

        Hallo Hans-Herbert Jenckel, bitte etwas genauer. Nicht immer nur so: „Ätsche-bätsche, bähbähbäh, pipsel, papsel inkatum, ich bin klug und du bist dumm!“ Welche Fakten werden von mir ausgeblendet, um inwiefern fröhlich spekulieren zu können?

    • Thomas Kruse

      Herr Jenckel, was das „Spekulieren“ auf hauchdünnem Eise betrifft, wobei vorab Fakten ausblendende Augengläser verteilt wurden, möchte ich Sie nur an Ihren Blog-Reißer „Pauly und die Plakat-Affäre: Ende eines Misstverständnisses {sic!)“ vom 19. September 2016 erinnern:
      https://www.landeszeitung.de/blog/blog-jj/361798-pauly-und-die-plakat-affaere-ende-eines-misstverstaendnisses

      Dort waren alle Parteien bemüht, die Tatsachen zusammenzutragen, um zu einem halbwegs kompletten Bild der Lage zu gelangen. Hier aber reagieren nun Sie zunehmend verschnupft und abwehrend, jedenfalls nicht aufklärend, wie seinerzeit nur Karlheinz Fahrenwaldt, der von Tendenz, gruppenloyaler Voreingenommenheit und Wahrnehmungsverzerrung auch absolut nichts hören wollte.

    • Ich nich, Uwe. Mehr als Dirk Warnke direkt da drunter ins Deutsche übertragen hat, verstehe ich auch nicht.

  3. Hallo Herr Jenckel

    „Nur, weil jeder seit knapp vier Jahren befürchten muß, einen Teil des Beifalls immer von der falschen Seite zu bekommen, wenn er seinen Finger in schwärende Wunden legt, sollte sich eine aufmerksame und nachdenkliche LüneBürgerin respektive ihr männliches Pendant nicht davon abbringen lassen, Einspruch anzumelden, wo Einspruch so unübersehbar angebracht ist wie im Hallenfall an der Lüner Rennbahn, wo schon Pickenpack auf den alten Schlachthof gekommen ist“, hat Uwe Schneider gestern gepostet.

    Was halten Sie von der These, dass populistischer Rap in den den richtigen Mündern unbequeme Wahrheiten vermitteln kann, die sonst im mehrheitsgesellschaftlichen Grundrauschen untergehen?

    LG, Sönke Witthorst

  4. Georg Heinze

    Frau Paarmann und Herr Jenckel, so wie auf Ihrer Grafik soll die geplante Arena Lüneburger Land gemäß Bildunterschrift aussehen? Sparkassenarena? Buttert die Sparkassenstiftung immer noch ihre Millionen rein? Oder ist das nun nicht mehr nötig, weil „der Bürger“ für die paar Volleyballer bürgt und zahlt? Oder bekommt der Betreiber ein Festgehalt nach TVöD E 12? Gehen die erwirtschafteten Gewinne auf das Sparkonto des Kreises beim Geldinstitut? Für gemeinnützige Zwecke wie den Bau des LSK-Stadions? Dann würde ich verstehen, warum die Halle Sparkassen-Arena heißt.

    • Horst with no name

      Herr Heinze,
      die Behauptung, es handele sich nur um eine marginale Zahl an Volleyballern, für die die Halle gebaut werden solle, wird durch ständige Wiederholung nicht origineller. Mit gleicher Berechtigung könnte man umgekehrt fragen, wozu ein Stadion für 11 (bzw. 22) Spieler nötig sei. Sowohl der LSK als auch die SVG haben ihr Publikum, beide haben Bedarf an einer geeigneten Sportstätte. Die Frage ist, ob und -wenn ja – wie, wo, wann sie gebaut wird / werden. Im übrigen war – soweit ich weiß – nie die Rede von einer reinen Sport-, geschweige denn SVG-Halle die Rede. Auch der LSK wird ein nicht von ihm finanziertes Stadion wohl kaum exklusiv beanspruchen können. Noch ein Letztes: Es sollen schon Bewohner dieses Landstriches gesichtet worden sein, die sich für mehr als eine Sportart interessieren und sich über Erfolge von LSK UND SVG (und AEC) freuen können! Kaum zu glauben!?

      • Fabi the Fabulous

        Heinze meinte nicht Arena für Volleyballspieler, sondern für Volleyballfreunde, glaube ich, lieber Horst with no name. Ansonsten hat er sich danach erkundigt, nach welchem Tarif der angestellte Betreiber vom Landkreis einmal entlohnt werden wird und warum immer noch das Sparkassenlogo auf Abbildungen erscheint, unter denen steht, so sehe die Partybude mal aus, wenn sie gebaut werden sollte. Für den großen, vernünftigen Wurf: ‚Sport&Freizeitpark Lüneburger Stadt und Land‘ sind wohl alle Sportliebhaber. Für die kleine, unvernünftige Hoppe-Halle die wenigsten.