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Die Ilmenauhalle in Bienenbüttel ist marode, nun will die Gemeinde sanieren oder eine neue Mehrzweckhalle bauen. Dafür winken Fördermittel.

Bienenbüttel: Finanzspritze für Mehrzweckhalle

Bienenbüttel. Schon lange ist sie Gesprächsthema in der Gemeinde Bienenbüttel, nun könnte sie bald realisiert werden: eine neue Mehrzweckhalle. Wie das niedersächsische Sozialministerium jetzt mitgeteilt hat, soll die Gemeinde in diesem Jahr eine Million Euro für den Bau der neuen Halle erhalten. Das Geld stammt aus dem Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“ des Landes Niedersachsen.

Studenten erarbeiten Entwürfe für einen Neubau

2011 sind die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf und die Gemeinde Bienenbüttel als kooperierendes Netzwerk in das Städtebauförder-Programm aufgenommen worden. Und bereits Ende letzten Jahres hatte Bienenbüttel für die Planung der Halle Geld aus dem Topf erhalten, insgesamt 13 500 Euro. Das waren 66 Prozent der im Haushalt vorgesehenen Planungskosten in Höhe von etwa 20 000 Euro.

Nun steht finanzielle Unterstützung für den Bau in Aussicht: „Im Programmjahr 2017 sind für das ‚Kommunale Netzwerk SG Bevensen-Ebstorf/Gemeinde Bienenbüttel‘ Fördermittel in Höhe von einer Million Euro (je 50 Prozent Bund und Land) vorgesehen“, bestätigt Uwe Hildebrandt, Pressesprecher des Niedersächsischen Sozialministeriums auf LZ-Anfrage. „Die Bewilligung durch Bescheid erfolgt, nach Genehmigung durch den Bund, voraussichtlich im Sommer 2017“.

„Die Baukosten für eine neue Mehrzweckhalle stehen zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht fest“, sagt Bienenbüttels Bürgermeister Dr. Merlin Franke. Die vor Jahren geschätzten Kosten zwischen 2,5 und 3,5 Millionen Euro hält der Rathauschef für veraltet. „Die aktuellen Zahlen werden sich jetzt erst aus den Detailplanungen ergeben.“ In diese möchte er auch die Wünsche und Ideen der Vereine und Verbände einbeziehen, sagt Franke. „Da werden wir uns jetzt alle zusammensetzen.“

Totalsanierung oder ein Neubau?

Vor allem der TSV Bienenbüttel, der größte Verein der Gemeinde, wünscht sich schon lange eine neue Mehrzweckhalle – zum Beispiel für wettkampffähige Spielfelder und eine Zuschauertribüne. Doch mit dem Bau einer neuen Halle, in der auch genügend Platz für Veranstaltungen wäre, würde sich auch für viele andere Vereine und Verbände der Gemeinde ein Wunsch erfüllen. Denn die Ilmenauhalle an der Niendorfer Straße, der bisherige Treffpunkt für Bürger und Verwaltung sowie die Heimat des Schützenvereins, ist in die Jahre gekommen. Der Betonbau aus dem Jahr 1974 ist zu klein, hat keine Wärmedämmung, dafür aber veraltete Sanitär- und Umkleideräume. Lange wurde diskutiert, ob eine umfangreiche Totalsanierung oder ein Neubau die beste Lösung sei. „Wir werden uns für die wirtschaftlichere Variante entscheiden“, sagt Franke.

Seit Anfang März arbeiten bereits 60 Architekturstudenten der Hochschule Wismar an Ideen für eine Bienenbütteler Mehrzweckhalle. „Miteinbeziehen müssen sie zum Beispiel, dass sich der Standort im Hochwasserbereich der Ilmenau befindet“, erklärt Franke. Nach vier Monaten werden die Stundenten ihre Anregungen präsentieren.

Von Patricia Luft