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Die Mädchen der HipHop-Wettkampfgruppe „The T-Krew“ zeigten ihr Können an der IHK in der Grapengießerstraße. Foto: sk

Lüneburg tanzt: Rhythmisch Barrieren abbauen

Lüneburg. „Lüneburg tanzt!“ und die Innenstadt wird zur Bühne. Knapp 300 Tänzer beteiligten sich an der Aktion, die in diesem Jahr zum zweiten Mal am 29. ­April, dem Welttag des Tanzes, in Lüneburg stattfand. Das Organisationsteam traf sich schon früh, um noch die letzten Flyer zu verteilen. „Hier in Lüneburg geht es heute darum, möglichst viele zusammenzubringen, die tanzen“, sagt Karsten Meyer, einer von vier Organisatoren. Seit 1982 soll der Welttag des Tanzes den Tanz als universelle Sprache würdigen und die Barrieren zwischen den Menschen abbauen.

Am Sande, in der Grapengießerstraße, in der Bäckerstraße, in der Schröderstraße und an vielen weiteren Orten in der Innenstadt – überall bewegen sich Menschen zur Musik. Insgesamt 32 verschiedene Lüneburger Tanzgruppen stellen Sonnabend ihr Können unter Beweis, sieben Gruppen mehr als im letzten Jahr. Im Anschluss luden die VHS Lüneburg, die Evangelische Familien-Bildungsstätte und die Tanzschule Beuss in ihren Räumen zum Mitmachen ein.

Große Bandbreite an Tanzstilen

Die Stile reichen von Volkstänzen über Lateinamerikanische und Afrikanische Tänze bis zu HipHop und Jazz. „In diesem Jahr gibt es eine große Bandbreite an Stilen“, sagt Meyer: „Alles, was in Mode ist, aber auch traditionelle Tänze.“

„Man kriegt einen guten Überblick über das Tanzangebot der Stadt“, sagt Mitorganisatorin Nurka Casanova. „Wir wollen auf die Menschen zukommen und nicht warten, bis sie zu uns kommen.“ Der Volkstanzkreis Deutsch Evern ist in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Ingrid Mertens geht es dabei vor allem um den Spaß an der Sache. „Wir wollen den Leuten zeigen, dass wir tanzen.“ Und vielleicht erreiche man damit auch ein paar Leute, die auch tanzen wollen. Die Mädchen der HipHop-Wettkampfgruppe „The T-Krew“ der Tanzschule Tanzkult sind zwischen 14 und 20 Jahre alt. „Lüneburg tanzt!“ gebe ihnen die Möglichkeit, mal aufzutreten, sagt Claudia Sachs, Inhaberin der Tanzschule. „Wir wollen den Leuten zeigen, was wir machen.“

„Tanz ist eine universelle Sprache“

Trotz sehr wechselhaftem Wetter bleiben viele Leute stehen und schauen zu. Henning Koop, Tanzlehrer und Inhaber der Tanzschule Beuss, stellt Am Sande die Tänzer seiner Salsa-Rueda-Formation vor. Auch er beteilige sich in diesem Jahr zum ersten Mal an der Aktion. „Lüneburg tanzt!“ biete eine gute Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen. „Alles, was mit Tanz zu tun hat, kommt heute zusammen.“ Man habe sogar Tänzer aus dem Ausland eingeladen, erzählt Meyer. So zum Beispiel Papis Ba, einen professionellen Tänzer und Choreo­graphen aus dem Senegal. Am Sonnabend tanzt er zusammen mit Nadine Troué, Leiterin der Tanzwerkstatt des Vereins Lüneburger Assistenz. „Papis Ba kombiniert traditionellen Afrikanischen Tanz mit HipHop-Elementen“, sagt Troué. Afro-Urban nennt sich sein Stil. „Der Tanz ist eine universelle Sprache.“ Mit der Teilnahme an „Lüneburg tanzt“ wollen sie die Tanzkultur in Lüneburg fördern.

Von Svana Kühn

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