Mittwoch , 19. September 2018
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Wegen Bauarbeiten wird die Bundesstraße 216 bei der Ortsumgehung Dahlenburg für mehrere Monate voll gesperrt. Foto: t&w

Vollsperrung der Bundesstraße 216: Ausbau der Ortsumgehung Dahlenburg

Dahlenburg. Aufgrund von Bauarbeiten wird die Bundesstraße 216 Ortsumgehung Dahlenburg ab dem 8. Mai bis voraussichtlich Anfang September voll gesperrt. Wie die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg mitteilte, soll die Fahrbahn in zwei Teilabschnitten jeweils durch einen Überholstreifen ergänzt werden. Die Straße werde hierfür bis zu 4 Meter verbreitert.

Umleitungen

Nordroute: Der Verkehr aus Lüneburg wird von der B 216 auf die L 221 über Neetze nach Bleckede und weiter Richtung Süden über die L 222 nach Dahlenburg umgeleitet und umgekehrt.

Südroute: Der Verkehr aus Dannenberg wird von der B 216 in Göhrde nach Westen über die L253 nach Römstedt geführt. In Römstedt wird der Verkehr weiter über die K 39 Richtung Norden bis Vorwerk, weiter über die L 232 bis Altenmedingen und über die K 2 nach Norden zurück auf die B 216 geleitet.

LKW-Verkehr: Der LKW – Verkehr wird ab Amt Neuhaus über die B 195 Richtung Norden über Boizenburg und weiter über die B 5 Richtung Westen über Lauenburg nach Lüneburg und umgekehrt geleitet.

Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis zum 1. September an. Witterungsbedingte Verzögerungen sind möglich. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis. Die Baukosten belaufen sich auf rund 2,0 Mio. Euro und werden von der Bundesrepublik Deutschland getragen. lz

8 Kommentare

  1. „Überholstreifen“ auf Dahlenburgs Ortsumgehung? Überflüssig wie sonst was, und eine Einladung für alle Raser, hier mit Tempo 160 „mal alles aus der Maschine rauszuholen“. Wer diesen Streckenabschnitt kennt, weiss, dass hier höchstens zur Erntezeit einmal für 5 Minuten Rücksicht auf landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge genommen werden musste. Nun wird beim Ausbau der Ortsumgehung die teuer angelegte „Seitenbegrünung“ eben wieder komplett entfernt – und die eigentlich völlig ausreichende Umgehung erhält Autobahn-ähnliche Dimensionen. Das Credo lautet „Wachstum und Beschäftigung“ und passt ja so wunderbar zu Dahlenburgs wachsendem Industriegebiet! Verkehrsplanung der besonderen Art, ohne Rücksicht auf Verluste, und das in einer Region, die unmittelbar an das „Biosphärenreservat Elbtalaue“ grenzt. Könnte man solche, angeblich wichtigen „Infrastrukturausgaben“ nicht eventuell doch sinnvoller planen und einsetzen? Zeit, mal darüber nachzudenken, nicht nur in der Zeit der Vollsperrung bis September …

    • Sicherlich ist die Erweiterung der Ortsumgehung aus vielerlei Sicht völlig überflüssig.

      Andersherum kommt es aber leider immer wieder zu gefährlichen Überholsituationen auf gerade dem Streckenabschnitt, denn trotz teilweisem Überholverbot wird dort überholt wie irre. Manchen können vermutlich um die Ecke gucken und riskieren Kopf und Kragen für (im günstigsten Fall) ein paar Minuten Zeitgewinn.

      Da andere Maßnahmen (Kontrollen, Verbote etc) nicht wirklich fruchten, ist der Ausbau ein Beitrag zur Verkehrssicherheit. Insbesondere für diejenigen, die vernünftig fahren.

      • Mit dem Argument müsste man aber die ganze Strecke zwischen Dahlenburg und Lüneburg mehrspurig ausbauen, weil da überall wie blöde trotz Überholverbot überholt wird. Und nebenbei, ich mache den Weg erst seit Umzug im März und musste das bereits mehrfach feststellen…

        • Eigentlich müsste die Strecke genau das erfahren. Vom Reinstorfer Kreuz bis kurz vor Dannenberg.

          Wer hier jetzt wieder schimpft, wegen ‚ein paar Minuten Zeitgewinn‘ der sollte nicht so tun, als würde er selber fröhlich pfeifend hinter den Sattelzügen hinterher tingeln.

    • @Simone: Ich weiß nicht, wie oft Sie die Strecke fahren. Aber landwirtschaftlichen Verkehr gibt es da nicht nur zur Erntezeit ein paar Tage lang.

      Nicht zu vergessen, die Lkw, die sich dann doch an die für sie erlaubte Geschwindigkeit halten.

      Und wie kommen Sie darauf, das wegen ein paar hundert Metern die Leute plötzlich mit Tempo 160 durch die Gegend bretzeln? Passiert das zwischen Barendorf und der Abfahrt Lüneburg-Hafen etwa? ich hab das – obwohl dort regelmäßig beruflich unterwegs – noch nicht feststellen können.

      Fakt ist, das auf dem Streckenabschnitt was passieren musste. Ich begreife bis heute nicht, warum man das nicht gleich so planen konnte. Die Gegebenheiten, die heute zum Umbau führen, hat es schon vor 14 Jahren gegeben. Zugegeben mit wesentlich weniger Lkw-Verkehr.

      Aber das der zunehmen würde, war schon damals kein Geheimnis.

  2. Endlich! Vollgas!

  3. Karsten Klüver

    Noch mehr Raser…..und noch mehr Unfälle
    100%
    Super!!!!

  4. Ich fahre diese Strecke täglich seit es sie gibt und bin froh, dass das nun gebaut wird. Diese endlose Kurve um Dahlenburg herum, war doch irgendwie eine Fehlplanung. Anfangs war die Strecke ohne Überholverbot, was etliche, auch tötliche, Unfälle nach sich zog. Daraufhin wurde ein komplettes Überholverbot eingeführt, was natürlich einige Mitmenschen nicht davon abhält, dennoch riskant zu überholen.
    Es ist natürlich auch eine kleine Geduldsprobe, in der endlosen Schlange hinter einem Lkw oder einem Treckergespann her zu tuckeln. Insofern wird es für alle eine spürbare Entlastung geben und ich denke nicht, das durch den künftigen Überholfahrstreifen die Unfallzahlen steigen werden, eher das Gegenteil wird der Fall sein. Überholen zu können, heißt doch nicht immer automatisch rasen zu wollen.