Aktuell
Home | Lokales | Nein zu fünftem verkaufsoffenen Sonntag
Der 28. Mai ist verkaufsoffener Sonntag. Für die vielen Begleitaktionen und zum entspannten Bummeln wird der Platz "Am Sande" für den Verkehr gesperrt. Foto: phs

Nein zu fünftem verkaufsoffenen Sonntag

Lüneburg. Vier Shopping-Sonntage im Jahr waren nach dem Niedersächsischen Gesetz über Ladenöffnungs- und Verkaufszeiten bereits schon möglich. Die geplante Neuf assung sieht nun vor, dass der Handel auch an einem fünften Sonntag pro Jahr je Stadtbezirk seine Läden öffnen könnte. Voraussetzung ist auch hier ein angemessener Anlass. Für Heiko Meyer, Vorsitzender des Lüneburger Citymanagements, ist ein fünfter verkaufsoffener Sonntag grundsätzlich keine Option.

„Wir haben immer deutlich gemacht, dass wir nicht mehr als vier verkaufsoffene Sonntage wollen“, betont Meyer. Der Grund: Die Mitarbeiter im Handel sollen nicht zusätzlich belastet werden. Der LCM-Chef macht aber auch deutlich: „Die vier Sonntage brauchen wir aus wirtschaftlicher Sicht ganz besonders.“

Nächste Termine: 28.5., 3.9., 29.10.

Denn die lockten auch viele Kunden aus anderen Landkreisen in das Kaufhaus Lüneburg. Nicht nur, weil dann Geschäfte geöffnet sind, sondern weil die LCM im Schulterschluss mit der Lüneburg Marketing auch immer ein Programm mit vielen Aktionen bietet. Das sei der Garant dafür, dass Kunden das Kaufhaus Lüneburg von seinen besten Seiten erleben „und dann auch wiederkommen“, ist Meyer überzeugt.

Für die Durchführung der vier verkaufsoffenen Sonntage muss der Handel bei der Stadt einen Antrag stellen. Die bittet dann unter anderem die Gewerkschaften und die Kirchen um Stellungnahmen. Laut Stadtpressesprecherin hat es für den Termin am 2. April und die drei weiteren in diesem Jahr (28. Mai, 3. September und 29. Oktober) keine Einwände gegeben.

David Matrei, Handelsexperte bei ver.di Niedersachsen, sagt: „Wir halten es für sinnvoll, dass es bei vier Sonntagen pro Gemeinde und Jahr bleibt.“ Die Gewerkschaft begrüße jedoch, dass im Gesetz festgeschrieben werden soll, dass es für einen verkaufsoffenen Sonntag einen konkreten Anlass geben muss. Überall, wo per Gericht Sonntagsöffnungen untersagt worden seien, hätte kein angemessener Anlass vorgelegen. „Der ist aber notwendig, um von der Sonntagsruhe abzuweichen.“ Den Anlass würde die Gewerkschaft aber noch konkreter definiert haben – beispielsweise ein großes Volksfest.

Von Antje Schäfer