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Der neue Rüstwagen – hier zu sehen bei einer ersten Probefahrt im Lüneburger Hafen – ist der ganze Stolz der Feuerwehr. Vollgepackt mit Technik hat er einen Wert von 430000 Euro. Foto: feuerwehr

Feuerwehr Lüneburg erhält neuen Rüstwagen

Lüneburg. Im Ernstfall geht es um Menschenleben und Millionenwerte. Da ist neben einer guten Ausbildung der Einsatzkräfte auch eine moderne Ausstattung gefragt, um effektiv helfen zu können. Deshalb ist das Team der Freiwilligen Feuerwehr Lüneburg dankbar, dass die Brandbekämpfer jetzt ein neues Fahrzeug bekommen haben. Stadtrat Markus Moßmann hat den rund 430 000 Euro teuren Rüstwagen nun offiziell an Stadtbrandmeister Thorsten Diesterhöft und seine Truppe übergeben.

Fahrzeug ersetzt 35 Jahre alten Vorgänger

„Das Fahrzeug wurde speziell für die schwere technische Hilfeleistung und Gefahrgutunfälle konzipiert und weist einige Besonderheiten auf“, erklärt Feuerwehrsprecher Daniel Roemer. Eine der Besonderheiten in der Beladung sei ein „explosionsgeschützter Elektro-Druckbelüfter inklusive Wassernebeldüse und Kanaldeckeladapter zur Belüftung von Kanalsystemen“. Auch für Lastwagen- sowie Hoch- und Tiefbauunfälle sei eine entsprechende Ausrüstung an Bord. Zwei Pressluftatmer mit inte­grierter Absturzsicherung gebe es ebenso wie eine Seilwinde und ein Notstromaggregat, darüber hinaus zwei LED-Beleuchtungssysteme mit jeweils 960 Watt Lichtleistung.

„Das heißt, dass pro System etwa 5000 Quadratmeter ausgeleuchtet werden können“, macht Roemer deutlich. Das Fahrgestell stamme von der Firma MAN, 340 Pferdestärken sorgen für den Antrieb. Annehmlichkeiten, die auch Autofahrer zu schätzen wissen, sind ebenfalls Bestandteil des Pakets, zum Beispiel ein Navigationssystem und eine Rückfahrkamera – in diesem Fall mit Mikrofon, um Rufgeräusche der Einweiser in der Fahrerkabine wahrzunehmen.

Zur Zusatzausrüstung zählen unter anderem zwei Multifunktionsleitern, ein Schnelleinsatzboot, ein Motortrennschleifer, Schere, Spreizer, ein Pedalschneider und einiges mehr. Das Fahrzeug ersetze einen 35 Jahre alten Vorgänger. red