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Eine rund zwei Hektar große Fläche neben dem Wittorfer Sportplatz im Eigentum der Gemeinde soll Standort für das neue Dorfgemeinschaftszentrum der Kommune werden.

Neues Zentrum für die Dorfgemeinschaft in Wittorf

Wittorf. Im Dorfgemeinschaftshaus kam der Gemeinderat Wittorf zu seiner jüngsten Sitzung zusammen. Dass der Raum für den Termin überhaupt zur Verfügung stand, d as war laut Bürgermeister Michael Herbst (SPD) fast schon ein Glücksfall. Denn das Haus am Höpenweg platzt mittlerweile aus allen Nähten: „Dieser Raum hier ist jeden Tag komplett ausgebucht, wir könnten ihn locker doppelt belegen“, leitete Herbst den Tagesordnungspunkt ein, der die Gemeinde in nächster Zeit intensiv beschäftigen wird: Wittorf soll ein zweites Gemeinschaftshaus bekommen. Mit dem einstimmigen Beschluss, den Auftrag an ein Architektenbüro für Entwurf und Planung des neuen „Dorfgemeinschaftszentrums“ zu vergeben, gab der Rat den offiziellen Startschuss für das Projekt.

Vereinstreffen, Feuerwehrschulungen, Seniorennachmittage, Musikunterricht, Sport – die Freizeitangebote in Wittorf sind vielfältig und werden gut angenommen. Um den dringend benötigten Raum zu schaffen, ist nun der große Wurf geplant: Auf einem 20.000 Quadratmeter großen Gelände neben dem Sportplatz soll das neue Dorfgemeinschaftszentrum mit quadratischem Außenmaß von etwa 25 mal 25 Metern entstehen. Kernstück ist nach einem ersten Vorentwurf ein 225 Quadratmeter großer Bewegungsraum, dazu kommen zwei Tagungsräume, Umkleideräume und Sanitärtrakt. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2018 vorgesehen, Kosten nach vorläufigen Berechnungen: 1,33 Millionen Euro.

Baubeginn ist erst, wenn der Förderbescheid eingeht

Zum Thema Finanzierung hatte Herbst Positives zu vermelden: „Es sieht sehr gut aus für uns“, teilte er mit, „das Objekt ist förderfähig.“ Für die Einzelmaßnahme habe die Gemeinde gute Chancen, die maximale Summe von 500.000 Euro aus dem Fördertopf für die Dorfentwicklung zu erhalten. Die Planung soll nun zunächst bis zur Fertigstellung des Bauantrags laufen. Baubeginn ist erst, wenn der Förderbescheid eingeht.

Gern würde die Gemeinde weitere Maßnahmen zum Dorferhalt über das Dorfentwicklungsprogramm realisieren, doch dafür fehlen ihr momentan die Partner: Denn es können sich nur noch „Dorfregionen“ aus mindestens drei Dörfern bewerben. Mechtersen, Vögelsen und Radbruch haben sich gerade erst zusammengeschlossen, Nachbar Barum ist bereits im Programm. Handorf käme in Frage, möglicherweise auch Rottorf oder Oldershausen. „In diese Richtung werden wir weiterdenken“, kündigte Herbst an.

Mischung aus Gewerbe und Handwerk

Auch alle anderen Punkte hakte der Rat einstimmig ab: Für den Bebauungsplan Nr. 10 „Heidkoppel“ wurde eine Veränderungssperre beschlossen. „Wir brauchen Sicherheit, damit wir die Fläche gründlich überplanen können“, sagte Herbst. Das Gebiet sei wegen der vorhandenen Mischung aus Gewerbe und Handwerk sensibel.

Die Schießhalle bekommt nach der Heizungssanierung vier neue Fenster und zwei neue Türen. Ein Anhänger für den Gemeindearbeiter wird angeschafft, und der Schulförderverein der Grundschule Handorf erhält einen 500-Euro-Zuschuss.

Von Ute Klingberg-Strunk