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Geschäftsführerin Andrea Schmidt und ihr Team haben ein umfangreiches Programm für den 15. Geburtstag des Biosphaeriums vorbereitet. Mit dabei ist auch Bibermaskottchen „Elbi“ – in dem Kostüm steckt Jannes Klipp, der sein freiwilliges ökologisches Jahr in Bleckede absolviert.

Bleckede: Biosphaerium Elbtalaue feiert 15. Geburtstag

Bleckede. Niedersachsens damaliger Umweltminister Wolfgang Jüttner kam nach Bleckede, dazu Gäste aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Kultur: Vor fast gena u 15 Jahren, am 8. Mai 2002, wurde das „ElbSchloss Bleckede“, später „Biosphaerium Elbtalaue – Schloss Bleckede“, offiziell eröffnet. Mit einem großen Programm wird jetzt ab Sonntag, 7. Mai, das 15-jährige Bestehen gefeiert.

Offizieller Auftakt der Geburtstagsfeierlichkeiten ist der Tag der offenen Tür am Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Bei freiem Eintritt gibt es unter anderem Themenführungen zu Fischen, Bibern und den Vögeln der Elbtalaue oder einen Blick hinter die Kulissen. An der Button- und Malstation können Kinder und Erwachsene kreativ werden und bei Mitmachaktionen einiges dazu lernen. Bei der Entdeckerrallye und am Glücksrad gibt es Preise, für Selfies ist Bibermaskottchen „Elbi“ vor Ort.

Zweimal haben die Macher des Biosphaeriums die Zahl „15“ in Programme anlässlich des Geburtstags umgesetzt: Zum einen stehen noch bis zum Ende des Jahres insgesamt 15 „Entdeckertouren“ auf dem Programm. Nächster Termin ist schon am morgigen Freitag, 5. Mai, wenn es zur Mitmachaktion „Von Maus­ohren und Abendseglern“ ab 19.30 Uhr auf die Suche nach Fledermäusen geht.

Zum anderen bietet das Bio­sphaerium an jedem „15.“ des Monats den „Fünfzehner“ – Aktionen und Veranstaltungen, die jeweils am 15. des Monats stattfinden. Los geht es Montag, 15. Mai, 19 Uhr, wenn Dr. Franz Höchtl von der Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue berichtet über „Naturschutz ganz einfach: Refugien für Wildbienen, Schmetterlinge und Co. im Garten, auf Balkon und Terrasse“.

Geplant sind für den Sommer auch zwei „lange Abende“, an denen das Biosphaerium bis 22 Uhr statt 18 Uhr geöffnet ist, berichtet Andrea Schmidt, Geschäftsführerin des Biosphaeriums. „Da kann man gucken, ob Fische schlafen gehen oder ob man vom Aussichtsturm Biber sieht.“

Auch im Rahmen der Feiern zum 15-jährigen Bestehen des Biosphaeriums findet die Wanderausstellung „Die Welt der Bienen ganz nah“ statt. Wer will, taucht noch bis zum 31. Mai in die Welt der Honig- und Wildbienen ein. In diesem Jahr findet zudem das Historische Schlossfest am 12. und 13. August sowie das 2. Bleckeder Apfelfest am 10. September statt.

Neben den Vorbereitungen für das 15-jährige Bestehen gibt es für Biosphaerium-Geschäftsführerin Andrea Schmidt und ihr Team noch vieles mehr zu tun – unter anderem die Aktualisierung der Ausstellung. So soll das Thema „Kulturlandschaft“ neu aufgearbeitet werden. „Wir müssen etwas tun, damit das Biosphaerium für Besucher attraktiv bleibt“, hatte Bleckedes Bürgermeister Jens Böther (CDU) gesagt.

Von Ingo Petersen

Umstrittenes Konzept

Weniger Besucher als geplant

Am Anfang war es ein leerstehendes Schloss, über viele Jahre. Dann zog 2002 in Bleckede nach umfangreichen Sanierungsarbeiten eine naturkundliche Ausstellung in die Räume. 2011 folgte die Erweiterung um die ehemalige Remise, wo für 1,4 Millionen Euro ein Elbe-Aquarium und eine Biberanlage integriert wurden. Die Erweiterung war umstritten. Kritiker wiesen auf hohe Kosten und Folgekosten hin. Die Stadt Bleckede bezuschusste das Geschäft 2016 mit 161.000 Euro. Das Land Niedersachsen steuerte 145.000 Euro bei.

Bei rund 20.000 zahlenden Gästen pro Jahr , so Geschäftsführerin Andrea Schmidt, liege die Besucherzahl, dazu kommen 5000 bis 8000 Gäste, die kostenlose Angebote nutzen – die in einer Machbarkeitsstudie prognostizierten Zahlen von 37.000 Gästen pro Jahr wurden bisher nicht erreicht.

Seit 2002 ist das Biosphaerium nicht nur Informationszentrum, sondern auch Tourist-Information für Bleckede und die Elbtalaue sowie Veranstaltungsort für kulturelle Ereignisse.