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Die Marschwetterbrücke ist eine von zehn Querungen der Gemeinde, die saniert werden müssen. Foto: cw

Echem: Brücken bereiten Kummer

Echem. Echem steht vor großen finanziellen Herausforderungen. Der Grund dafür sind die Brücken der Flächengemeinde, die in die Jahre gekommen sind und nach und nach saniert werden müssen. „Mit zehn Brücken haben wir die meisten in der ganzen Samtgemeinde“, sagte Bürgermeister Steffen Schmitter (CDU) bei der jüngsten Ratssitzung, als es darum ging, den Haushalt zu verabschieden. „Da wird noch einiges auf uns zukommen.“

Den Anfang macht in diesem Jahr die Marschwetterbrücke bei Fischhausen. Ein Überbleibsel aus der Zeit, als der Elbe-Seitenkanal gebaut wurde und die Baufahrzeuge Querungshilfen über die unzähligen Gräben brauchten. Rund 75 000 Euro hat der Rat dafür im Haushalt angesetzt.

Neubau der Brücke wirtschaftlicher?

„Wenn wir aber daran denken, dass die Sanierung der Bruchbrücke vor einigen Jahren rund 250 000 Euro gekostet hat, bleibt nur zu hoffen, dass wir damit auskommen“, so Schmitter. In einigen Fällen müsse man sich auch die Frage stellen, ob ein Abbruch oder gar ein Neubau nicht wirtschaftlicher sei. „Wir müssen uns Geldgeber suchen“, erklärte der Bürgermeister. „Möglicherweise können wir von dem Fonds profitieren, den die Samtgemeinde auflegen will.“

Noch gibt es den Fonds nicht, der sich aus Überschüssen der Samtgemeindeumlage zusammensetzen soll, die an die Gemeinden zurückgeflossen ist. „Wir wollen das gern fortsetzen, aber vielleicht auch die Chance haben mitzureden, wofür dieses Geld verwendet wird“, sagte Samtgemeindebürgermeister Laars Gerstenkorn auf LZ-Nachfrage. Ein möglicher Verwendungszweck wäre sicherlich die Straßenunterhaltung und damit auch die Brückensanierung. Allerdings: „Allzu weit kommt man mit den Beträgen nicht“, machte Gerstenkorn deutlich. In den vergangenen Jahren sind rund 150 000 Euro für alle Mitgliedsgemeinden zurückgeflossen.

Brücke größter Posten im Echemer Haushalt

Auch er setzt im Zweifelsfall auf den Neubau. „Das ist auch in Hinsicht auf die heute möglichen Tonnagen einfach wirtschaftlicher.“

Die Brücke ist auch der größte Batzen im Echemer Haushalt. „Sowohl der Ergebnis- als auch der Finanzhaushalt sind im Defizit, werden aber beide aus der Überschussrücklage gedeckt“, erklärte Schmitter. „Das Positive ist, dass wir keine Kredite aufnehmen müssen und sogar zum 30. Juni schuldenfrei sind.“

Mit 30 000 Euro schlägt die Sanierung der Straße In den Blöcken zu Buche, 15 000 Euro sind für Straßenbeleuchtung vorgesehen. Weitere 10 000 Euro werden für die Stabilisierung der Seitenräume der Schulstraße mit Rasengittersteinen ausgegeben, mit 5000 Euro unterstützt die Gemeinde ihre Vereine und Verbände.

Der Haushalt wurde einstimmig beschlossen, nur bei der Aufteilung der Gelder an die Vereine gab es leichte Unstimmigkeiten zwischen den Fraktionen.

Von Claudia Wesch