Donnerstag , 22. Februar 2018
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Die Bauarbeiter rücken erst später an auf der A39, dann aber wird auch die Anschlussstelle Lüneburg-Nord erneuert. Foto: t&w

Aufschub für die A-39-Sanierung

Lüneburg/Bardowick. Der Asphalt auf der A39 zwischen Lüneburg und Handorf muss nun doch noch länger halten. Ursprünglich sollte die Sanierung auf diesem Strecke nabschnitt Ende Mai beginnen (LZ berichtete). Daraus wird jetzt nichts mehr. „Wir können diesen Termin definitiv nicht halten“, sagt auf LZ-Anfrage Gesa Schütte von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, nennt als Grund „vergaberechtliche Probleme“.

Eines der Bauunternehmen, das sich ebenfalls an der EU-weiten Ausschreibung beteiligt hatte, habe einen „Antrag auf ein Nachprüfverfahren“ bei der Vergabekammer gestellt. Das habe aufschiebende Wirkung. „Mit der Einleitung dieses Verfahrens sind nicht mehr wir Herr des Verfahrens, sondern das niedersächsische Wirtschaftsministerium“, erläutert die Fachbereichsleiterin Bau bei der Behörde. Gleichwohl hofft die Bauingenieurin, dass die Arbeiten an der A39 trotzdem noch in diesem Jahr über die Bühne gehen können. „Das ist unser großes Ziel.“ Wann nun aber die Bagger anrücken und die Autofahrer sich auf längere Staus einstellen müssen, das könne sie derzeit nicht sagen.

Grundsätzlich ändern soll sich aber trotz des Nachprüfverfahrens nichts am technischen Ablauf der Sanierung. Starten sollen die Arbeiten in Fahrtrichtung Hamburg, im kommenden Jahr soll dann die Gegenrichtung „grundhaft erneuert“ werden. Der Verkehr soll während der Bauarbeiten in diesem Jahr auf der westlichen Richtungsfahrbahn an der Baustelle vorbei zweispurig in Richtung Hamburg und einspurig in Richtung Lüneburg geführt werden. Erneuert werden auch die Anschlussstellen Lüneburg-Nord und Handorf. Diese Arbeiten, das machte Schüttes Chef Dirk Möller schon vor Monaten gegenüber der LZ deutlich, seinen aus Sicht der Behörde notwendig, weil die Fahrbahn der A39 in diesem Bereich bereits 30 Jahre alt ist.

Arbeiten am Häcklinger Kreuz auf der Zielgeraden

Dass die Zeit ihre Spuren im Straßenbelag hinterlässt, zeigt sich auch an einer anderen Baustelle der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Seit Wochen sind Arbeiter dabei, die Fahrbahn des Häcklinger Kreuzes inklusive der Verbindungsrampen zu erneuern. Warum die Arbeiten länger dauern als ursprünglich geplant, erklärt Gesa Schütte mit zusätzlichen Arbeiten am Untergrund im Bereich der Auf- und Abfahrtsrampen, „die im Vorfeld nicht zu erkennen waren“. So sei beim Bau der Rampen vor knapp 30 Jahren der Zementverfestiger falsch eingebaut worden. Diesen Baumangel jetzt zu beheben, sei aufwändig. Der alte Untergrund musste ausgekoffert und ein 20 Zentimeter tiefes Schotterbett neu eingebaut werden.

Doch langsam nähere man sich dem Ende: Am 19. Mai soll die Vollsperrung nach aktueller Planung der Behörde aufgehoben werden, am 25. Mai die Baustelle dann komplett verschwunden sein. Dann kann wenigstens auf der Bundesstraße 4 und am Häcklinger Kreuz der Verkehr wieder ungestört rollen.

Von Klaus Reschke

6 Kommentare

  1. Ich fahre auf der A39 regelmäßig und konnte bis jetzt nicht feststellen dass die Fahrbahndecke zwischen Lüneburg-Nord und Handorf irgendwie beschädigt oder uneben ist oder sich tiefe Spurrillen gebildet hätten. Es läßt sich in beide Richtungen bestens fahren. Ist da allein das Alter ein ausreichendes Argument für eine nicht unerhebliche Investition? Oder ist es mehr eine politische Investition um die Wirtschaft in Gang zu halten.

    • Ich bezweifelt das Alter von 30 Jahren auch !! Soweit ich mich erinnere ist die max. 25Jahre alt. Oder irre ich mich !? Hat jemand da noch Erinnerung !?

    • Ich empfehle ihnen die Strecke mal mit einem sportlichen/härter abgestimmten Wagen zurückzulegen. Dann merken sie recht schnell die Queerfugen, die das ganze Auto vibrieren lassen. Hinzu kommt auf der rechten Spur eine deutlich zu merkende Spurrille. Eine Erneuerung ist also durchaus angemessen, da sowas die Fahrstabilität und in der Folge die Sicherheit einschränkt.

      Mfg, Torsten

      • Torsten
        ich empfehle ihnen, sich mal gedanken über verkehrsvermeidung zu machen, anstatt deutschland zupflastern zu lassen.
        Mfg,Klaus Bruns

  2. Eine glückliche Fügung. Ich bin froh, dass es durch die Verzögerung nun keine Überschneidungen mit den aktuellen Baustellen auf den Ausweichstrecken aus Richtung Norden, sprich Hamburger Straße/Bardowick sowie B 209 (Adendorf) gibt. Notwendige Sanierung hin oder her, die ursprüngliche Terminplanung war eine Katastrophe.

  3. Genau wie Oskar bin ich täglich auf der A39 unterwegs und kann die Aussage nur bestätigen. Es gibt in Niedersachsen weitaus schlimmere Fahrbahnzustände (z. B. A7), die eine Sanierung nötiger hätten und das Geld besser eingesetzt würde.