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Oedeme: Zeitungsausträger soll aus Rache getötet haben

Lüneburg. Der Zeitungsausträger, der am 1. April in Oedeme einen 51 Jahre alten Mann erstochen hat, muss sich wegen Mordes verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt Anklage gegen den 42-Jährigen erhoben.

Staatsanwältin Angelika Klee sagt: „Dem Angeschuldigten wird vorgeworfen, das Opfer aus niedrigen Beweggründen und heimtückisch durch Stiche mit einem Küchenmesser in den Oberkörper getötet zu haben. Die Anklage geht davon aus, dass es am Tattag gegen 16.30 Uhr auf dem Grundstück des Opfers zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen den Männern kam, in der dem Angeschuldigten Unregelmäßigkeiten bei der Zustellung des Blattes vorgeworfen wurden.“ Darüber sollen sich die beiden Männer auch vorher schon mehrmals gestritten haben.

Am 1. April eskalierte der Streit über die Zustellung

Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass der Austräger die Vorhaltungen des Opfers als unberechtigt empfand. An diesem Nachmittag sei der Streit eskaliert, der Austräger habe ein Küchenmesser von zu Hause geholt, um sich für die Vorwürfe zu rächen. Auf dem Grundstück des Opfers im Baugebiet Rosenkamp sei es dann zu einer erneuten Ausei­nandersetzung gekommen. Der 42-Jährige hat dann nach Auffassung der Staatsanwaltschaft „mit dem Küchenmesser auf den zu diesem Zeitpunkt arg- und wehrlosen Mann eingestochen, um ihn zu töten und sich für die Vorhaltungen zu rächen“.

Das zunächst schwerverletzte Opfer war unmittelbar nach der Tat ins Klinikum Lüneburg gebracht. Dort starb der Mann kurze Zeit später. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten zudem vor, Angehörige des Opfers mit dem Tod bedroht zu haben, als er vom Sohn des Opfers festgehalten wurde, bis die Polizei eintraf. Der Austräger habe am Tattag selbst gegenüber der Polizei eine Auseinandersetzung und Stiche mit einem Messer eingeräumt, dann aber keine weiteren Angaben mehr gemacht. Er befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. red