Donnerstag , 18. Oktober 2018
Aktuell
Home | Lokales | Weiterführende Schulen: Am liebsten zum Gymnasium
Rund 1650 Viertklässler aus Stadt und Landkreis Lüneburg machen sich auf den Weg und wechseln nach den Sommerferien an eine weiterführende Schule. Foto: A/t&w

Weiterführende Schulen: Am liebsten zum Gymnasium

Lüneburg. Seit im vergangenen Jahr die Schullaufbahnempfehlung nach Ende der Grundschulzeit in Niedersachsen abgeschafft worden ist, hat sich in Lüneburg der Trend zum Gymnasium, so scheint es, verstärkt. 52 Prozent aller Viertklässler – und damit noch einmal etwas mehr als in den Vorjahren – sollen nach den Ferien auf ein Gymnasium in Stadt oder Landkreis wechseln.

Oedeme ist am stärksten gefragt

Der fokussierte Elternwunsch führt einmal mehr zu Platzproblemen. Denn das Gymnasium Oedeme ist erneut so stark angewählt worden, dass nicht alle Kinder dort auch untergebracht werden können. 237 Grundschüler haben sich dort um einen Platz beworben, allein 51 von der Grundschule Reppenstedt und 43 vom Hasenburger Berg. Das wären zusammen acht Klassen – zu viel für die auf Sechszügigkeit ausgelegten Kapazitäten. Doch eine siebte 5. Klasse soll es geben, etwa 30 Schüler müssten sich dennoch umorientieren. Hier greife laut Kreisverwaltung der angegebene Zweitwunsch – je nach Schüler ist es die Wilhelm-Raabe-Schule, das Johanneum oder die Integrierte Gesamtschule (IGS) Embsen.

„Enttäuscht bin ich über die Anmeldungen an der IGSaus Embsen selbst, von dort kommen nur sechs Kinder.“
Martin Wiese, Landkreis Lüneburg

Voll ist auch die Herderschule, für sie liegen 149 Anmeldungen vor, dort können fünf 5. Klassen gebildet werden. Für das Johanneum liegen 139 Anmeldungen vor, für die Wilhelm-Raabe-Schule 120, für das Bernhard-Riemann-Gymnasium in Scharnebeck 127 und für das Gymnasium Bleckede 73.

Mehr Anfragen als Plätze

Mehr Anfragen als Plätze, das kennt man auch an der IGS Lüneburg in Kaltenmoor. 150 Plätze stehen dort jedes Jahr zur Verfügung, diesmal gab es 174 Bewerbungen dafür. Wie in den Vorjahren musste nach einem festgelegten Verfahren das Los entscheiden, wer einen Platz bekommt, bei den anderen komme ebenfalls der Zweitwunsch zum Tragen. Für die Stadt Lüneburg als Schulträger sagt Pressesprecherin Suzanne Moenck: „Es ist auch diesmal wieder eine gute Mischung von Schülern mit unterschiedlichen Leistungsstärken.“ So sei gewährleistet, dass nicht ausschließlich notenschwache oder ausschließlich notenstarke Schüler eine Klasse bilden.

An der IGS Embsen haben sich 115 Schüler angemeldet, darunter seien auch viele aus dem Gebiet der Hansestadt. Damit startet der neue 5. Jahrgang mit fünf Klassen. Nachdem die noch junge Schule anfangs eher zögerlich angewählt wurde, scheint sie sich nun etabliert zu haben. Für den Landkreis als Schulträger sagt Fachbereichsleiter Martin Wiese: „Das ist eine erfreuliche Entwicklung. Etwas enttäuscht bin ich über die Anmeldungen aus Embsen selbst, denn von dort kommen nur sechs Kinder.“ Er wolle mit der Schulleitung sprechen, damit „die IGS über diese Situation mit den Eltern vor Ort ins Gespräch kommt“.

Bei der Oberschulen sind Oedeme (109) und Am Wasserturm (101) am stärksten gefragt, deutlich dahinter folgen die Schule am Katzenberg in Adendorf (75), Scharnebeck (64), die Christianischule auf dem Kreideberg (63), die Hugo-Friedrich-Hartmann-Schule in Bardowick (45), Dahlenburg (37) und Neuhaus (23). In Bleckede möchten 49 Kinder auf die letzte reine Realschule und 30 auf die Hauptschule.

Von Alexander Hempelmann

2 Kommentare

  1. Werner Schneyder

    De IGS Embsen ist bei den Eltern angekommen, eine fünfte 5. Klasse muss her – Glückwunsch. Wieso hat Herr Wiese ein Problem, dass wenig Kinder aus Embsen kommen? Das ist freie Schulwahl.

    • Werner Schneyder
      Wieso hat Herr Wiese ein Problem?
      ich schätze mal, es geht um das geld.