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Merten-Ole Stegen, Lisann Hoeft (v.l.) und Mirko Lekat (r.) sind Auszubildende beim Landkreis Lüneburg. Am Mittwoch werden sie unterweg sein, um für den Praxisdialog zu werben. Auf die Rückmeldungen ist Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer gespannt. Foto: be

Integriertes Mobilitätskonzept soll ÖNVP im Landkreis Lüneburg verbessern

Lüneburg. Wie lassen sich Verkehrsmittel des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Stadt und Landkreis besser miteinander vernetzen? Wie kann die Rolle des Fahrrads und des E-Bikes, auch in Kombination mit dem ÖPNV, gestärkt werden? Welche neuen Mobilitätsangebote können die Erschließung der ländlichen Bereiche verbessern? Das und vieles mehr wird Inhalt des „Integrierten Mobilitätskonzepts“ sein, das derzeit im Auftrag des Landkreises Lüneburg von Experten erstellt wird.

Neuer Nahverkehrsplan ab 2020

Das Konzept soll in den neuen Nahverkehrsplan einfließen, der ab 2020 den noch bis Ende 2019 geltenden Nahverkehrsplan ablösen wird. Dieser bildet die Grundlage für den Öffentlichen Personennahverkehr mit Buslinien und Anruf-Sammel-Mobil und wird ab Ende 2019 den Inhalt künftiger Verkehrskonzessionen vorgeben.

Im Februar hatte das vom Landkreis beauftragte Verkehrsingenieurbüro „PTV Transport Consult“ erste Grundlagen des künftigen „Integrierten Mobilitätskonzepts“ vorgestellt, das sich der Landkreis Lüneburg rund 100 000 Euro kosten lässt. Seitdem wird weiter intensiv gearbeitet, auch in der „Lenkungsgruppe“, in der unter anderem Kreisverwaltung, Bürgermeister, Naturschutz- und Verkehrsverbände, Seniorenbeirat und Universität vertreten sind.

Mitarbeit der Bürger wichtig

Ganz freiwillig leistet der Landkreis den Aufwand nicht, ebenso wie unzählige Kommunen landauf, landab – Grundlage ist die „Verordnung (EG) Nr. 1370/2007 des europäischen Parlaments und Rats vom 23. Oktober 2007 über öffentliche Personenverkehrsdienste auf Schiene und Straße und zur Aufhebung der Verordnungen (EWG) Nr. 1191/69 und (EWG) Nr. 1107/70 des Rates“.
Ende 2017, sagt Lüneburgs Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer, werde das „Integrierte Mobilitätskonzept“ vorliegen, anschließend geht die Arbeit weiter: die Verkehrsgesellschaft Nord-Ost-Niedersachsen mbH und der Landkreis werden den künftigen Nahverkehrsplan ausarbeiten, der dann vom Kreistag verabschiedet werden soll.

Anders als der bisherige Nahverkehrsplan (Krumböhmer: „Der stand vielfach nur im Regal“) wird der künftige erheblich verbindlicher sein – auch das gibt die EU-Verordnung vor. Und auch deshalb ist den Landkreis-Verantwortlichen die Mitarbeit der Bürger so wichtig – 100 werden gesucht, die dann zum „Praxisdialog“ am Sonnabend, 10. Juni, eingeladen werden.
Von 10 bis 17 Uhr sind dabei Ideen und Alltagswissen der Menschen gefragt, die regelmäßig mit Fahrrad, Bus, Bahn oder Auto unterwegs sind. In kleinen Runden kommen die Teilnehmer mit Experten zu den Themen Stadt- und Regionalbusse, Radverkehr sowie ergänzenden Mobilitätsangeboten im ländlichen Raum ins Gespräch.

So bewerben Sie sich

Bewerbung online. Eine Bewerbung per Post, Fax oder Mail ist ebenso möglich über Landkreis Lüneburg, Fachdienst Schule und Kultur, Am Graalwall 4, 21335 Lüneburg, Fax (04131)262521 oder E-Mail mobile-zukunft@landkreis.lueneburg.de.

Von Ingo Petersen

Der Landkreis geht auf die Straße

Viel liegt dem Landkreis Lüneburg daran, die Menschen in der Region bei der Erstellung des „Integrierten Mobilitätskonzepts“ mitwirken zu lassen. Entsprechend groß ist der Aufwand, Bürger dafür zu gewinnen. 10 000 Flyer und 500 Plakate hat der Landkreis zum Aushang an viele verschiedene Institutionen verschickt. Außerdem wurden 2500 Postkarten gedruckt, die verteilt werden. In rund 80 Bussen sollen die Plakate unter anderem aufgehängt werden.

Die Kommunen haben Plakate und Flyer für Verwaltungsgebäude, Stadtteilzentren und Büchereien erhalten. Sparkasse und Volksbank machen mit, aber auch viele kleinere Akteure in Hansestadt und Landkreis Lüneburg. Der Landkreis geht auch „auf die Straße“: Am Mittwoch, 17. Mai, wird Merle Rahmann, die zuständige Mitarbeiterin beim Fachdienst Schule und Kultur, mit Landkreis-Auszubildenden Flyer und Postkarten auf dem Lüneburger Wochenmarkt und zu den Pendlerzeiten im Bereich des ZOB Lüneburg verteilen. pet