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Fürs Mäxx in Lüneburg gibt‘s neue Pläne, neue Besitzer für das Wabnitz Kontor gegenüber. Foto: be

Mäxx-Nachfolger sucht Personal

Lüneburg. An Fensterscheiben des ehemaligen Lokals Mäxx hängen Schilder mit der Aufschrift „Mitarbeiter/-in gesucht“, der Pächter – der name ntlich da nicht auftaucht – wirbt mit einem freundlichen Arbeitsklima und überdurchschnittlicher Entlohnung. Er gibt auch schon einen möglichen Eröffnungstermin an, er sucht „voraussichtlich zum 15.07.2017“. Das überrascht die Stadt, denn laut deren Sprecherin Suzanne Moenck liegt immer noch kein Brandschutzkonzept vor. Da könnte der von der Lünemäxx GmbH, die als Betreiberin gilt, anvisierte Termin unrealisierbares Wunschdenken sein.

Mittlerweile habe es zwar Gespräche gegeben, ein Architekt sei auch beauftragt worden: „Aber uns liegen keine neuen Erkenntnisse oder prüffähige Unterlagen vor.“ Moenck sagt klar: „Wir sprechen hier von einem desolaten Zustand der elektrischen Anlagen sowie nicht-fachmännisch verlegten Wasser-, Abwasser- und Heizungsleitungen und vielen Mängeln mehr. Zur Erinnerung: Wir haben die Gaststätte im Juni 2016 geschlossen, wegen ,gravierender baulicher Mängel‘, Elek­trik, Lüftung, Flucht- und Rettungswege waren betroffen. Ein sicherer Betrieb ist ohne geprüftes Brandschutzkonzept und die dafür erforderlichen Umbauten nicht möglich.“ Zum Wunschtermin 15. Juli sagt sie: „Der Zeitraum bis dahin reicht erfahrungsgemäß noch nicht mal aus, um ein Brandschutzkonzept zu prüfen.“

Die Lünemäxx GmbH ist nicht im Telefonbuch registriert, auch im Internet ist keine Telefonnummer zu finden. Die LZ hatte Fragen mit der Bitte um eine Stellungnahme an die auf dem Plakat genannte E-Mail-Adresse geschickt – keine Reaktion.

Auf der anderen Seite des Ex-Mäxx liegt das Wabnitz Weinkontor und Kaffeehaus, das hat jetzt Friedrich Grabow gekauft. „Anfang Juli erfolgt die Übergabe“, sagt Anette Wabnitz: „Frido Grabow war zu Beginn der Geschäftsführer des Kaffeehauses, er wird das Konzept des Kontors weiterführen, auch weiter Veranstaltungen anbieten. Wir bleiben die Lieferanten.“ Anette Wabnitz begründet den Verkauf: „Man kann nicht immer zweierlei sehr gut machen, wir konzentrieren uns auf eine Sache.“ Damit meint sie das Weinfass Wabnitz an der Ritterstraße: „Dort erweitern wir gerade von rund 100 auf 300 Quadratmeter. Ende Juli, Anfang August soll alles fertig sein.“ Mit „alles“ meint sie auch das neue Wein-Bistro, das dort entsteht.

Ob der Verkauf des Comodo von Christos und Michael Dovas am Schrangenplatz bereits über die Bühne gegangen ist und wer gekauft hat, da hüllt sich Christos Dovas in Schweigen: „Keine Stellungnahme.“ Bei der ehemaligen Musikkneipe Zwick gegenüber wird derweil emsig gearbeitet, Hausbesitzer Jörg Teichert sagt: „Es wird komplett renoviert.“ Einziehen wird ein ­vietnamesisches Restaurant. Einen Eröffnungstermin gibt es noch nicht, der Name prangt aber schon auf den Fenstern: Quàn Ãn Ngon – das heißt übersetzt so viel wie Restaurant mit schmackhaftem Essen.

Arbeiter sind auch in der ehemaligen Kronenschänke am Platz Am Sande aktiv, dort soll im August das Lokal „Meyerei“ eröffnen. „Wir renovieren das Haus in Absprache mit der Stadt“, sagt Christoph Meyer, der zuletzt zehn Jahre für Umbauten von Gaststätten in Norddeutschland verantwortlich war und zeitweise eine Bar am Stint führte. „Ich wollte wieder was Eigenständiges in der Gastronomie machen“, begründet er. Sein Konzept: „Wochentags wollen wir als Café und Bistro bis 20 Uhr öffnen, Kaffee, Kuchen, Brote, Salate und mehr anbieten – alles regional und nachhaltig. Allerdings bieten wir keine Vollküche.“ Freitags und sonnabends soll es längere Öffnungszeiten geben: „Da will ich zusätzlich ein Bar-Geschäft betreiben, Leute können nach der Arbeit auf Cocktails zu uns kommen.“ Meyer geht von zehn bis zwölf Mitarbeitern aus, drei bis vier davon festangestellt.

Von Rainer Schubert

5 Kommentare

  1. Vielleicht findet man einen netten Mann, der noch nicht so lange hier wohnt, oder schon länger hier wohnte und dann in seine Heimat verschwunden ist-nachdem er viel Geld verdient hat ,aber bevor man ihm die Steuer abnehmen konnte.
    Da hat man ja reichlich Erfahrung.

  2. „Freundliches arbeitsklima“ ..aha… Wie kann man das wissen wenn es noch gar kein Arbeitsklima gibt ?! Der Eröffnungstermin ?! Wohl auch Wunschdenken. Das klingt ja alles sehr seriös …. Ähnliche Versprechen hatte ja auch der vorherige Betreiber gemacht. Ich denke da nur an den Bürgertum, den Umbau (neues Lokal) im Union-Kino, Steuern, ….. Es muss wohl an der Immobilie liegen, das dort immer Märchengeschichten aufgetischt werden

    • Bürgertum => Bargenturm

    • Thomas Heinrich

      Die leben jetzt in ihrer Heimat ohne Steuern gezahlt zu haben. Das soll wohl jetzt wieder von vorne anfangen. Hauptsache die Steuern werden bei uns Jungunternehmern , die „schon länger hier wohnen“ „eingetrieben“.
      Dabei hat man seitens der Beamten einen Elan und Ausdauer,daß man nur Staunen kann.
      Naja, ich habe auch keine 7 Cousins und 12 Brüder, die mir helfen könnten, bis die Beamten sich ihres Lebens nicht mehr sicher wären.
      Eben „nur “ einer der hier länger wohnt.

  3. Einmal „Lünemäxx GmbH“ in der Suchmaschine eingeben…. und man hat Name, Adresse, etc. Das ist sogar hier um die Ecke .. Man könnte persönlich hinfahren und nachfragen.