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Angela und Daniel Meyer mit ihren Kindern Elly (2) und Lisa (4 Monate) stärkten sich auf dem Vorplatz, um dann wieder in das Fest in der KulturBäckerei einzutauchen. Foto: t&w

KulturBäckerei feiert neuen Vorplatz

Lüneburg. Der neu gestaltete Vorplatz vor der KulturBäckerei, dem eigentlich das Fest galt, war am Sonnabend schnell verwaist. Schuld daran wa r Petrus, der es kräftig regnen ließ. In Windeseile wurde die Veranstaltung in die KulturBäckerei verlegt, wo sich Hunderte Besucher an einem bunten Programm aus Live-Musik, Theater, Aktionen für Kinder erfreuten, Kulinarisches genossen und an Führungen durch die Ateliers teilnahmen. Die Einweihung des Vorplatzes fand im Rahmen des Tages der Städtebauförderung statt, denn die Neugestaltung wurde finanziert aus Mitteln des Programms „Stadtumbau West“. Rund 233 000 Euro brutto wurden investiert.

Jungen Musikern ein Forum bieten 

Das Fest unter dem Motto „KulturBäckerMai“ hatte der Verein der KulturBäckerei organisiert, den die Mieter der Ateliers 2015 gegründet hatten. Mit der Veranstaltung wolle man als Verein Gesicht zeigen und auch ein Stück Kulturförderung leisten, in dem man jungen Musikern wie dem Sinfonischen Blasorchester und der Big Band der Wilhelm-Raabe-Schule, der Band Brass Riot und Raphael ein Forum biete, machte Brigitte Menke, Vorsitzende des Vereins, deutlich. Den Vorplatz wolle man nutzen, um rauszugehen mit Veranstaltungen, die noch mehr Interessierte für die Angebote des soziokulturellen Zentrums begeistern.

Als dunkle Wolken aufzogen, hieß es schnell, den neu gestalteten Vorplatz vor der Kulturbäckerei zu räumen. Drinnen wurde dann kräftig weiter gefeiert. Foto: t&w

Programm für Groß und Klein

Nicht nur für die Großen war an diesem Tag viel geboten, die Kunstschule Ikarus lud zum Kinderprogramm ein, und im Zeichen guter Nachbarschaft bot die Dr.-von-Morgenstern-Schule Schminken für die Kleinen an.

Stadtbaurätin Heike Gundermann erinnerte daran, dass die Stadt 2009 das Areal der ehemaligen Standortverwaltung gekauft habe und dieses zum Speicherquartier – einem Mix aus Wohnen, Gewerbe und Kultur – entwickelt habe. Rund 300 Menschen leben inzwischen dort. „Ich freue mich, dass wir die KulturBäckerei haben, deren Betreiber die Sparkassenstiftung ist und die inzwischen ein großer Anziehungspunkt ist.“ Die Entwicklung sei dank Städtebaufördermittel möglich gewesen. Im Rahmen der Drittel-Finanzierung flossen von Bund und Land je eine Millionen Euro, der Eigenanteil der Stadt belief sich in gleicher Höhe. Als letzte Maßnahme habe man mit Mitteln der Städtebauförderung den 1600 Quadratmeter großen Vorplatz umgestaltet.

Im Vorfeld habe es ein Bürgerbeteiligungsverfahren gegeben mit zwei Vorentwürfen für die Gestaltung. Die Bürger hätten mitteilen können, welche Variante ihnen besser gefiel und Anregungen einbringen können. Auch mit den kulturellen Nutzern aus der KulturBäckerei habe es Abstimmungen gegeben. Sie freue sich, dass die KulturBäckerei und nun auch die Veranstaltung zur Neugestaltung des Platzes so viele Besucher ziehe.

Brigitte Menke, Vorsitzende des Vereins der Kulturbäckerei, mit einem der Vogelkasten-Kunstobjekte, die die Mieter der Ateliers gestaltet hatten. Per Tombola-Los konnte man sie gewinnen. Foto: t&w

Familienfest auch Am Weißen Turm

Lüneburg war eine von 21 niedersächsischen Städten und Gemeinden, die sich am Tag der Städtebauförderung beteiligten. Gefeiert und informiert wurde auch mit einem Familienfest im Sanierungsgebiet Am Weißen Turm, für das ansässige Vereine, Institutionen und Gewerbetreibende ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt hatten und das von Oberbürgermeister Ulrich Mädge eröffnet wurde.

2015 wurde das Quartier in das Förderprogramm aufgenommen. Rund fünf Millionen Euro – jeweils ein Drittel von Bund, Stadt und Land – sollen über den Zeitraum von zehn Jahren fließen, um das Wohnumfeld und die Lebensqualität zu verbessern.

Von Antje Schäfer