Aktuell
Home | Lokales | Bienenbüttel | Bienenbüttel: Blitzer im Dauereinsatz
Der Blitzer an der B4 bei Bienenbüttel war zuletzt im Dauereinsatz. Denn durch eine Baustelle gilt ein anderes Tempolimit. Foto: phs

Bienenbüttel: Blitzer im Dauereinsatz

Bienenbüttel. Wer die Strecke oft fährt, kennt den Blitzer in Bienenbüttel und fährt noch aufmerksamer als sonst. Trotzdem ertappte die Anlange an der B 4 in den ersten zwei Mai-Wochen rund 1200 Temposünder. Ein Extrem-Wert, denn ansonsten löst der Automat laut der Kreisverwaltung in Uelzen im Schnitt 400 Mal im Monat aus. Die Erklärung ist einfach: An der Bundesstraße wird gebaut. Statt 70 km/h gilt dort nun Tempo 50.

Geschwindigkeitsmessung zu Unrecht?

Autofahrer im Kreis Uelzen reagieren genervt auf das Blitzlichtgewitter. In der Allgemeinen Zeitung beklagte sich ein Leser, dass der Landkreis zu Unrecht messe, im kritischen Bereich gelte weiterhin Tempo 70, mit der Minimierung auf 50 km/h sei die Radarfalle falsch eingestellt.
Das weist der Leiter des Uelzener Straßenverkehrsamtes, Matthias Schild, zurück. Allerdings seien die Verkehrszeichen mit dem Aufdruck 70 km/h bereits drei Mal gestohlen worden: „Von wem, das wissen wir nicht, aber das ist kein Dummer-Jungen-Streich.“

Der Landkreis habe auch reagiert. Für die mutmaßlich schilderlose Zeit müssten geblitzte Schnellfahrer mit keinem Bußgeldbescheid rechnen. Um wie viele Betroffene es sich handle, sei unklar: „Wir haben das nicht gezählt.“ Schild will aufgrund des „Akzeptanzproblems“ weiter messen lassen, auch mobil in die Gegenrichtung. Es helfe nur, sich an die Regeln zu halten.
Auch in Lüneburg hatte es im vergangenen Jahr Aufregung um einen Blitzer gegeben, und zwar an der Ostumgehung in Höhe Lüne-Moorfeld. Wegen einer Baustelle war die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Sommer auf 80 km/h herabgesetzt worden. Das führte im Zusammenspiel mit einer umstrittenen Beschilderung dazu, dass der Blitzer über mehrere Tage im Dauereinsatz war, allein an einem einzigen Tag 1301 Mal ausgelöst hatte (LZ berichtete).

Korrekt war das Ganze offenbar nicht. Das Amtsgericht gab einem Autofahrer in Teilen recht, der wegen der Beschilderung gegen seinen Bußgeldbescheid geklagt hatte. Er musste weniger zahlen, sein zunächst verordneter Punkt in Flensburg wurde gestrichen. ca