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Wiebke Weber vom Ausbildungsverbund Lüneburg berät Max Wenzel zu seinem Berufswunsch. Foto: plu

Berufsmesse in Bienenbüttel: Jugendliche suchen Traumjob

Bienenbüttel. Max Wenzel aus Lüneburg weiß mit seinen 14 Jahren schon ganz genau, was er werden will: Fachinformatiker für Systemintegration. Zwar hat er noch drei Jahre Zeit, bis er auf der IGS Embsen sein Abitur machen wird, doch schon jetzt möchte er erfahren, welche Möglichkeiten er hat, um seinen Traumjob zu erlernen. Deshalb hat er sich jetzt auf der nordjob Lüneburger Heide in Bienenbüttel schon einmal genau informiert.

Die Fachmesse für Ausbildung und Studium findet derzeit zum achten Mal in Bienenbüttel statt. Veranstaltet wird sie vom IfT Institut für Talententwicklung. Sie soll bei der Berufswahl helfen, Kontakte zwischen Unternehmen und Schülern herstellen und vor allem jungen Menschen Orientierung geben – im großen Dschungel aus Zukunftsperspektiven. 48 Unternehmen, Institutionen, (Berufs-)Fachschulen und Hochschulen stehen seit gestern Morgen wieder in der Ilmenauhalle für persönliche Gespräche zur Verfügung.

„Hervorragende Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen“

Jedes Jahr besuchen etwa 1600 junge Menschen aus den Regionen Lüneburg, Uelzen, Harburg und Lüchow-Dannenberg die Messe, um so bei potenziellen Ausbildern zu punkten oder einen Einblick ins Studium und anschließende Tätigkeitsfelder zu bekommen.

„Die individuellen Gespräche sind eine hervorragende Möglichkeit, Kontakte für die Zukunft zu knüpfen“, weiß Projektleiterin Dörthe Behnke. Denn daraus könne sich ein Praktikum oder bestenfalls sogar ein Ausbildungsplatz ergeben. Und ein Praktikum sei letztendlich die beste Möglichkeit, um sich zu orientieren, findet Renate Peters vom Arbeitgeberverband Lüneburg-Nordostniedersachsen: „Die Messe ist der erste Schritt, denn hier passiert etwas für die Zukunft. Aber am Ende muss man es einfach selbst im Arbeitsalltag eines Unternehmens erleben.“
Auch Franziska Bürgermeister von der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen sieht in der Berufsorientierung das A und O: „Es ist wichtig, dass Schüler offen sind für Neues, nach links und rechts schauen und gegebenenfalls entdecken, was sie eben nicht können oder wollen. Auch das gehört zur Orientierung.“

Weiterführende Schule als Puffer

Doch nicht alle Schüler haben schon einen so konkreten Plan für die Zukunft wie Max Wenzel. Viele wissen noch nicht, wie es nach der Schule für sie weitergeht. Um bei dieser Entscheidung zu helfen, hat auch Verena Brinkop, Lehrerin an der Oberschule Bad Bodenteich, mit ihren Schülern gestern die Messe besucht. Ihr Eindruck: „Viele besuchen lieber noch eine weiterführende Schule, um einen Puffer zu haben, bevor sie eine so wichtige Entscheidung für die Zukunft treffen müssen.“

Als Grund für den Aufschub vieler Schüler sieht sie die heutige Masse an Angeboten: „Das erschlägt und überfordert viele Schüler. Da bleiben viele lieber erst einmal noch eine Zeit lang im sicheren Hafen und gehen noch weiter zur Schule.“

Von Patricia Luft