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Der Lärm an der Ost­um­ge­hung ist für An­woh­ner ein Dau­er­the­ma. Sie kön­nen sich nun in ei­nem Ver­fah­ren für bes­se­ren Schutz er­neut be­tei­li­gen, Un­ter­la­gen wer­den in Kür­ze aus­ge­legt. Fo­to: t&w

Hoffnung auf mehr Ruhe an der Ostumgehung

Lü­ne­burg. In den kom­men­den Wo­chen kön­nen Bür­ger, die an der Lü­ne­bur­ger Ost­um­ge­hung zwi­schen Il­men­au­brü­cke und Erb­stor­fer Land­stra­ße woh­nen, neue Un­ter­la­gen zur Ver­kehrs­be­las­tung auf der Stre­cke ein­se­hen und noch ein­mal ih­re Vor­stel­lun­gen zu ei­nem bes­se­ren Lärm­schutz ein­brin­gen. Ei­gent­lich soll­te der Lärm­schutz für die An­woh­ner mit dem Bau der A39 an den Ver­kehr an­ge­passt wer­den. Weil aber bis­her kein Ter­min für den Bau­start der Au­to­bahn fest­steht, prüft der Land­kreis Lü­ne­burg als Plan­fest­stel­lungs­be­hör­de nun er­neut, ob und wie die Men­schen an der Ost­um­ge­hung ent­las­tet wer­den kön­nen.

Auf Grund­la­ge der Ver­kehrs­pro­gno­se bis 2030 hat ein In­ge­nieur­bü­ro un­ter­sucht, wel­che Häu­ser im Orts­teil Lü­ne-Moor­feld An­spruch auf pas­si­ven Lärm­schutz, al­so Schall­schutz­fens­ter, ha­ben. Die Un­ter­la­gen sind ab so­fort im In­ter­net un­ter www.​lan​dkre​is-​lue​nebu​rg.​de/​ost​umge​hung ab­ruf­bar. In Pa­pier­form lie­gen die Plä­ne und Be­rech­nun­gen vom 31. Mai bis zum 30. Ju­ni bei der Stadt Lü­ne­burg, Be­reich Um­welt, aus. Bis Mit­te Ju­li ha­ben Be­trof­fe­ne Zeit, ih­re Ein­wen­dun­gen ab­zu­ge­ben. Da­zu müs­sen sich Bür­ger an die Stadt­ver­wal­tung wen­den, Trä­ger öf­fent­li­cher Be­lan­ge an den Land­kreis.

Betroffene Haushalte werden persönlich angeschrieben

Bei ei­nem Er­läu­te­rungs­ter­min am Mon­tag, 21. Au­gust, ab 17 Uhr in der In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer stellt die Lan­des­stra­ßen­bau­be­hör­de das Lärm­gut­ach­ten „Pro­gno­se­ho­ri­zont 2030“ noch ein­mal vor. Die be­trof­fe­nen Haus­hal­te wer­den von der Stadt in den kom­men­den Ta­gen per­sön­lich an­ge­schrie­ben und über das Ver­fah­ren in­for­miert.

Zum Hin­ter­grund: In den Jah­ren 2009 bis 2011 hat­te der Kreis Lü­ne­burg ein er­gän­zen­des Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren zu nach­träg­li­chen Lärm­schutz­maß­nah­men an der Ost­um­ge­hung durch­ge­führt. Da­mals hat­te der Land­kreis fest­ge­stellt, dass die Ver­kehrs­be­las­tung auf der Ost­um­ge­hung we­sent­lich hö­her war als dies beim Bau in den 80er-Jah­ren pro­gnos­ti­ziert wor­den war. Da­her wur­de in die­sem er­gän­zen­den Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren ge­prüft, ob im Ab­schnitt zwi­schen Il­men­au­brü­cke und Erb­stor­fer Land­stra­ße zu­sätz­li­che Lärm­schutz­maß­nah­men not­wen­dig sind. Der Plan­fest­stel­lungs­be­schluss von 2011 er­ging mit ei­nem Vor­be­halt: Wenn bis zum 31. Ju­li 2015 nicht mit dem Bau der A 39 be­gon­nen wor­den sein soll­te, ist die Lärm­si­tua­ti­on auf Grund­la­ge ei­ner ak­tu­el­len Un­ter­su­chung mit dem Pro­gno­se­ho­ri­zont 2030 er­neut zu prü­fen. Die­ser Fall ist ein­ge­tre­ten, die Lan­des­be­hör­de für Stra­ßen­bau und Ver­kehr hat da­her ei­ne Un­ter­su­chung für mög­li­che nach­träg­li­che Lärm­schutz­maß­nah­men im Ab­schnitt zwi­schen Il­men­au­brü­cke und Erbs­torfer Land­stra­ße vor­ge­legt. lk