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Gunter Demnig wird erneut nach Lüneburg kommen und drei Stolpersteine mit Namen und Daten von Opfern der Nazis verlegen. Foto: A/t&w

Stolpersteine für Lehrer der Raabe-Schule

Lüneburg. 47 Stolpersteine in Lüneburg erinnern an Menschen, die hier einst gelebt und gewirkt haben, ehe sie von den Nationalsozialisten vertrieben oder gar er mordet wurden. Verlegt wurden sie allesamt von dem Kölner Bildhauer Gunter Demnig. Nun wird er erneut nach Lüneburg kommen und drei Stolpersteine mit Namen und Daten von Opfern der Nazis verlegen. Die Initiative dazu geht auf drei Gymnasiastinnen der Wilhelm-Raabe-Schule zurück.

Alina Hammer, Alexandra Knoop und Jessica Spuling aus dem elften Jahrgang haben sich im Geschichtsunterricht bei ihrer Lehrerin Uta Strecker mit dem Leben und Wirken von Dr. Robert Brendel beschäftigt. Der war ab 1919 Studienrat an der Wilhelm-Raabe-Schule, ehe er in den 30er-Jahren von den Nazis supendiert und zwangsversetzt wurde. „Seine Frau war Jüdin“, weiß Alina um einen Grund für die Verfolgung durch die NSDAP. Er habe sie zeitweise verstecken müssen, um sie vor der Deportation zu bewahren. „Und er hat den Schülern ein anderes Gedankengut vermittelt, als es die Nazis gern gehabt hätten“, ergänzt Alexandra.

Dr. Uwe Plath, selbst viele Jahre Lehrer an der Raabe-Schule, hatte einst im LZ-Magazin über das Leben und Wirken Brendels berichtet: von der Durchsuchung der Wohnung an der Barckhausenstraße, der Beschlagnahme einiger seiner Bücher und der Verhaftung mitten aus dem Unterricht.

Nun also setzen sich die Schülerinnen dafür ein, dass Robert Brendel wieder sichtbar wird in Lüneburg. „Ein Stolperstein in Erinnerung an ihn soll am 16. Juni vor unserer Schule verlegt werden, jeweils einer für ihn und seine Frau Xenia werden vor dem ehemaligen Wohnhaus an der Barckhausenstraße verlegt“, sagt Alina. ahe

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