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Die Bestattungskultur wandelt sich. Ein gärtnerisch gestaltetes Grabfeld, der sogenannte Memoriamgarten, entsteht derzeit auf dem alten Reppenstedter Friedhof. Foto: uk

Gellersen: Gebühren für Gräber bleiben stabil

Kirchgellersen. Die Friedhofsgebühren in der Samtgemeinde Gellersen standen im Mittelpunkt bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Feuerschutz und Ordnung. Einstimmig sprachen sich die Mitglieder für Änderungen in der Gebühren- sowie der Benutzungssatzung aus. Auch wenn insgesamt die Einnahmen nicht die Kosten decken – Sorgen um drastische Erhöhungen müssen sich die Gellerser nicht machen: Stimmt der Samtgemeinderat zu, bleiben die Gebühren für Gräber bis 2020 unverändert, der Ausschuss sprach sich lediglich für leichte Anhebungen bei den Kosten für den Grabaushub aus.

Vermietung der Trauerhalle ist nicht kostendeckend

Grundlage für die Gebührenkalkulation sind die Abrechnungen der Vorjahre. Schließlich betreibe die Samtgemeinde ihre Friedhöfe als kostenrechnende Einrichtung, betonte Ordnungsamtsleiter Frank Hagel, Gebühren sollen also prinzipiell die tatsächlichen Kosten auch abdecken. Die Abrechnungen der Jahre 2013 bis 2015 weisen Defizite zwischen 25 600 und 38 800 Euro auf und bewegen sich damit insgesamt im Rahmen der Vorjahre. Das liege zum einen daran, dass Einnahmen aus der Vermietung der Trauerhallen nicht kostendeckend sein könnten, aber auch daran, dass Bestattungsformen wie das Rasenreihengrab und das Wahlgrab höhere Defizite aufzeigen als andere. Zu einem deutlich besseren Ergebnis kommt die Abrechnung für das Jahr 2016: Mit nur noch 14 400 Euro hat sich das Betriebskosten-Minus nahezu halbiert. Grund sei die Einrichtung des Bestattungswaldes in Südergellersen. „Man spürt, dass der Bestattungswald Erträge einspült“, sagte Hagels. Die neue Bestattungsform werde sehr gut angenommen.

Neue Bestattungsform: Memoriamgarten

Die Gebühren für die unterschiedlichen Grabformen bleiben unverändert und betragen für ein Rasenreihengrab 1950 Euro, für ein Familiengrab 970 Euro, für ein Urnenrasenreihengrab 840 Euro. Die Verwaltung hatte für das Ausheben eines Kindergrabes eine Anhebung der Gebühr von 145 auf 225 Euro vorgeschlagen, die Politik mochte da nicht mitgehen. Hans-Joachim Einfeldt (SPD) beantragte, die Gebühr auf 150 Euro festzulegen. Eckhard Dittmer (CDU) pflichtete bei: „Es war schon immer so gewollt, dass diese Gebühr deutlich niedriger ist.“ Dem schloss sich der Ausschuss an, das Ausheben der Gräber wird nun je nach Grabform fünf bis zehn Euro teurer.

Mit einem gärtnerbetreuten Grabfeld wird auf dem Alten Friedhof Reppenstedt künftig eine neue Bestattungsform ermöglicht: Der „Memoriamgarten“ stellt eine Alternative zu den bisher durch Hecken abgetrennten Grabstätten dar. Auf der mit Blumen und einem Baum bepflanzten Fläche sind sowohl Urnen- als auch Sargbestattungen möglich.
Als sachkundige Bürger wurden Christian Schlüter und Timo Ragowski verpflichtet.

Von Ute Klingberg-Strunk

One comment

  1. ach ja, die liebe verwaltung braucht ja intakte friedhöfe zum verwalten. was macht ein niedersachse ,wenn er nicht auf den friedhof landen will? übrigens, radieschen darf man auf dem friedhof pflanzen. so manches ist aber verboten und dieses muss natürlich kontrolliert und verwaltet werden. besonders die gefahr einer seuche geht von einer urne aus,deswegen muss ja auch für deren überwachung gezahlt werden. melken bis über den tod hinaus.