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Die Gebühren für den Kindergarten in Rullstorf bleiben konstant. Wegen der Zunahme an Anmeldungen muss jetzt schon auf das Dorfgemeinschaftshaus ausgewichen werden.

Rullstorf stellt die Weichen für die Zukunft

Rullstorf. Der Rullstorfer Rat hat sich nach der Kommunalwahl viel vorgenommen. Mit dem ersten Etat hat die neue Mehrheit bereits im Frühjahr Zeichen für die Zu kunft gesetzt. Bei der jüngsten Ratssitzung ging es nun darum, diese auch umzusetzen. Dazu gehört vor allem auch die Straßenunterhaltung, die in Rullstorf immer ein Thema war. Für rund 75 000 Euro sollen jetzt fünf Straßen mit einem neuen Verfahren überholt werden.

„Nachdem wir vor fünf Jahren so gute Erfahrungen mit dem Dünnschichtkaltasphalt gemacht haben, wollen wir das jetzt fortsetzen“, sagte Bauausschussvorsitzende Rebecca Alt (Grüne). Nach einer Ortsbegehung hat der Ausschuss fünf Straßen ins Visier genommen, die zum Teil mit einer kompletten Decke versehen werden, zum Teil mit einem schmaleren Streifen ausgebessert werden: Der Hohe Weg, die Twiete und der Bruchweg in Boltersen und die Straßen Zum Bahnhof und Alte Dorfstraße in Rullstorf. „Die tiefen Schlaglöcher werden aber zuvor noch zeitnah von unserem Gemeindearbeiter aufgefüllt“, betonte Bürgermeister Jürgen Hagemann (BRB).

Viel Arbeit investierte der Rat auch in den Kindergarten. Dabei ging es einmal um eine neue Satzung, die detaillierter ist als die alte, und zum zweiten um den geplanten Anbau, der schon lange im Raum steht. Die Satzung nimmt jetzt neu eine Ausschlussklausel auf, klärt Details der Flexkarte, der Früh- und Spätbetreuung und verankert einen Betreuungsvertrag zwischen Eltern und Kindergarten. „Die Gebühren bleiben gleich, das haben wir nicht angefasst“, betonte Peter Müller (BRB), der die Satzung vorstellte.

Die Sache mit dem Anbau gestaltet sich schon schwieriger. „Wir haben mehr Anmeldungen als Plätze, und deshalb müssen wir schon auf das Dorfgemeinschaftshaus ausweichen“, erläuterte Müller. Das wurde aber nur als Ausnahme genehmigt, weil die Gemeinde einen Anbau an den Kindergarten plant. Um zu unterstreichen, dass es dem Rat damit ernst ist, beschloss der Rat einstimmig bei einer Enthaltung, die Planungen für einen rund 80 Quadratmeter großen Anbau fortzusetzen.

Eine erste grobe Planskizze zeigt einen eingeschossigen Flachdachanbau am Kindergarten und einen kleineren zweiten Anbau an der Krippe. „Das ist als Erweiterung des Ruheraumes gedacht, der einfach zu klein ist“, so Müller.

Außerdem beschlossen die Ratsmitglieder an diesem Abend Zuschüsse an den Schützenverein (1000 Euro) für die Anschaffung von fünf Messeinheiten, den SV Scharnebeck (1500 Euro) für die Erneuerung des Boots-hausdaches und den Grundschul-Förderverein (500 Euro). lz