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Lisa Heldt, Henrik Siepelmeyer und Celine Ebeloe haben mit Edeka Bergmann ihren Kooperationspartner gefunden. Im Herbst soll es losgehen.

Einkaufen ohne Müll ab Herbst auch in Lüneburg

Lüneburg. In der Bio-Abteilung bei Edeka Bergmann wird es bald auch die Möglichkeit geben, unverpackt einzukaufen. Denn mit dem Einzelhandel von Meike Bergmann haben drei Studenten der Leuphana, die nachhaltiges Einkaufen in Lüneburg alltagstauglich machen möchten, einen Kooperationspartner gefunden. Im Herbst wird „plietsches“ Einkaufen in der Filiale in der Sülztorstraße möglich sein.

Wie berichtet, suchen Henrik Siepelmeyer, Lisa Heldt und Celine Ebeloe von „plietsch“ seit einiger Zeit nach einem Standort. Bislang wusste das Trio nicht, mit welcher Option sie es Lüneburgern am einfachsten machen können, nachhaltig einzukaufen. Die Entscheidung ist jetzt gefallen, zueinander gefunden haben die Studenten und Meike Bergmann auf einer Veranstaltung an der Leuphana. Sie waren zu einem Runden Tisch geladen im Rahmen des Projekts „LüneFood – wie und was wollen wir 2030 essen?“.

Die Nachhaltigkeitsexperten sehen in Edeka Bergmann die Möglichkeit, sich zunächst an ihr Ziel heranzutasten. „Kunden können dort auch ihren normalen Einkauf machen, so verringern wir die Hürde.“ So könne jemand, der sich mit dem Thema noch nicht beschäftigt hat, seine Nudeln unverpackt kaufen und es so einfach mal ausprobieren. Neben den Schüttbehältern und Spendern, die in der Bio-Abteilung stehen werden, soll es auch in der Obst- und Gemüseabteilung stets Sorten geben, die als plietsch ausgezeichnet sind. Der Einkauf endet ganz normal an der Kasse, Kunden müssen ihren Behälter lediglich vor dem Befüllen abwiegen, damit sie am Ende nur das bezahlen, was sie auch mit nach Hause nehmen.

Supermarkt setzt auf Know-how der Studenten

Die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages steht kurz bevor. Inhaberin Meike Bergmann freut sich auf die Zusammenarbeit. „Wir beschäftigen uns schon länger mit dem Thema, es passt einfach zu uns.“ So habe sie in ihren Märkten im Januar 2016 die Plastiktüte abgeschafft, im August die Frischeboxen eingeführt (LZ berichtete). „Wir wollten einen nächsten Schritt gehen, allein war uns das aber zu unsicher.“ Durch das Know-how der Studenten fühle man sich der Aufgabe aber nun gewachsen. Dennoch wolle man erstmal klein anfangen, um zu sehen, wie die Kunden die Veränderung in dem Laden aufnehmen. ap

Mehr dazu:

Ein Laden ganz ohne Verpackungen

▶ Mehr Informationen zu dem Konzept von Unverpackt-Läden gibt es im Nachhaltigkeitsmagazin „Was zählt.“,