Aktuell
Home | Lokales | Hanseviertel soll sich weiter vergrößern
So könnte die Bebauung im Hanseviertel weitergehen. Stadt und Planer stellten Entwürfe für den östlichen Bereich zwischen Lübecker und Bleckeder Landstraße auf der Versammlung vor. Quelle: Elbberg Stadtplanung

Hanseviertel soll sich weiter vergrößern

Lüneburg. Eine neue Buslinie wird ab dem Winterfahrplan durch das Hanseviertel fahren. Die Route geht vom Bahnhof kommend über die Horst-Nicke l-Straße, Lübecker Straße und Carl-Gottlieb-Scharff-Straße mit Halt östlich des Kreisels an der Tartuer Straße. Erweitert wird die Schleiffenführung bei Erschließung des Gewerbegebietes Hanseviertel Ost. Dann wird der Bus über die Anna-Vogeley-Straße fahren, anstelle der Carl-Gottlieb-Scharff-Straße, und es kommt eine weitere Haltestelle an der Lübecker Straße dazu. Das erklärte Verkehrsdezernent Markus Moßmann bei der Bürgerversammlung im Hanseviertel, zu der rund 180 Anwohner gekommen waren. Die Verwaltungsspitzen um Oberbürgermeister Ulrich Mädge informierten über die neuesten Entwicklungen im Quartier.

Nachdem Hanseviertel I und II (750 Wohneinheiten) fast vollständig entwickelt worden sind, verhandeln Stadt und IDB, ein Tochterunternehmen der Sparkasse, mit dem Bund über den Erwerb des Areals zwischen Behördenzentrum Ost, Ostumgehung, Bleckeder Landstraße und Lübecker Straße. Entstehen soll hier das Hanseviertel Ost mit weiteren 650 Wohneinheiten (LZ berichtete). Stadtbaurätin Heike Gundermann erläuterte, dass südlich der Lübecker Straße bis zur Wismarer Straße dreigeschossige Gebäudekomplexe sowie zweigeschossige Reihenhäuser geplant sind.

Lärmschutzwand an der Ostumgehung

Die bestehenden Mannschaftsgebäude und Stallungen werden dazu abgerissen. Entlang der Ostumgehung kommt ein Gewerbegebiet, das durch die neue Anna-Vogeley-Straße erschlossen werden soll. Poller sorgen hier dafür, dass nur Busse ins Wohngebiet fahren können. Haupterschließungsstraße für das Wohngebiet wird die Carl-Gottlieb-Scharff-Straße. Ein weiterer Abschnitt umfasst die Gebäude entlang der Bleckeder Landstraße, die zu Wohngebäuden umgebaut werden. Die Pläne nebst Gutachten liegen bis 21. Juni in der Bauverwaltung aus. Bürger können bis dahin Stellungnahmen abgeben.

Ausgelegt bis zum 8. Juli ist auch der Bebauungsplan Nr. 129, der geändert werden muss. Er bezieht sich auf die Grünfläche, die sich vom Meisterweg bis zur Ostumgehung zieht. Dort soll ein Regenrückhaltebecken entstehen. Notwendig geworden ist es, weil die Versickerung in Teilen des Hanseviertels Ost nicht optimal ist (LZ berichtete). Außerdem sollen in dem geänderten B-Plan drei weitere Spielplätze festgesetzt werden.

Zu den bestehenden drei Spielplätzen sollen im gesamten Viertel sechs weitere dazukommen, unter anderem sollen am Stadtplatz Himmelsschaukeln und bodengleiche Trampoline installiert werden, berichtete Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau.

Sie informierte auch über den Straßenausbau im Hanseviertel. Während die Tartuer Straße fast fertig ist, soll die Lübecker Straße in diesem Jahr nur in einem Teilbereich ausgebaut werden, da es noch viele Baubewegungen gibt. Die Alfred-Trebchen-Straße wird in spätestens sechs Wochen fertig gestellt sein, der Baubeginn für den letzten Abschnitt der Hans-Heinrich-Stelljes-Straße ist für Juli geplant. Für die Hansestraße sind weitere Aufpflasterungen geplant, um Rasern Einhalt zu gebieten. Für die Lübecker Straße sind ebenfalls verkehrsberuhigende Maßnahmen in Form von Einengungen vorgesehen. Grundsätzlich gilt im gesamten Viertel Tempo 30, doch daran hält sich mancher Autofahrer zum Ärger der Anwohner nicht. Uta Hesebeck brachte auch die gute Nachricht mit, dass im dritten Quartal die Lärmschutzwand an der Ostumgehung gebaut werden soll.

Ärztehaus geplant

Bürger hakten bei vielen Punkten nach. Sie monierten unter anderem, dass es im Viertel noch keine Ärzte und Apotheke gebe. Laut Hermann Struck von der IDB ist am Kreisel ein Gebäude geplant, wo Praxen und Apotheke einziehen könnten. Oberbürgermeister Ulrich Mädge antwortete auf die Frage, wie konkret die Pläne für eine Sporthalle im Gewerbegebiet seien, dass der Bau für 2020 vorgesehen sei. Verkehrsdezernent Moßmann kündigte an, dass Infrastruktur für Elektromobilität sowie Parkplätze für Carsharing und Räder geschaffen werde. Zur Versorgung mit Krippen- und Kitaplätzen und dem Ausbau von Ganztagsschulen brachte Sozialdezernentin Pia Steinrücke Fakten und Daten mit.

Von Antje Schäfer

4 Kommentare

  1. Könnte man da nicht das versprochene moderne bundesligataugliche LSK-Stadion mit reinbauen? Und „Horst-Nickel-Straße“? Sollten die Nazistraßennamen nicht aus Lüneburg verschwinden, wenn mit dem Libeskind-Bau und der Klaus-Hoppe-Arena mal antifaschistischer Schwung ins Stadtambiente gekommen ist?

  2. Zum Thema „Pro modernes bundesligataugliches LSK-Stadion und Vamos-SVG-Arena als Gesamtpaket“, aber „Contra teure, übers Knie gebrochene Spezialanfertigungen für privatwirtschaftliche Sonderinteressen“ läuft direkt unter einem Werbeartikel von Herrn Bahlbug auf LZ-Sport gerade eine interesssante Auseinandersetzung.

    Hier: https://www.landeszeitung.de/sport/aktuelles/126542-schicksal-der-svg-mit-der-arena-verbunden

    • wer frühinvalide werden will, muss fussball spielen. so manche familie musste es bereuen. der ernäherer wurde frührentner.wenn er nich genügend zeit hatte, viel geld zu verdienen, hat ihn sein sport schnell eingeholt.