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Mit Behinderungen müssen Autofahrer ab Montag an der Kreuzung in Melbeck rechnen. Denn hier wird in den nächsten Tagen die Ampelanlage modernisiert. Foto: t&w

Melbeck: Mehr Sicherheit durch neue Ampel

Melbeck. Autofahrer müssen ab Montag, 12. Juni, mit Behinderungen im Kreuzungsbereich B 4/Ebstorfer Straße/Deutsch-Evern-Weg am Ortseingang von Melbeck rechnen. Der Grund: Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Lüneburg, lässt die Ampelanlage erneuern. Die Baukosten belaufen sich auf rund 83 000 Euro und dauern voraussichtlich bis zum 30. Juni. Eine Baustellenampel regelt den Verkehr.

Kreuzung im Fokus der Verkehrsexperten

Die Melbecker B4-Kreuzung steht schon länger im Fokus der Verkehrsexperten und der Straßenbauer. Schon vor drei Jahren hatte sich die Unfallkommission des Landkreises mit dem Knotenpunkt beschäftigen müssen: „Diese Kreuzung ist die am stärksten belastete im Kreis“, stellte Andreas Dobslaw, Verkehrsexperte der Polizei und Leiter der Unfallkommission Lüneburg 2015 bei einem Treffen mit Mitgliedern des Betriebs- und Straßenbauausschusses fest.

18 Verkehrsunfälle mit einem Schwer- und zehn Leichtverletzten registrierte die Polizei damals: „Da muss etwas passieren.“ Eine Patentlösung, wie dieser viel befahrene Verkehrsknoten sicherer gemacht werden kann, gab es Dobslaws Worten zufolge damals aber noch nicht.

Neues Konzept soll Kreuzung sicherer machen

Jetzt allerdings haben die Experten offenbar eine Lösung gefunden, die die Kreuzung sicherer machen soll: „Wir werden die Ampelanlage erneuern und zugleich leistungsfähiger machen“, sagt Dirk Möller, Chef der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. „Mit der neuen Lichtzeichenanlage hoffen wir die Rückstausituation entschärfen zu können“, so Möller weiter. Zudem werde die Anlage mit moderner LED-Technik ausgestattet. Die sei deutlich besser zu sehen – „und das erhöht ebenfalls die Verkehrssicherheit“, ist Möller überzeugt.

Nicht die einzige Maßnahme, die die Landesbehörde zurzeit durchführt: Eine weitere – große – Baustelle ist der Ausbau der B 216 der Ortsumgehung Dahlenburg. Hier sind die Arbeiter zurzeit dabei, die Fahrbahn in zwei Teilabschnitten jeweils durch einen Überholfahrstreifen zu ergänzen (sogenannte 2+1-Verkehrsführung). Dazu wird die Fahrbahn teilweise bis zu vier Meter verbreitert. Da die Bundesstraße 216 während der Bauzeit rund um Dahlenburg voll gesperrt ist, wurden zwei Umleitungsstrecken eingerichtet:

Nordroute: Der Verkehr aus Lüneburg wird von der B 216 auf die L 221 über Neetze nach Bleckede und weiter Richtung Süden über die L 222 nach Dahlenburg umgeleitet und umgekehrt.
Südroute: Der Verkehr aus Dannenberg wird von der B 216 in Göhrde nach Westen über die L 253 nach Römstedt geführt. In Römstedt wird der Verkehr weiter über die K 39 Richtung Norden bis Vorwerk, weiter über die L 232 bis Altenmedingen und über die K 2 nach Norden zurück auf die B 216 geleitet.
Lkw-Verkehr: Der Lkw-Verkehr wird ab Amt Neuhaus über die B 195 Richtung Norden über Boizenburg und weiter über die B 5 Richtung Westen über Lauenburg nach Lüneburg und umgekehrt geleitet. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis 1. September.

Von Klaus Reschke

Weitere Baustellen: Reparatur von Kreisstraßen

Auch der kreiseigene Betrieb für Straßenbau und -unterhaltung (SBU) – zuständig für alle Kreisstraßen – saniert und repariert etliche Straßen im Landkreis Lüneburg: Wegen Fräs- und Asphaltierungsarbeiten kann es in den kommenden zwei Wochen auf folgenden Kreisstraßen abschnittsweise zu Verkehrsbehinderungen kommen:

K 1 Ortsdurchfahrt Brietlingen, K 10 Ortsdurchfahrt Südergellersen, K 12 Ortsdurchfahrt Wittorf bis St. Dionys, K 27 Ortsdurchfahrt Brackede über Radegast nach Bleckede, K 49 Ortsdurchfahrt Handorf bis zur Kreisgrenze Harburg, K 53 Lüneburg/Ebensberg bis zur Ortsdurchfahrt Erbstorf. Je nach Wetterlage sollen die Arbeiten bis Freitag, 23. Juni, beendet sein.