Donnerstag , 15. November 2018
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Schnega: Feuerwehreinsatz durch Schwelbrand in E-Lok

Schnega. Der Schwelbrand in einer E-Lok sorgte in der Nacht auf Dienstag zu einem Großeinsatz der Feuerwehr. Kurz vor dem Bahnhof Schnega bemerkte um etwa 1 Uhr der Lokführer eines Güterzuges Rauch im Maschinenraum seiner Lokomotive. Er erkannte die Explosionsgefahr schnell: 16 der 26 Kesselwaggons enthielten noch Reste des hochexplosiven Propylenoxid von einer vorherigen Ladung und waren noch nicht entlüftet worden. Er leitete eine Notbremsung ein und schaltete den Strom ab. Bei dem Zwischenfall erlitt der Lokführer eine Rauchvergiftung und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Brandursache noch unklar

Rund 100 Feuerwehrleute der Region waren im Einsatz, um im Notfall die Kesselwaggons zu kühlen. Offene Flammen traten jedoch nicht auf. Der Schwelbrand innerhalb der Lok erlosch von selbst, die beschädigte Lokomotive wurde zum Bahnhof Wieren abgeschleppt.

Gegen halb fünf Uhr morgens wurde die Strecke wieder freigegeben, zwölf Züge verspäteten sich aufgrund des Zwischenfalls. Die Brandursache ist unklar, die Bundespolizeiinspektion Bremen geht derzeit von einem technischen Defekt aus. lz