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Einen Euro mehr für Reinigungskräfte fordert die IG BAU. Foto: nh

Gewerkschaft fordert mehr Lohn für Reinigungskräfte

Lüneburg. Rund 1950 Frauen und Männer im Kreis Lüneburg verdienen ihren Lebensunterhalt durch Gebäudereinigung oder Fensterputzen. „In Schulen und Altenheimen, in Büros und Fa­briken machen sie einen sauberen Job. Meistens dann, wenn es keiner mehr sieht – spätabends oder frühmorgens“, sagt Matthias Maurer von der Gewerkschaft IG BAU. Zum Internationalen Tag der Gebäudereinigung am Donnerstag, 15. Juni, fordert der Bezirksvorsitzende faire Arbeits- und Lohnbedingungen und mehr Anerkennung für die Beschäftigten der Branche. „Sie machen einen Knochenjob.“

Raus dem Niedriglohn

Zur Achtung der Arbeit, die Reinigungskräfte leisten, gehöre eine faire Bezahlung: „Wir wollen raus aus dem Niedriglohn. Gebäudereinigung ist ein Handwerk. Für gute Qualität und Zuverlässigkeit sind die Kunden der Reinigungsfirmen bereit, einen vernünftigen Preis zu bezahlen. Dieses Geld muss bei denen ankommen, die die Arbeit machen.“

Deshalb fordert die IG BAU in der laufenden Tarifrunde jetzt einen Euro pro Stunde mehr für alle Reinigungskräfte. Zudem soll es ein Weihnachtsgeld geben. Der Mindestlohn in der Gebäudereinigung liegt derzeit bei 10 Euro pro Stunde. Glas- und Fassadenreiniger haben einen Mindest-Stundenlohn von 13,25 Euro. lz