Aktuell
Home | Lokales | Wiederaufbau – ja oder nein?
Mit der Grundschule in Echem ist auch die angrenzende Turnhalle abgebrannt. Ob und wie viel die Versicherung zahlt, ist noch offen. Trotzdem steht heute Abend im Samtgemeinderat ein Grundsatzbeschluss für den Wiederaufbau zur Diskussion. Foto: be

Wiederaufbau – ja oder nein?

Scharnebeck. Viel ist über die Zukunft des Grundschulstandortes in Echem seit dem Großfeuer kurz vor Ostern spekuliert worden, heute Abend nun soll der Samtgemeinderat Scharnebeck endgültig entscheiden: Wiederaufbau – ja oder nein? Die Verwaltung spricht sich in ihrer Vorlage klar dafür aus, auch der Samtgemeindeausschuss hat bei seiner jüngsten Sitzung einstimmig für den Wiederaufbau in Echem gestimmt (LZ berichtete). Im Samtgemeinderat indes scheint die Stimmung weniger eindeutig, zumal nach wie vor eine entscheidende Frage offen ist: Zahlt die Versicherung? Und wenn ja, wie viel?

Wann mit einer Entscheidung der Versicherung zu rechnen ist, kann auch Samtgemeindebürgermeister Laars Gerstenkorn (CDU) nicht genau sagen. „Wir warten nach wie vor“, sagt er. Seiner Kenntnis nach soll das Gutachten der Versicherung in zwei Wochen vorliegen, „vorher ist wohl mit keiner Nachricht zu rechnen.“

Wo könnte ein Neubau stehen?

Diskussionsbedarf gibt es in Teilen des Rates aber nicht nur zur Finanzierung, sondern auch in der Frage: Wo soll die Grundschule neu aufgebaut werden? Die Gruppe FW-GUBS/Jackmann hatte einen Antrag gestellt für den Neubau einer Grundschule für die Mitgliedsgemeinden Hohnstorf, Echem, Hittbergen und Lüdersburg – und darin ausdrücklich gefordert: „Wenn wir eine Grundschule bauen, die alle wichtigen zukünftigen Anforderungen erfüllt, dann sollten wir einen Standort suchen, der zentral für alle Grundschüler der oben genannten Mitgliedsgemeinden zu erreichen ist.“ Abgestimmt wird darüber ebenfalls heute Abend – unter Tagesordnungspunkt acht.

Stimmt die Mehrheit des Rates allerdings zwei Tagesordnungspunkte zuvor mehrheitlich für die Vorlage der Verwaltung, wird sich die Standort-Frage nicht mehr stellen. Denn in der Grundsatzentscheidung für den Wiederaufbau heißt es: „Die Grundschule Echem wird an der heutigen Schuladresse Birkenweg 15, 21379 Echem wieder aufgebaut. Die notwendigen Haushaltsmittel werden im Rahmen einer Nachtragshaushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2017 bereitsgestellt.“

Grundschule Hohnstorf der Zweizügigkeit nicht mehr gewachsen

Wie die Abstimmung ausgehen wird, darüber wagt auch Gerstenkorn keine Prognose. Unabhängig davon allerdings, will der Verwaltungschef heute Abend noch einen weiteren Schritt in der Schul-Entwicklung der Samtgemeinde auf den Weg bringen. „Seit die Kinder aus Echem nun in Hohnstorf zur Schule gehen, ist uns deutlich geworden, dass die Räumlichkeiten der Grundschule nicht mehr für eine Zweizügigkeit ausreichen.“ Heute bräuchte man nicht mehr nur Klassen-, sondern auch eine ausreichend Fachräume. „Hinzu kommt, dass die Grundschule nicht barrierefrei ist.“

Mit dem Segen des Rates will Gerstenkorn nun einen Architekten beauftragen, der die Schule durch Um- oder auch einen Anbau fit macht für die Zweizügigkeit. „Und zwar unabhängig von der Grundsatzentscheidung zu Echem.“

Die Sitzung des Samtgemeinderates beginnt heute um 19.30 Uhr im Restaurant Elia in Hohnstorf, Elbuferstraße 4.

Von Anna Sprockhoff