Donnerstag , 22. Februar 2018
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Die Laudatoren mit den Geehrten (v.l.): Stefan Koch, Egon Rindfleisch, Randolf von Estorff, Gerda und Georg Dittmer, Peter Rowohlt, Gisela Gliesche, Klaus Hübner, Heinz Meyer und Andreas Garbers. Foto: nh

Samtgemeinde Ilmenau: Ein Leben im Dienst für die Gemeinschaft

Embsen. Ohne ihr Engagement würden soziale Angebote von Städten und Gemeinden nie so reibungslos funktionieren, ohne sie würde ein ganzes Stück Freude und Menschlichkeit fehlen. Daher ehrt die Samtgemeinde Ilmenau alle zwei Jahre verdienstvolle Mitglieder im Rahmen einer Feierstunde. Die fand jetzt in der Aula des Schulzentrums in Embsen statt. Samtgemeindebürgermeister Peter Rowohlt (SPD) lobte: „Persönlichkeiten wie Sie sind aus dem sozialen Netz unserer Gesellschaft nicht wegzudenken.“

Dr. Randolf von Estorff hielt als Bürgermeister der Gemeinde Barnstedt eine liebevoll gestaltete Rede für Georg und Gerda Dittmer und ihr „Leben für die Ortsfeuerwehr“. „Georg Dittmer war 32 Jahre in der Leitung der Ortsfeuerwehr aktiv, seine Frau und er haben gemeinsam 16 Jahre die Jugendfeuerwehr geleitet, wobei Gerda Dittmer noch nicht einmal offizielles Mitglied in der Ortsfeuerwehr war.“ Um seiner Anerkennung für ihren Einsatz für die Jugendfeuerwehr noch mehr Ausdruck zu verleihen, reimte von Estorff: „Die Einsatzabteilung war personell in großer Not, Georg Dittmer deshalb jungen Männern eine Chance bot; Mit 16 Jahren durften sie bereits an Barnstedts Spritze, landauf, landab dachte man, er macht nur Witze…“.

Embsens Bürgermeister Stefan Koch hielt die Laudatio auf Andreas Garbers, Schulleiter der Grundschule Embsen: „Als Jugendlicher war sein Verhältnis zur Schule nicht besonders gut. Er hat sehr jung die Hauptschule abgeschlossen und eine Tischlerlehre absolviert.“ An der Pädagogischen Hochschule Lüneburg studierte er später Werken und Musik, was ihn für eine Lehrerstelle qualifizierte. Nach mehreren Jahren kommissarischer Leitung ist er seit zehn Jahren Leiter der Grundschule (ehemals Grund- und Hauptschule) Embsen. „Für sein Kollegium, Schulsekretärin Frau Maleika und die Hausmeister – das wurde mir vielfach bestätigt – ist er ein Glücksfall, weil er Empathie ausstrahlt, Vertrauen in die Lehrkräfte setzt und sich mit Vorschriften zurück hält.“

Ehrungen für sechs Bürger

Als Vertretung für die Deutsch Everner Bürgermeister­in Ulrike Walter, die privat ihren Hochzeitstag feierte, hielt Ratsmitglied Henning Seumenicht die Rede auf seine Parteigenossin Gisela Gliesche. Die 71-Jährige kann ein selten breit gestreutes Engagement für ihre Gemeinde vorweisen: Rund 15 Jahre saß sie für die SPD im Rat, war im Bauausschuss sowie im Feuerwehr- und Schulausschuss der Samtgemeinde tätig. Für die Partnergemeinden in Polen und den Niederlanden ist sie als Vorsitzende noch heute aktiv, für die Franzosen in der örtlichen Kommission. Als Mitglied des sozialen Vereins „Martins Mantel“ organisiert sie im Festausschuss mit, ist im Vorstand des Roten Kreuzes und für ihre Partei in zwei weiteren Vorständen tätig. Und als ob das nicht genug wäre, kümmert sie sich als Schatzmeisterin um die Kasse des Schützenvereins und trägt noch dazu aktuell die Krone der noch amtierenden Königin. „Man muss doch was machen!“, erklärte Gliesche bescheiden nach ihrer Ehrung.

Klaus Hübner, Bürgermeister der Gemeinde Melbeck, hatte das Vergnügen, die Leistungen von Egon Rindfleisch und Karl Heinrich (Heinz) Meyer zu beschreiben: „Herr Rindfleisch ist seit 1979 im Vorstand der Siedlergemeinschaft Melbeck aktiv. Zunächst als zweiter Vorsitzender, wurde er 1980 zum ersten Vorsitzenden gewählt.“ Aus beruflichen Gründen ist er dann von 1981 bis 2005 wieder ins zweite Glied zurück gegangen. Seit 2006 führt er wieder als Vorsitzender die Siedler.“

Heinz Meyer war 43 Jahre Mitglied im Gemeinderat Melbeck von 1968 bis 2011. „1981 wurde er zum Bürgermeister gewählt und hat dieses verantwortungsvolle Amt in Personalunion als Gemeindedirektor insgesamt 30 Jahre ausgeübt. Er war nicht nur im Gemeinderat tätig, sondern auch Abgeordneter im Kreistag Lüneburg sowie im Samtgemeinderat Ilmenau.“ In seine Zeit fielen unter anderem die Schaffung eines Gewerbegebietes, mehrere Erweiterungsbauten im Kindergarten, die Ansiedlung des Privatgymnasiums Lüneburger Heide und die Schaffung eines gemeindlichen Mittelpunktes mit einer Gemeindeverwaltung und dem Bauhof.

Alle Geehrten trugen sich schließlich in das Goldene Buch der Samtgemeinde ein. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Chor S(w)inging Ilmenau.

Von Ina Freiwald