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Auf das Entenrennen freuen sich (von links) Ulrike Voigt, Hubertus Wassermann und Annette Brand vom Lions Club Lüneburg-Ilmenau sowie „Ente“ Olaf, Tabea Habor, Jasper Habor und Niclas Dannacker vom Leo Club Salzsäue Lüneburg. Foto: t&w

Enten adoptieren für den guten Zweck

Lüneburg. Usain Bolt benötigt für die Distanz keine 10 Sekunden. Der Sieger des 100-Meter-Rennens, das am 3. September in Lüneburg steigen soll, dürfte um ein Vielfaches länger unterwegs sein. Egal, wer am Ende gewinnen wird, im Vergleich zum jamaikanischen Sprintstar wird es eine lahme Ente sein. Aber die Starter müssen ja auch schwimmen. Der Lions Club Lüneburg-Ilmenau veranstaltet parallel zum verkaufsoffenen Sonntag ein Entenrennen auf der Ilme­nau. Es wird keine reine Spaßveranstaltung, sondern dient einem guten Zweck: Der Erlös soll in die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs für die Schule am Knieberg fließen.

Erlös bestimmt für neuen Transporter für Förderschule

Die Lions sind eine Wohltätigkeitsorganisation mit Tradition, aus Anlass des 100. Geburtstages gibt es weltweit neben den oft seit Jahren bewährten Projekten und Benefiz-Veranstaltungen Extra-Events. Deshalb haben sich auch die aktuell 35 Mitglieder des Lions Clubs Lüneburg-Ilmenau etwas Besonderes ausgedacht: ein Entenrennen auf der Ilmenau, ähnlich wie die Christianischule eines vor 16 Jahren veranstaltet hatte oder wie es andere Lion-Clubs auch heute noch tun. Löwin Annette Brand erklärt die Idee: „Für 5 Euro bekommt man einen Adoptionsschein für eine gelbe Ente, die dann beim Rennen an den Start geht. Unser Ziel ist es, mindestens 5000 Exemplare zu verkaufen. Am Renntag werden um 16 Uhr alle Enten mit einer Nummer versehen an der Kaufhausbrücke am Stint zeitgleich ins Wasser der Ilmenau gelassen, am Ende der 100 Meter langen und seitlich mit Ölsperren begrenzten Strecke gibt es einen Trichter, die Ente, die dort als Erste hindurch geht, gewinnt. Ein Notar überwacht das.“

Die Preise können sich sehen lassen, so winkt dem Käufer der siegreichen Ente ein E-Bike im Wert von 3400 Euro, die Plätze zwei und drei werden mit 300 beziehungsweise 200 Euro honoriert. Für die Plätze 4 bis 13 gibt es jeweils 50 Euro, und sogar bis Rang 100 werden noch jeweils 10 Euro ausgeschüttet.

Unterstützt werden die Lions von der Feuerwehr und der DLRG sowie von der eigenen Jugendorganisation. Oberbürgermeister Ulrich Mädge hat die Schirmherrschaft übernommen. Parallel zum Rennen der kleinen Enten soll es auch eine Aktion mit fünf Meter großen Gummitieren geben, die zuvor von Sponsoren zum Preis von 250 Euro pro Exemplar erworben werden können. „Idee ist es, dass sie dann entweder selbst gestaltet werden oder Künstler oder Werbeprofis das im Auftrag übernehmen“, erläutert Annette Brand. Bei einem um 15.30 Uhr startenden Fun-Race winkt dann dem Sieger neben einem Pokal ein üppiges Grillfest, auch für die Plätze 2 und 3 soll es Pokale geben.

ie Lions hoffen, dass am Ende so viele kleine Enten adoptiert und große gestaltet werden, dass genügend Geld zusammenkommt, um einen Transporter für die Förderschule in Oedeme zu kaufen. Annette Brand macht deutlich: „Das alte Fahrzeug ist zwölf Jahre alt, für ein neues gibt es ansonsten kein Budget. Der eigentliche Schülertransport ist zwar nicht gefährdet, aber Fahrten zum Schwimmbad oder Ausflüge sind ohne Transporter sonst nicht mehr möglich.“

Unternehmen können Riesenenten gestalten

Die Adoptionsscheine für die kleinen Enten gibt es erstmals beim Stadtfest zu kaufen. Präsidentin Cindy Hecht wird bei der Eröffnung am Freitagabend auf der Marktplatz-Bühne die Aktion kurz vorstellen. Anschließend startet der mobile Straßenverkauf, das Team ist schwerpunktmäßig zwischen Marktplatz und Stint unterwegs, auch am Sonnabend und Sonntag. Weitere Verkäufe sind beim Lüneburger Kinderfest, an den Sonnabenden nach den großen Ferien in der Fußgängerzone und auch am Renntag selbst geplant. Wer Interesse an einer großen Ente hat, kann sich unter (0151)  70370687 melden.

Von Alexander Hempelmann

One comment

  1. Schade, dass die kleinen Enten nicht, wie andernorts häufig üblich, eigens verziert werden dürfen und die kreativste Ente auch geehrt wird.
    So ist es nur Plastikmüll der emotionslos 100m schwimmt…
    Und was passiert danach? Wirklich reif für die Tonne? …verzierte Enten werden eher wieder abgeholt, wenn dies hier überhaupt möglich, und zuhause weiter betreut (“adoption“).