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Charlotte Griestop (vorn, 3. v.l.) und Amelie Klöffer (vorn, r.) hatten für ihren Workshop zwei „Fahrradbusse“ mitgebracht.

Aktionstag an der Lüneburger Georg-Sonnin-Schule

Lüneburg. Vom Klimawandel in Peru zum Fahrradbus als klimafreundliche Verkehrsalternative. Vom Zusammenhang zwischen dem saftigen Steak auf dem Teller und der A bholzung des Regenwalds. Und auch von den sozialen und ökologischen Folgen von Billigkleidung. All das und noch viel mehr war Thema beim ersten „Eine-Welt-Tag“ in den Räumen der Berufsbildenden Schulen II (Georg-Sonnin-Schule) in Lüneburg.

Veranstaltet wurde der Tag von „Janun“, der „JugendAktion Natur- und Umweltschutz Niedersachsen“ und dem Verband Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB). Rund 100 Schüler der Jahrgänge 8 bis 11 aus Schulen in Stadt und Landkreis waren dabei.

Man wolle den Schülern kleine Schritte aufzuzeigen auf dem Weg in „eine Welt“ und sie anregen, sich auch nach dem „Eine-Welt-Tag“ mit diesem Thema zu beschäftigen. „Und wir wollen auch die Lehrer animieren, sich zu informieren und diese Themen in den Unterricht einzubringen“, erklärt Muriel Herrmann, Jugendbildungsreferentin bei Janun Lüneburg.

Videobotschaften von Mädchen und Jungen

Alle Teilnehmer begannen den Tag gemeinsam, beschäftigten sich mit der Frage, wie Jugendliche in anderen Ländern, etwa Uganda, Kolumbien und Indien, leben. Dazu gab es Videobotschaften von Mädchen und Jungen aus diesen Regionen – auch darüber, „wie sie denken über das Leben in Deutschland“, berichtet Mark Beelmann, Lehrer an der Georg-Sonnin-Schule, der den Tag dort koordinierte.

Insgesamt zwölf Workshops, elf für Schüler, einer für Lehrer, wurden während des „Eine-Welt-Tags“ angeboten. Ines Leister und Julian Lopez etwa leiteten das „Kreative Nähatelier“ und klärten über die Hintergründe des Kleidungskonsums auf. Dass 90 Prozent der in Deutschland verkauften Textilien aus Asien stammen, lernten die Schüler. Und, welche Gefahren bei der Produktion durch Pestizide und Chemikalien lauern, wie schlecht die Arbeitsbedingungen für die meisten Arbeiter sind.

Inklusionsklasse sorgte für das Catering zur Mittagspause

Charlotte Griestop und Amelie Klöffer hatten für ihren Workshop zwei „Fahrradbusse“ mitgebracht, jene mit Muskelkraft betriebenen Gefährte, die ohne jeden Kohlendioxidausstoß Passagiere befördern. Bevor sie selbst eine Runde fahren durften, stand aber für die Teilnehmerinnen erst einmal die Theorie an. Dabei erfuhren sie unter anderem, dass 20 Prozent des weltweiten Kohlendioxidausstoßes durch Verkehrsmittel erzeugt werden.

Organisatorin Muriel Herrmann freute sich auch darüber, „dass wir für die Workshops viele junge Referenten aus Lüneburger Initiativen gewinnen konnten“. Herrmann: „Dadurch können die Teilnehmer und ihre Lehrer kennenlernen, wie viele spannende Angebote es hier vor Ort gibt. Sie können dann viele Ideen mit zurück an ihre Schulen nehmen.“

Die Georg-Sonnin-Schule stellte für das in Lüneburg erstmals stattgefundene Projekt nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung. So sorgte eine Inklusionsklasse für das Catering zur Mittagspause, eine andere Klasse mit Geflüchteten unterstützte den Nähworkshop.

Von Ingo Petersen