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Die fünf Studentinnen und Hip-Hop-Trainerin Jenny Le (r.) zeigen, dass auch eine Sitzbank-Übergabe ihren Reiz haben kann. Foto: t&w
Die fünf Studentinnen und Hip-Hop-Trainerin Jenny Le (r.) zeigen, dass auch eine Sitzbank-Übergabe ihren Reiz haben kann. Foto: t&w

Hip-Hop für die neuen Bänke im Kurpark

Lüneburg. Dass der Mittelpunkt des Wandelgangs im Lüneburger Kurpark eine Tanzfläche ist, wissen nur die wenigsten. Jetzt kam die kleine Fläche zu neuen Ehren. Fünf Studentinnen legten dort am Mittwoch eine erstklassige Hip-Hop-Tanzeinlage hin. Anlass für den optischen und akustischen Leckerbissen war die Übergabe von fünf Sitzbänken, einer erneuten Spende des Lüneburger Kurparkvereins. Der hatte auch noch eine Botschaft mitgebracht.

„Der Bau des Badehauses beginnt noch in diesem Jahr!“ Nicht schlecht staunten die Anwesenden, als Hans-Christian Schimmelpfennig die überraschende Botschaft vom baldigen Wiederaufbau des ehemaligen Badehauses im Lüneburger Kurpark verkündete. Doch die Überraschung währte nicht lange: Gemeint war nicht das Original, sondern ein Modell des 1911 im Barockstil errichteten Gebäudes. Im Originalmaßstab aber hatte der Vorsitzende des Kurparkvereins Lüneburg fünf weitere historische Bänke mitgebracht, die jetzt im Park aufgestellt werden.

„Wir hoffen, dass die Bänke im Kurpark ausgiebig genutzt werden, vor allem auch von den Jüngeren“, sagte Schimmelpfennig anlässlich der Übergabe im Kurpark. Fünf neue, schneeweiße Holzbänke hatte der Verein in der Wandelhalle aufgestellt, jede einzelne mit einem kleinen Messingschild mit dem Namen des jeweiligen Spenders versehen. Zwei kamen vom Verein selbst, je eine von der Sparkasse, dem Unternehmen Manzke und zwei Privatpersonen.

Weitere Bänke sind vorerst nicht vorgesehen

Damit hat der Verein die Zahl der von ihm bereitgestellten Bänke auf zehn erhöht. „Weitere sind vorerst nicht vorgesehen“, sagte Schimmelpfennig. Sie gehen nun in die Obhut der Stadt über, Uta Hesebeck, Leiterin Straßen- und Grünplanung, Ingenieurbau, dankte für die neuen Sitzgelegenheiten. Gemeinsam sollen jetzt geeignete Standorten im Kurpark bestimmt werden. Wie auch die anderen sollen sie fest im Boden verankert werden, um ein Wegtragen zu verhindern.

Um auch die Jugend für die Idee des Wiederaufbaus des in den 1970er-Jahren abgerissenen Badehauses zu begeistern „und weil die jungen Menschen ganz besonders intensiv den Kurpark nutzen“, wie der Vereinsvorsitzende erklärte, hatten sechs Studentinnen um Trainerin Jenny Le vom Hip-Hop-Kurs des Hochschulsports der Uni Lüneburg die Übergabe tänzerisch aufgewertet.

Damit der Wiederaufbau des Badehauses „greifbarer“ wird, will der Verein jetzt ein Modell im Maßstab 1:100 von dem Gebäude mittels 3D-Druck anfertigen lassen. „Und es soll entsprechende Schlüsselanhänger und eine Sammeldose in Form des alten Badehauses geben“, sagte Schimmelpfennig. Er weiß aber auch, dass damit allein die benötigten finanziellen Mittel wohl nicht zusammenkommen werden.

Von Ulf Stüwe